Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Die klassischen Begriffe der Politikwissenschaften unterliegen im Zuge des Wandels der Staatlichkeit semantischen Aktualisierungen. Davon sind die Grundrechte, die sich immer weniger als Abwehrrechte konzipieren lassen, nicht ausgenommen. Tristan Zielinski geht der Frage nach, inwieweit die konstruktivistischen Theorieinnovationen von Niklas Luhmann und Michel Foucault einen Beitrag zur Erforschung der Legimitationsansätze der Grundrechte liefern können. Dabei geht es weniger um einen Rekurs auf normative Argumentationen; stattdessen wird die Funktion der Grundrechte innerhalb der Systemtheorie und der Genealogie untersucht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Bundesrepublik Deutschland kann als rechtstaatliche Demokratie nicht ohne das Grundgesetz gedacht werden. Obwohl es ursprünglich nicht als Verfassung, sondern als Provisorium im Schatten des sich abzeichnenden Ost-West-Konfliktes konzipiert wurde, hat es seine Funktion als ein Garant der freiheitlichen Ordnung mehrfach unter Beweis gestellt. Durch laufende Rechtsprechung, politische Umbrüche und die erforderliche Reaktion auf technologische Innovationen wurde es stets neu interpretiert und es kann auf eine Geschichte der permanenten Aktualisierungen verweisen.
Tristan Zielinski

Kapitel 2. Untersuchungen zum Staats- und Rechtsbegriff der deutschen Staatslehre

Zusammenfassung
Die Grundrechte sind in der Bundesrepublik Deutschland im Grundgesetz festgelegt. In den Artikeln 1–19 wird ihnen eine exponierte Stellung in der Verfassung zugewiesen. Gleich zu Beginn der Betrachtungen fallen dabei zwei stetig wiederkehrende Begrifflichkeiten auf.
Tristan Zielinski

Kapitel 3. Systemtheoretische Neuformulierungen der Grundrechtsproblematik

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurde überprüft, inwieweit sich klassische Staatstheorien zur Erklärung der Funktion von Grundrechten eignen. Dabei wurden jedoch wenig Erfolg versprechende Ansichten offen gelegt, weil sich diese Theorien überwiegend auf die Gegenüberstellung von Staat und Gesellschaft konzentrierten.
Tristan Zielinski

Kapitel 4. Grundrechte im Kontext von Gouvernementalität, Sicherheitsdispositiv und Machttechniken

Zusammenfassung
Der Ausgangspunkt dieser Untersuchung bestand im erkenntnistheoretischen Sinn in der Vorstellung, dass die Sprache per se kein Medium ist, um eine objektiv gegebene Außenwelt zu beschreiben. Diese Position wurde von Nietzsche erstmals im Aufsatz „Über Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“ formuliert und später von Rorty aufgegriffen. Wahrheit wurde hier als (kontingentes) Heer von Metaphern beschrieben.
Tristan Zielinski

Kapitel 5. Resümee

Zusammenfassung
Die Politikwissenschaft ist gekennzeichnet durch einen Theoriepluralismus. Auch für die hier vorgestellten konstruktivistischen Impulse gilt eine Paradigmenkonkurrenz: Keine Theorie ist imstande, die Komplexität der Welt, die sie zu beschreiben und zu erklären versucht, vollständig zu aktualisieren. Somit bietet sich an, auch angesichts einer fehlenden gemeinsamen Basis der Vergleichbarkeit, weniger ein taxonomisches Schema nach den Kriterien richtig / falsch zu wählen.
Tristan Zielinski

Backmatter

Weitere Informationen