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Über dieses Buch

Dieses Buch wird Fach- und Führungskräften des Finanzsektors neue Einblicke in die Situation ihrer Branche geben. Denn traditionelle Strukturen und bisherige Wertschöpfungsketten müssen in der aktuellen Umbruchphase zukunftsfähig verändert werden. Niedrigzins, erodierende Profitabilität, PSD2 und zunehmender Wettbewerb verstärken den Handlungsdruck auf Banken. Wie kann der institutionelle Wandel gelingen? Welche strategischen Weichenstellungen sind erforderlich, um neue Technologien erfolgreich zu implementieren und organisationale Voraussetzungen für die Transformation zu schaffen? In einem praxisorientierten Analyseteil stellt die Autorin das „alte Silodenken“ dar und zeigt Wege aus den einzelnen Silos heraus und hinein in den Wandel.

Die Botschaft des Buches ist: Nicht nur Führungskräfte sollten in diesen Zeiten des Umbruchs zum Leader werden, sondern jeder mutige Mitarbeiter ist gefordert, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Bank mitzugestalten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Bleibt das Banking auch in Zukunft Ihr Geschäft?

Zusammenfassung
Die Digitalisierung hat die Finanzbranche erfasst. Europas Bankenlandschaft ist im Wandel und insbesondere der deutsche Finanzsektor erfährt derzeit massive Veränderungen. Neben klassischen Wettbewerbern werden FinTechs und vor allem die BigTechs bzw. die sogenannten GAFAs, die als multinationale Technologieunternehmen seit Jahren ihre digitalen Ökosysteme aufgebaut und etabliert haben, zur neuen und bedrohlichen Konkurrenz.
In Zukunft wird es darum gehen, die regulatorischen Anforderungen in Verbindung mit dem eigenen Geschäftsmodell strategisch zu überdenken und für die Zukunft entsprechend angepasst neu zu definieren. All das wird zu einer Verschiebung in der Wertschöpfungskette führen. Erlösmodelle werden in Zukunft nicht mehr dieselben sein. Mit den neuen Systemen wird es im Finanzsektor auch darum gehen, wer die interessantesten, besten Schnittstellen sowie den größten Mehrwert für den Kunden bietet. Und wer sich als Finanzunternehmen der alten Schule im Sinne des „Open Bankings“ zu einem Teil eines digitalen Ökosystems entwickeln will, kann und wird. In dieser veränderten Marktsituation müssen kundenfokussierte Ideen schnell entwickelt und erfolgreich realisiert werden, um die Schnittstelle zum Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren.
Komplexitätsfaktoren, wie das seit Jahren andauernde Niedrigzinsniveau, regulatorische Rahmenbedingen oder auch wirtschaftliche und politische Parameter verschärfen die Ausgangssituation im Bankenumfeld. Ausgewählte Effekte hierzu werden in diesem Kapitel erläutert.
Corinna Pommerening

2. Vom Silodenken zum vernetzten Arbeiten: Wie Sie Silos in Ihrem Unternehmen erkennen und erfolgreich gegensteuern

Zusammenfassung
Um zu erkennen, in welcher vernetzten und kulturellen Verfassung sich Ihre Organisation befindet, ist eine Status-quo-Bewertung ratsam. In den letzten Jahren fünf Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass eine Spreizung stattfand: Unternehmen, die sich organisational deutlich weiterentwickelten und Banken oder auch Finanzdienstleister, die an alten Strukturen festhielten und Veränderungen zu langsam oder gar nicht umsetzten.
In Zeiten von PSD2, erodierender Profitabilität und zunehmendem Kostendruck müssen sich Banken und Sparkassen neu orientieren. Dabei stellt sich die Frage, wie sich in Zeiten von verändertem Kundenverhalten und neuen Technologien die Wertschöpfung 4.0 realisieren lässt. Neben strategischen Aspekten sind die kulturellen Rahmenbedingungen einer Organisation entscheidend: Profitiert das Kreditinstitut von vernetzten Strukturen, um den Wandel aktiv und dynamisch voranzutreiben und um zukunftsorientierte Wertschöpfungsstrategien umzusetzen?
In diesem Kontext hat der Leser die Chance, anhand einer detaillierten Silo-Analyse den bankindividuellen Status zu bewerten. Anschließend folgen konkrete Handlungsvorschläge, die sich sowohl auf Organisations- als auch auf Führungs- und Teamebene erstrecken.
Corinna Pommerening

