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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil I

Inhalt der Beiträge

Zusammenfassung
Die Non-Profit-Organisationen müßten eigentlich unterteilt werden in die öffentlichen und die privaten nicht-gewinnorientierten Betriebe. In der Fachsprache wird mit „NPO“ jedoch meistens nur der private Betrieb bezeichnet. Dieser ist das Thema des ersten Teils der Festschrift.
Dieter Witt, Claudia Eckstaller, Peter Faller

Nachhaltige Regionalentwicklung durch Non-Profit-Management: Lokale Agenda 21 als Lernprozeß

Zusammenfassung
„Nachhaltige Entwicklung“ ist die von verschiedenen Parteien und gesellschaftlichen Gruppierungen gemeinsam geteilte Leitbild-„ Vokabel“ für eine zukunftsorientierte Entwicklung. Als Grundgedanke gilt die gleichgewichtige Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Belange, sowohl in zeitlicher (aktuell und dauerhaft) als auch in räumlicher (lokal bis global) Dimension. Die Komplexität dieses umfassenden Konzepts hat eine geringe Greifbarkeit und Konkretisierbarkeit seiner praktischen Ausgestaltung zur Folge, was vielfältige Interpretationen ermöglicht. Daher steht das Konzept „nachhaltige Entwicklung“ in der Kritik, als deklamatorische Leerformel lediglich einen Deckmantel für unterschiedliche gesellschaftliche Ansprüche zu bieten. Die Komplexität bedeutet jedoch eine Annäherung an die vielschichtigen und verzweigten Wirkungszusammenhänge der Realität, weshalb das Konzept — wird es ernst genommen — eine Herausforderung für ein verantwortungsvolles Planen und Handeln darstellt.
Hans-Dieter Haas, Eckhard Störmer

„Going public“ für Non-Profit-Organisationen?

Zur Frage der Stärkung des Eigenkapitals
Zusammenfassung
Mit „Going public“ wird die Umgestaltung einer bislang von einem geschlossenen Kreis von Eigentümern geführten Organisation in eine Publikumsgesellschaft verstanden, indem der Kapitalmarkt zur Beteiligungsfinanzierung an dieser Organisation beansprucht wird. Der bisherige Kreis der Kapitalgeber wird für neue, anonyme Kapitalgeber „geöffnet“. Der sprunghaft ansteigende Kapitalbedarf aus einer verstärkten Investitionstätigkeit der Organisation mag ein Grund für diesbezügliche Überlegungen sein. Auch der Ausbau und die Neuaufnahme von Leistungen übersteigt häufig die Selbstfinanzierungsmöglichkeiten und zwingt zur Außenfinanzierung. Häufig besteht auch der Wunsch, durch die Öffnung der Organisation die Abhängigkeiten von den einzelnen Kapitalgebern zu verringern und Risiko und Verantwortung auf einer größeren Zahl von Kapitalgebern abzustützen.
Reinbert Schauer

Anforderungen an betriebswirtschaftliche Qualifikationen des Personals in Non-Profit-Organisationen und Möglichkeiten ihrer Deckung

Zusammenfassung
Wie jeder Betrieb, so brauchen auch die privaten bedarfswirtschaftlichen Betriebe eine zweckmäßige Verwaltung und Wirtschaftsführung. Dafür ist geeignetes, das heißt richtig qualifiziertes Personal notwendig. Die entsprechende berufliche Qualifikation können (aktuelle und potentielle) Mitarbeiter von Non-Profit-Organisationen jedoch derzeit in Deutschland kaum im staatlich geregelten beruflichen Bildungswesen erwerben. In diesem Artikel wird versucht aufzuzeigen, daß ein eigener staatlich anerkannter Ausbildungsberuf für betriebswirtschaftliche Aufgaben in Non-Profit-Organisationen einige Berechtigung hätte. Außerdem werden für die Ausbildungsinhalte relevante Spezifika der Betriebsführung erläutert. Zunächst werden Betriebstypen des Dritten Sektors und dessen Bedeutung für den Arbeitsmarkt dargestellt.
Dieter Witt, Hilmar Sturm

