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Normativity and Diversity in Family Law

Lessons from Comparative Law

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Im Hinblick auf das Familienrecht untersucht dieser Band Ansprüche, die auf kultureller Tradition, ethnischem Hintergrund, Bräuchen, religiöser Zugehörigkeit und sexueller Orientierung beruhen, sowie verschiedene andere "Ansprüche", die nicht offiziell im staatlichen Recht in 15 Gerichtsbarkeiten auf der ganzen Welt anerkannt sind. In den Länderberichten soll festgestellt werden, ob diese Ansprüche eine Herausforderung für das Familienrecht darstellen, wie es vom Staat konzipiert wurde, und wenn ja, wie diese Herausforderungen bewältigt werden. Der Schwerpunkt liegt auf der Wechselwirkung zwischen (i) Ansprüchen und Traditionen, die minderheiten- und diversitätsbezogene Fragen aufwerfen, und (ii) dem Staat als Adressat dieser Forderungen nach Unterkünften. Die Berichte benennen konkrete Fälle und Situationen, die sich als besonders schwierig zu lösen erwiesen haben (und in vielen Fällen immer noch erweisen). Sie zwingen die Entscheidungsträger zu einem heiklen Balanceakt zwischen unterschiedlichen, oft widersprüchlichen Interessen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Diverse Families: A Challenge to Family Law? A Comparative Exercise

    Nadjma Yassari, Marie-Claire Foblets
    Dieses Kapitel vertieft die komplexen Herausforderungen, die kulturelle und religiöse Vielfalt für das Familienrecht darstellen, und stützt sich dabei auf 14 Länderberichte. Sie untersucht, wie verschiedene Rechtssysteme damit umgehen, unterschiedlichen Familienstrukturen und -praktiken Rechnung zu tragen oder sie abzulehnen, und reflektiert die tief verwurzelten Werte und historischen Kontexte jeder Gesellschaft. Die Analyse umfasst gesetzgeberische und gerichtliche Reaktionen sowie die Reaktionen von Gemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Akteuren und bietet eine nuancierte Perspektive auf das dynamische Wechselspiel zwischen Recht und Multikulturalismus im Familienleben.
  3. Uniform Law in a Divided Society: A Closer Look at the Iraqi Personal Status Code

    Haider Ala Hamoudi
    Das Kapitel "Uniform Law in a Divided Society: A Closer Look at the Iraqi Personal Status Code" vertieft die Komplexität des irakischen Familienrechts und konzentriert sich auf die religiösen und kulturellen Trennlinien, die seine Entwicklung geprägt haben. Zunächst wird der historische Kontext skizziert, einschließlich der Kluft zwischen Sunniten und Schiiten und der umfassenderen Dynamik der "Reichen" und der "Habenichtse". Der Text untersucht die anfänglichen Versuche, ein einheitliches Familienrecht zu schaffen, und die Herausforderungen, die sich aus konfessionellen Unterschieden ergeben. Der Personenstandsgesetzbuch von 1959 wird detailliert untersucht, wobei seine progressiven Bestimmungen und die darauf folgenden Änderungen hervorgehoben werden, die darauf abzielten, das traditionelle islamische Recht mit säkularen Reformen in Einklang zu bringen. Das Kapitel diskutiert auch die Rolle der kurdischen Region bei der Gestaltung des Familienrechts und die anhaltenden Spannungen zwischen religiösen Konservativen und säkularen Progressiven. Überall bietet der Text Einblicke in die praktischen Anwendungen und Grenzen des Personenstandsgesetzes, was ihn zu einer wertvollen Ressource für diejenigen macht, die sich für die Schnittmenge von Recht, Kultur und Gesellschaft im Irak interessieren.
  4. Pakistan: Challenges and Prospects

    Shaheen Sardar Ali
    Das pakistanische Familienrecht ist ein komplexes Zusammenspiel kultureller Traditionen, kolonialer Hinterlassenschaften und religiöser Überzeugungen. Dieses Kapitel untersucht, wie Behauptungen, die auf diesen Faktoren beruhen, berücksichtigt werden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Ahmadiyyyya- und Transgender-Gemeinschaften liegt. Es untersucht die historische Entwicklung des Familienrechts, den Einfluss der Kolonialpolitik und den aktuellen rechtlichen Rahmen, der Familienangelegenheiten regelt. Das Kapitel beleuchtet auch die Rolle der Justiz bei der Auslegung und Anwendung des Familienrechts sowie die Herausforderungen, die von der vielfältigen religiösen und kulturellen Landschaft Pakistans ausgehen. Durch die Einarbeitung in spezifische Fallstudien und rechtliche Entwicklungen vermittelt der Text ein differenziertes Verständnis des facettenreichen Charakters des Familienrechts in Pakistan und seiner Auswirkungen auf verschiedene Gemeinschaften.
  5. Quelle place pour la diversité en droit tunisien du statut personnel ?

