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Über dieses Buch

Das essential führt in die New-Work-Idee ein, deren Kern es ist, einer Arbeit nachzugehen, die man „wirklich, wirklich will“. Dieser Ansatz wird im Hinblick auf die drei Bereiche Individuum, Organisation und Gesellschaft aktualisiert. Besondere Berücksichtigung finden dabei Befunde aus der Positiven Psychologie und der stärkenorientierten Organisationsforschung. Unter Bezugnahme auf Beispiele und wissenschaftliche Befunde werden innovative Arbeitszeitmodelle, Organisationsformen und Managementpraktiken vorgestellt. Schließlich wird New Work im Kontext progressiver gesellschaftlicher Ideen wie Grundeinkommen, Atmende Lebensläufe und Postwachstum diskutiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
New Work beginnt mit einer Idee von Freiheit. Freiheit nicht so sehr im Sinne eines Freiseins von Zwang oder im Sinne freiheitlicher Grundrechte, sondern vor allem in dem Sinne, souverän das zu tun, was man, in den Worten des New Work-Pioniers Fritjof Bergmann „wirklich, wirklich will“. Bergmann legte in den 1980er Jahren in Feldexperimenten den Grundstein für New Work und intendierte damit eine neue Arbeitskultur, die Menschen stärkt.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 2. Digitalisierung und Postdigitalisierung

Zusammenfassung
Für manchen ist Digitalisierung ein Heilsversprechen: In einer von Künstlichen Intelligenz (KI) durchdrungenen Realität werden wir unsere innerstädtischen Verkehrsströme in den Griff bekommen, unsere Häuser smart sich selbst verwalten lassen, unsere Kühlschränke bestellen ihre Inhalte je nach Bedarf autonom, Drohnen stellen die Bestellungen auf unseren Balkonen ab und Pflegeroboter lösen den Pflegenotstand auf ruhige, technische Weise. Die Erledigung von immer mehr Arbeit durch Maschinen gibt uns endlich mehr Souveränität über unsere Lebenszeit und die Dementen werden vielleicht nicht einmal merken, dass die von künstlicher Haut überzogene, beheizte Hand auf ihrem Arm zu keinem Menschen gehört.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 3. „Digitales Athen“ – Wohin führt die Digitalisierung?

Zusammenfassung
Eine theoretische Antwort auf diese Frage gab vor einigen Jahren der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Erik Brynjolfsson mit der Idee des „digitalen Athen“. In technik-optimistischer Tradition stellte er sich darunter eine Gesellschaft vor, in der Maschinen den Großteil der Arbeit verrichten würden. Was im antiken Griechenland die Sklaven für die Athener Vollbürger leisteten, könnten zukünftig Computer und Roboter für einen Großteil der Gesellschaft ermöglichen: ein Leben in Muße und selbstbestimmter Arbeit.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 4. Was ist New Work?

Zusammenfassung
Ursprünglich handelt es sich bei New Work um eine radikale Idee. Erdacht hat sie der österreichisch-amerikanische Philosoph Frithjof Bergmann (*1930) bereits zu Beginn der 1980er Jahre – und zwar als Antwort auf zwei gesellschaftliche Herausforderungen: zum einen die Beseitigung unbefriedigender, auslaugender und letztlich gesundheitsschädlicher Arbeit, zum anderen der Umgang mit der Automatisierung von Arbeitsplätzen.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 5. New Work I – Die individuelle Ebene

Zusammenfassung
Da das Erlernen des Handwerks der Freiheit eine Bildungsaufgabe ist, weist es sowohl individuelle als auch politische Bezüge auf. Schließlich bildet Freiheit den Kern westlicher liberal-demokratischer Gesellschaftsordnungen. Individuelle, politische und ökonomische Freiheiten werden qua Verfassung garantiert und genießen höchste Priorität.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 6. New Work II: Die organisationale Ebene

Zusammenfassung
Mit diesen Worten beginnt „Modern Organizations“, ein Klassiker des US-amerikanischen Organisationsforschers Amitai Etzioni. Der hohe Organisationsgrad unserer Gesellschaften bedingt, dass der Großteil unserer Arbeit in Organisationen geleistet wird. Gegenwärtig kursieren dementsprechend auch unter dem Label „New Work“ eine ganze Reihe organisationsbezogener Konzepte, die dem Anliegen „mehr Freude in die Arbeitswelt“ zu bringen, Rechnung tragen wollen.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

Kapitel 7. New Work im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung
Nimmt man das New-Work-Ideal selbstkonkordanter, souveräner und Wohlbefinden erzeugender Arbeit ernst, erfordert dies letztendlich in der Konsequenz ein Denken, welches über die individuelle und organisationale Ebene hinausgeht und politische Verhältnisse in den Blick nimmt.
Benjamin Berend, Michaela Brohm-Badry

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