Teil II

Inhalt der Beiträge

Zusammenfassung
Grundlagen zur Identifizierung von Non-Profit-Organisationen liefert Peter Eichhorn mit seinem Beitrag Konstitutive Merkmale von Non-Profit-Organisationen“. Die Unterschiede zu profitorientierten Unternehmen stellt er insbesondere durch Abgrenzungen zwischen Formal- und Sachzielen von Organisationen dar und deren spezifischer Bedeutung bzw. Priorisierung gemäß dem jeweiligen Organisationszweck. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist auch die Mittelherkunft für die Erfüllung der organisationalen Zwecke, die Peter Eichhorn im Anschluß erläutert. Wie schwierig sich jedoch eine trennscharfe Aufspaltung von Profit- und Non-Profit-Organisationen erweist, zeigt die Darstellung von Grenzfällen.
Dieter Witt, Claudia Eckstaller, Peter Faller

Konstitutive Merkmale von Non-Profit-Organisationen

Zusammenfassung
Im Unterschied zu profitorientierten bzw. gewinnstrebenden Unternehmen ist bei Non-Profit-Organisationen der Gewinn nicht die ausschlaggebende Zielgröße. Non-Profit-Organisationen lassen sich in erster Linie von Sachzielen leiten. Diese können sich auf vielfältige Gebiete erstrecken. Dazu gehören außer den steuerrechtlich begünstigten gemeinnützigen, mildtätigen und kirchlichen Zwecken alle jene Bereiche, die von privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter gefordert werden. Man denke an Gesundheitsvorsorge, Umweltschutz, Landschaftspflege, Kulturforderung, Bildungs-maßnahmen, Wissenschaftspflege, Sportforderung usw.1 Da auch der Staat, genauer: die Institutionen des Bundes, der Länder und der Gemeinden, auf diesen und weiteren Feldern ohne Gewinnerzielungsabsicht tätig sind, kommt man zu einem überraschenden, nichtsdestoweniger aber selbstverständlichen Ergebnis: Der Gewinn als Kriterium fuhrt zur Zweiteilung in formalzielgesteuerte (Profit-) Unternehmen und in höchst unterschiedliche, sachzielgesteuerte (Non-Profit-) Wirtschaftssubjekte. Hier erweisen sich Differenzierungen aus Gründen der Transparenz als angebracht.
Peter Eichhorn

Die Balanced Scorecard als Managementinstrument für Non-Profit-Organisationen

Zusammenfassung
Der Beitrag geht von der engeren Definition der Non-Profit-Organisationen aus, die sich auf private, nichterwerbswirtschaftliche Betriebe beschränkt; öffentliche Betriebe1 bleiben außen vor. So verstandene Non-Profit-Organisationen stehen gegenwärtig vor großen Herausforderungen, für deren Bewältigung sie auf betriebswirtschaftliche Instrumente setzen, in bezug auf deren Anwendung sie bislang äußerst sparsam gewesen sind. Die Herausforderungen bestehen darin, sowohl beschafiungs-als auch angebotsseitig2 verschärftem Wettbewerb ausgesetzt zu sein. Da in Non-Profit-Organisationen mangels signifikanter Leistungsentgelte großenteils die Innenfinanzierung fehlt, müssen anderweitig geldliche und geldwerte Ressourcen (letztere als Sachzuwendungen und unentgeltliche Arbeitsleistungen, das heißt ehrenamtliche Arbeit) akquiriert werden: Mitgliederzuwendungen, öffentliche Finanzierungshilfen3 und Zuwendungen Dritter insbesondere als Spenden und Sponsorenleistungen. Wegen der Expansion des Non-Profit-Sektors4 hat sich der Wettbewerb um Ressourcen verschärft. Daher muß Ressourcenakquisition heute viel professioneller betrieben werden, als dies in der Vergangenheit erforderlich war. Beispielsweise haben die Ansprüche
Gerhard V. Krönes

