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2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

4. New Work im New Office – Der Wandel der Arbeitswelt und dessen Auswirkungen auf den Büroalltag

verfasst von: Angelika Donhauser, Mark Phillips, Jennifer Vogt

Erschienen in: Das menschliche Büro - The human(e) office

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Unsere Arbeitswelt befindet sich seit einigen Jahren in einem rudimentären und strukturellen Wandel. Durch die zunehmende Digitalisierung entwickeln wir uns mehr und mehr von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft und verändern damit auch unseren Arbeitsbegriff. So bewegen wir uns heute weg von unseren traditionellen und starren Arbeitsstrukturen hin zu den neuen Arbeitsweisen im digitalen und globalen Zeitalter. Diese Entwicklung und die daraus resultierende neue Arbeitswelt kann unter dem Begriff ‚New Office‘ zusammengefasst werden, der Begriff ‚New Work‘ wurde ursprünglich von Frithjof Bergmann verwendet. Wenn wir wollen, dass sich auch künftige Generationen mit geplanten neuen Arbeitsumgebungen angesprochen fühlen und die Erwartungen an ein gesundes Büro erfüllt werden, dann müssen bei der Veränderung der Arbeitswelt spezifische menschliche Bedürfnisse berücksichtigt werden. Das private Umfeld ist ein mögliches Modell für eine flexible Raumstruktur, in der die Bereiche jeweils auf unterschiedliche, ganz menschliche Bedürfnisse ausgerichtet sind und damit eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeits- und Tätigkeitsbereiche repräsentieren. Im Büro begegnet man in der Regel einer sehr monotonen Raumgestaltung. Um auch im Büro eine bedarfsorientierte und selbstbestimmte Arbeitsweise zu fördern, sollten vielseitige Raumstrukturen in die Bürowelt integriert werden. Mit einer größeren Standortwahl ist es nicht mehr notwendig, an einem Ort zu bleiben, sondern die Arbeitsposition kann immer wieder gewechselt werden. Dies sorgt für mehr Bewegung und unterstützt sowohl ergonomische Arbeitsmethoden als auch eine bessere Arbeitsleistung und Kreativität. Für mehr Produktivität am Arbeitsplatz ist ein Umfeld, in dem man sich als Individuum wohl fühlt, besonders wichtig. Die Mitbestimmung bei der Bürogestaltung wirkt sich nachweislich positiv auf unsere Produktivität, unsere Identifikation mit unserem Arbeitsplatz und damit auf unsere Gesundheit aus. Schon kleine Eingriffe, wie Dekorationen oder Begrünungen, sorgen für eine erhöhte Mitarbeiterzufriedenheit und ein größeres kreatives Potenzial.Mit der Veränderung unserer Arbeitsumgebung sind viele Vorteile verbunden. Insbesondere die neu gewonnene Flexibilität und Selbstbestimmung sorgen für verbesserte Arbeitsbedingungen. Neue Formen des Wissens bergen aber auch Gefahren durch die zunehmende Verschmelzung von Privat- und Berufsleben. Ständige Erreichbarkeit und Transparenz im Büroalltag beeinflussen zunehmend unser Privatleben und erschweren es heutzutage, von der Arbeit abzuschalten und sich zu entspannen. Dies führt zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und wirkt sich kontraproduktiv auf unser Wohlbefinden sowie auf die Arbeitsleistung und Produktivität aus. Bei der Planung neuer Arbeitsumgebungen, die unsere Gesundheit fördern, muss ein sensibler Ansatz gewählt werden, und vor allem sollte die Selbstbestimmung der Mitarbeiter im Vordergrund stehen. Wie schon bei Frithjof Bergmann geht es in Zukunft um nicht weniger als die Übertragung von Veränderungen der Lebens- und Sozialkultur auf den Bereich der Gestaltung menschlicher Büros.

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Literatur
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Metadaten
Titel
New Work im New Office – Der Wandel der Arbeitswelt und dessen Auswirkungen auf den Büroalltag
verfasst von
Angelika Donhauser
Mark Phillips
Jennifer Vogt
Copyright-Jahr
2021
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-33519-9_4