3. Kurswechsel in der Führung: Mehr Mut und Verantwortung

Zusammenfassung
Über Silos und potenzielle Handlungsfelder haben Sie in Kap. 2 gelesen und erste Inspirationen für die Praxis mitgenommen. In Kap. 3 wird der Themenkomplex hinsichtlich Leadership im Transformationsprozess vertieft.
Um den Wandel in der gesamten Organisation als Führungskraft anzustoßen und nachhaltig zu begleiten, sind einige kulturelle Veränderungen im Hinblick auf Haltung und Einstellung der Manager- und Mitarbeiterebene vorauszusetzen. Auch Methodenkompetenz und operative Facetten, welche die agile und digitale Zusammenarbeit unterstützen, werden in Kap. 3 beleuchtet.
Was der Strukturwandel im Finanzsektor von allen Beteiligten und speziell von Führungskräften verlangt, ist eine noch nie dagewesene Situation. Alte, bewährte Prinzipien werden ausgehebelt und vertraute Strukturen brechen weg. Leadership funktioniert heute nicht mehr mit alten Methoden und überholten Führungsgrundsätzen. Das erfordert Mut. Mut für Veränderung – auch im eigenen Führungsverhalten. Wenn Sie den Wandel erfolgreich gestalten wollen, dann müssen Sie neben der neuen Haltung und dem entsprechenden Mindset auch Ihre neue Rolle finden und einnehmen.
In der Praxis stellt sich der Aufstieg einer Führungskraft oder der Entwicklungsweg hin zu einer agilen Unternehmensführung nicht so idealtypisch wie in einem Lehrbuch oder einem Führungskräfteseminar dar. Stolpersteinen und Startschwierigkeiten gehören meist dazu. Damit die Lernkurven möglichst erfolgreich und effizient verlaufen, werden in diesem Kapitel passende Lösungsansätze vorgestellt.
Zum Abschluss des Kapitels folgt die Operationalisierung der Führungstätigkeit: Wie gestalten Sie Ihre operative Führung in einem digitalen Zeitalter, das von Umbruch und Agilität geprägt ist?
Corinna Pommerening

4. Evolutionstheorie: Ableitungen für die Zukunft des Finanzsektors

Zusammenfassung
Das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen und für das Jahr 2030 wettbewerbsfähig aufzustellen, bedeutet vor allem, sich heute mit den Chancen von morgen zu beschäftigen. Frühzeitig Trends verstehen und Technologien für das eigene Unternehmen adaptieren, sind essenzielle Anforderungen an die Managementebene. Aber nicht nur für Führungskräfte ist es hilfreich, sich rechtzeitig Know-how anzueignen, sondern auch für jeden Mitarbeiter ohne Führungsaufgabe kann es eine Chance zur persönlichen Weiterentwicklung sein. Im Kampf um das Überleben, so beschreibt Charles Darwin den Anpassungsprozess der Arten an die Umwelt, zählen Schnelligkeit und Wandlungsfähigkeit.
In den Kontext von Unternehmen übertragen bedeutet es: Wie schnell erkennen Organisationen, dass es sich zum einen bei dieser Ausgangssituation um einen notwendigen Mutationsprozess handelt und zum anderen, dass dieser Wettbewerb sogar die Existenz bedrohen kann – im Sinne einer natürlichen Selektion.
Viele Jahre ging es den etablierten Banken und Sparkassen so gut, dass sie sich zu sicher fühlten und der Wettbewerbssituation nur geringe Aufmerksamkeit schenkten. Aufgrund von unzureichendem Technologieverständnis, zu starker Innenperspektive und fehlender Verantwortlichkeit wurden wesentliche Facetten des Wandels vernachlässigt.
Ausgewählte und renommierte Experten wagen in Gastbeiträgen den Blick in die Zukunft des Finanzsektors und geben in den nachfolgenden Interviews ihre Sicht der Dinge preis.
Corinna Pommerening
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