Gestaltungsfelder des Innovationsmanagements in Non-Profit-Organisationen

Zusammenfassung
Veröffentlichungen zum Thema „Innovationsmanagement“ beschränken sich bezüglich ihrer Adressaten häufig auf erwerbswirtschaftliche Organisationen.1 Dies liegt u.a. darin begründet, daß die Bewältigung von Herausforderungen durch global ansteigenden wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck in vielen Branchen als ein Hauptzweck von Innovationsmanagement angesehen wird. Solche Herausforderungen führen auf einigen Märkten zu rasant abnehmenden Produktlebenszyklen, zu sprunghaft ansteigenden Wissensvernetzungen durch Entwicklungen in Informationstechnologien sowie zunehmenden Wirtschaftsverflechtungen. Neben dem Zweck der Anpassung an Wettbewerbserfordernisse und anderen außerbetrieblichen Zwecken organisationaler Innovationstätigkeit, die sich in erster Linie auf die Marktpräsenz des jeweiligen Betriebes2 und die Verwertung betrieblicher Leistungsergebnisse richten, gibt es jedoch auch innerbetriebliche Zwecke. Letztere sind im wesentlichen durch betriebswirtschaftliche Daueraufgaben kontinuierlicher Verbesserung betrieblicher Strukturen und Prozesse zur Steigerung der Leistungserstellungseffizienz begründet (siehe Abb. 1).
Claudia Eckstaller

Ziele und Größen der Kosten- und Leistungsrechnung von Berufsgenossenschaften

Zusammenfassung
Mit dem Ersten Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (Entwurf vom 8. September 2000) verpflichtet die Bundesregierung die Sozialversicherungsträger und damit auch die Berufsgenossenschaften in Artikel 1 Nr. 1 zur Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung „in geeigneten Bereichen“ (§ 69 Abs. 4 SGB IV). In der Begründung macht sie auf die Bedeutung der Kosten- und Leistungsrechnung als Informations-, Steuerungs- und Kontrollinstrument im haushaltsrechtlichen Kontext erhöhter Bewirtschaftungsfreiheit und zur Ergänzung des öffentlichen Haushalts- und Rechnungswesens aufmerksam. Außerdem verweist sie auf die grundsätzliche Übertragbarkeit der Kosten- und Leistungsrechnung für die Bundesverwaltung1 auf die Sozialversicherungsträger. In der Begründung werden die Spitzenverbände der Sozialversicherungsträger des weiteren mit der Standardisierung und Weiterentwicklung der Kosten- und Leistungsrechnung und der Identifikation geeigneter Bereiche für deren Einführung beauftragt. Für die gewerblichen Berufsgenossenschaften nimmt diese Aufgaben der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Sankt Augustin, wahr.
Dietmar Bräunig

Kommunalwirtschaft in Zeiten von Sparzwängen und Liberalisierung — Organisationsprivatisierung als Irrweg

Zusammenfassung
Die Soziale Marktwirtschaft Deutschlands ist gekennzeichnet durch das Nebeneinander großer und kleiner, gewinnorientierter und gemeinnütziger, privater und öffentlicher Unternehmen. Diese plurale Unternehmensstruktur ist mit ein Grund für die wirtschaftliche und soziale Stabilität in unserem Land1. Eine wichtige Rolle spielen hier öffentliche Betriebe2 und deren Substitute. Staat und Kommunen bedienen sich dieser Betriebe zur Erfüllung ihrer Aufgaben. Abgesehen von solchen öffentlichen Betrieben, die unmittelbar Gewährleistungsaufgaben wahrnehmen, Karl Oettle spricht hier von Ordnungspolitik, welche er wiederum einteilt nach System- und Regulierungspolitik3, erbringen öffentliche Betriebe bestimmte Sach- und Dienstleistungen. Als Instrumente ihrer jeweiligen Träger ist diesen Betrieben also aufgegeben, Leistungen zu erzeugen, anzubieten und abzugeben, um bestimmte gesellschaftlich bzw. politisch gewollte Versorgungs-/Bedienungszustände mittelbar zu gewährleisten.
Martin Runge

