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Über dieses Buch

Seit den Hartz-Reformen stehen die Auswirkungen auf die Bezieher sozialer Dienstleistungen im Mittelpunkt des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses. Weitgehend unbeachtet blieb hingegen der – in Tradition des New Public Management interpretierbare – Wandel der Arbeitsbedingungen innerhalb der Arbeitsverwaltung selbst.
Die vorliegende Abhandlung schließt diese Forschungslücke und rückt die Beschäftigten der Jobcenter in den personalwirtschaftlichen Fokus. Dirk Salmon erweitert dabei seinen theoretischen Rahmen, indem mit dem Konstrukt der Public Service Motivation ein angloamerikanisch geprägter Forschungsstrang für Deutschland adaptiert wird. Im Zentrum der Arbeit steht eine umfangreiche Mitarbeiterbefragung mit über 4.500 Teilnehmern. Mittels quantitativer Forschungsmethoden bringt der Autor mehr Licht in das komplexe Geflecht von motivationaler Orientierung, Passung zur Organisation und deren Hang zum intensiven Controlling.
Das Buch richtet sich an Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, (Personal-)Praktiker des öffentlichen Dienstes sowie an Beschäftigte und Entscheidungsträger der deutschen Arbeitsverwaltung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Controlling, Zielsteuerung, Benchmarking, Kosten- und Leistungsrechnung, Kontraktmanagement, Anreizsysteme – die Bandbreite an betriebswirtschaftlichen Steuerungs- und Managementmethoden ist groß und aus privatwirtschaftlichen Unternehmen nicht weg zu denken. In öffentlichen Institutionen hingegen herrschte lange Zeit das Grundprinzip des bürokratischen Verwaltungshandelns. Fast schon automatisch wird der Begriff „Bürokratie“ dabei von der öffentlichen Meinung mit negativen Assoziationen persifliert (z. B. „organisierte Unverantwortlichkeiten“).
Dirk Salmon

Kapitel 2. Der Kulturwandel des öffentlichen Dienstes

Zusammenfassung
Seit über zwei Dekaden vollzieht sich innerhalb des öffentlichen Dienstes in Deutschland eine Entwicklung, die in der Literatur mit Begriffen wie „leiser Revolution“ , „Buschfeuer“, „Paradigmenwechsel“ oder eben „Kulturwandel“ bezeichnet wird. Inspiriert von den internationalen Bewegungen des New Public Management (NPM), erhalten auch in Deutschland betriebswirtschaftlich abgeleitete Managementmethoden Einzug in öffentliche Amtsstuben. Die Reformmaßnahmen gehen dabei weit über die bloße Implementierung verschiedener privatwirtschaftlich erprobter Werkzeuge hinaus.
Dirk Salmon

Kapitel 3. Theoretischer Bezugsrahmen

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird die deskriptive Ebene verlassen, um mit Hilfe eines theoretischen Bezugsrahmens Implikationen über mögliche Motive abzuleiten, die Individuen zu einer Tätigkeit und zu Engagement in einer öffentlichen Organisation bewegen. Im Fokus der Betrachtung steht dabei insbesondere der soziale Charakter der Arbeitsbeziehung und weniger die ökonomische Tauschbeziehung. Ausgehend von dem grundsätzlich durch Unvollständigkeit geprägten Arbeitsvertrag, dient die Anreiz-Betrags-Theorie nach Barnard (1938) sowie ihre individualtheoretische Weiterentwicklung nach March und Simon (1958) als Basistheorie.
Dirk Salmon

Kapitel 4. Empirische Analyse

Zusammenfassung
Zielsetzung des empirischen Teils dieser Arbeit ist die Überprüfung der in Abschnitt 3.4.2 generierten Hypothesen. Das vorliegende Kapitel dient hierzu als Einstieg in die empirische Analyse. Zunächst wird auf die methodische Vorgehensweise der durchgeführten quantitativen Untersuchung eingegangen.
Dirk Salmon

Kapitel 5. Ergebnisse

Zusammenfassung
Dieses Kapitel dient in erster Linie der Überprüfung der generierten Hypothesen. Zunächst werden jedoch einige Analysen durchgeführt, um eine Aussage über die Qualität der erhobenen Daten tätigen zu können (Abschnitt 5.1). Darauf aufbauend wird das Teilnehmerverhalten und der Rücklauf behandelt (Abschnitt 5.2).
Dirk Salmon

Kapitel 6. Schlussbetrachtung

Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, personalwirtschaftliche Folgen der Reformmaßnahmen des New Public Management (NPM) aufzuzeigen und anhand einer empirischen Erhebung im Bereich der deutschen Arbeitsverwaltung zu untersuchen. Unter NPM wird ein ganzes Bündel an Reformmaßnahmen verstanden, welches den Staat und seine Verwaltung effektiver und effizienter gestalten soll. Die internationale Bewegung des NPM erreichte die Bundesrepublik Deutschland erst relativ spät und mündete in dem durch die KGSt (1993) vorgelegten Konzept des „Neuen Steuerungsmodells (NSM)“.
Dirk Salmon

Backmatter

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