Teil III

Inhalt der Beiträge

Zusammenfassung
Der Beitrag von Jakob Kandier kommt zu dem Ergebnis, daß die Bahnreformen in Europa die Erwartungen nur sehr beschränkt erfüllt haben. Ein entscheidender Grund dafür ist mach Meinung des Autors die nach wie vor bestehende Vermischung bedarfs- und erwerbswirtschaftlicher Steuerungselemente, die nur durch eine konsequente erwerbswirtschaftliche Ausrichtung des Betriebs mit spürbarem intramodalen Wettbewerb und bedarfswirtschaftlicher Bewirtschaftung der Infrastruktur durch die öffentliche Hand zur Herstellung gleicher Ausgangsbedingungen für die Verkehrszweige im intermodalen Wettbewerb überwunden werden kann.
Dieter Witt, Claudia Eckstaller, Peter Faller

Ziele und Erfolge der Bahnreformen

Zusammenfassung
Wenn auch die Frage weit hergeholt erscheinen mag, so soll sie doch gestellt werden: Was haben die Stromausfälle im Wirtschaftswunderland Kalifornien mit manchen Problemen der Bahn in Deutschland zu tun? Antwort: Die mißlungene Überführung vom bedarfswirtschaftlichen in den erwerbswirtschaftlichen Sektor! In beiden Fällen wurde das bedarfswirtschaftliche Prinzip1 verlassen, ohne daß das erwerbswirtschaftli- che voll zur Geltung gebracht worden wäre.
Jakob Kandler

Die Privatisierung der Deutschen Bundesbahn - ein untauglicher Versuch?

Zusammenfassung
Mit der Reform der Deutschen Bundesbahn (im weiteren als Bundesbahn bezeichnet) wurden zum 1. Januar 1994 die bis dahin öffentlich-rechtlich organisierten Eisenbahnen des Bundes in die privatrechtlichen Gesellschaftsformen der Deutschen Bahn AG und ihrer Konzernunternehmen (im weiteren als Deutsche Bahn bezeichnet) überfuhrt. Euphorisch wurde in den Verkehrsnachrichten des Bundesministeriums für Verkehr vom Dezember 1993 verkündet: „Die Bahnreform - ein Jahrhundertwerk“ und „Weichenstellung für eine bessere Zukunft der Deutschen Eisenbahnen ist vollzogen.“ Selbst vom Börsengang wurde - noch in jüngster Zeit - geträumt.
Fritz Dengler

Investitionsrechnung in Non-Profit-Bereichen des Verkehrs

Zusammenfassung
Die Investitionsrechnung ist ihrem Wesen nach eine Systemänderungsrechnung1; sie soll zeigen, ob eine Änderung2 des vorhandenen Produktionssystems sich lohnen wird. Da bei den Non-Profit-Bereichen der Wirtschaft die Frage, ob sich eine Aktivität lohnt, per definitionem ausgeklammert ist, muß diskutiert werden, ob hier der gesamte Komplex der Investitionsrechnung zu einer nachrangigen Angelegenheit wird oder sogar völlig bedeutungslos ist. Im Verkehrssektor gehören zu den Non-Profit- Bereichen vor allem die Nahverkehrsdienste von Bahn, Post und Kommunalen Vekehrsbetrieben; hier müßten, damit die Leistungsangebote sich betrieblich lohnen würden, deren Preise im Schnitt auf das Doppelte bis Dreifache des heutigen Niveaus angehoben werden. Es war und ist eines der zentralen Anliegen von Karl Oettle, darauf hinzuweisen, daß in diesen Leistungsbereichen die Gewinnerzielung nicht das primäre Motiv sein kann, da hinter den Aufgaben der Straßenentlastung (in Ballungsgebieten) und der Sicherstellung verkehrlicher Mindestangebote (in der sogenannten Fläche) als Triebfeder nicht unternehmerische, sondern übergeordnete Gesichtspunkte stehen3. In Anbetracht des in diesen Bereichen geltenden Vorrangs der Aufgabenori- entierung vor der Rentabilitätsorientierung müßte die Frage, ob hier die Investitionsrechnung überhaupt brauchbar ist, eine Frage von generellem Interesse sein.
Peter Faller

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