    Asma Alouane
    Dieses Kapitel untersucht die Transformation des tunesischen Familienrechts von einem pluralistischen System zu einem einheitlichen Code du statut personal (CSP) im Jahr 1956. Er diskutiert den historischen Kontext des Rechtspluralismus unter Kolonialherrschaft, die Reformen nach der Unabhängigkeit, die darauf abzielen, eine nationale Identität zu schaffen, und die Herausforderungen, religiöse Vielfalt mit rechtlicher Vereinigung in Einklang zu bringen. Der Text hebt die symbolischen Maßnahmen des CSP hervor, wie die Abschaffung der Polygamie und die Einführung eines monogamen, egalitären Ehemodells. Es untersucht auch die aktuellen Debatten und Rechtsprechung rund um die Auslegung des CSP, insbesondere die Spannungen zwischen islamischen und säkularen Interpretationen. Das Kapitel schließt mit der Diskussion der zukünftigen Aussichten für Rechtsreformen und der Anerkennung unterschiedlicher Familienmodelle in Tunesien.
  6. United Arab Emirates: Temporary Multiculturalism, but Permanent Legal Pluralism?

    Lena-Maria Möller
    Das Kapitel befasst sich mit der multikulturellen Gesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, die von historischer Migration und der Entdeckung natürlicher Ressourcen geprägt ist. Er diskutiert den vorübergehenden Charakter der Arbeitsmigration und die daraus resultierenden demografischen Veränderungen, einschließlich des Einflusses nicht-arabischer Wanderarbeiter. Der Text untersucht auch das Rechtssystem des Landes und betont die Koexistenz von islamischem Recht und Zivilrecht sowie die Herausforderungen, die der Multikulturalismus im nationalen Familienrecht und im internationalen Privatrecht darstellt. Insbesondere werden der rechtliche Status interreligiöser und binationaler Ehen, die Herausforderungen für religiös gemischte Familien und die jüngsten Gesetzesänderungen untersucht, die darauf abzielen, den unterschiedlichen Bedürfnissen der im Ausland lebenden Gemeinschaft Rechnung zu tragen. Das Kapitel schließt mit der Betonung der anhaltenden Spannung zwischen dem vorübergehenden Charakter der Einwanderung und dem permanenten rechtlichen Pluralismus, der die Vereinigten Arabischen Emirate charakterisiert.
  7. Bottom-Up Action and Hesitant Steps Towards Accommodating Multicultural Claims in Japanese Family Law

    Maia Roots
    Das Kapitel "Bottom-Up Action and Zögerliche Schritte zur Berücksichtigung multikultureller Ansprüche im japanischen Familienrecht" untersucht die sich verändernde Familiendynamik in Japan und den Widerstand des Familienrechts, sich diesen Veränderungen anzupassen. Darin wird der Mangel an rechtlicher Anerkennung nichtehelicher Lebensgemeinschaften und der begrenzte Schutz diskutiert, der gleichgeschlechtlichen Paaren und Transsexuellen angeboten wird. Der Text unterstreicht die Rolle der Gerichte bei der Anerkennung unterschiedlicher Familienformen und die Initiativen lokaler Regierungen bei der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Außerdem werden die Herausforderungen untersucht, vor denen multinationale Familien, insbesondere japanisch-philippinische Kinder, stehen, wenn es darum geht, ihre gesetzlichen Rechte geltend zu machen. Das Kapitel schließt mit der Betonung der passiven Reaktion des Staates auf multikulturelle Forderungen und der Notwendigkeit weiterer Rechtsreformen.
  8. South Africa’s Family Laws: A Potpourri of Some Sort?

    Christa Rautenbach
    Südafrikas Familiengesetze sind eine Mischung aus staatlichen und nichtstaatlichen Systemen, die das vielfältige kulturelle Erbe des Landes widerspiegelt. Das Common Law, das Gewohnheitsrecht und die religiösen Gesetze existieren nebeneinander, jedes mit seinen eigenen Regeln und Praktiken. Die Verfassung spielt eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Vielfalt und der Förderung von Gleichheit und Menschenrechten. Das Kapitel geht den Herausforderungen bei der Bewältigung dieses rechtlichen Potpourris nach, insbesondere im Zusammenhang mit dem Eherecht, und diskutiert die Notwendigkeit eines einheitlicheren Kodex, um diesen Komplexitäten wirksam zu begegnen.
  9. Hidden but Significant Problems of Pluralism in the Family Law of the Czech Republic

    Helena Hofmannová, Karel Řepa
    Das Kapitel befasst sich mit der Verwaltung des Pluralismus im tschechischen Familienrecht, wobei der Schwerpunkt auf dem Verfassungsrahmen und seinen praktischen Implikationen liegt. Er diskutiert die Spannungen zwischen Rechtsnormen und gesellschaftlicher Vielfalt, insbesondere im Zusammenhang mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen und der Behandlung von Roma-Familien. Die Analyse hebt die Herausforderungen hervor, vor denen diese Gruppen stehen, wie die Beschränkung der gleichgeschlechtlichen Ehe und die unverhältnismäßige Unterbringung von Roma-Kindern in Heimen. Der Text untersucht auch die Rolle des Verfassungsgerichts bei der Förderung liberalerer Auslegungen des Familienrechts und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Forschung in diesem sich entwickelnden Bereich.
  10. Hungary: The Concept of Family Within the Framework of “Illiberal Democracy”

    Lídia Balogh, András L. Pap, Emese Pásztor
    Das Kapitel vertieft sich in die komplizierte Dynamik des Familienrechts und der Familienpolitik in Ungarn und konzentriert sich dabei insbesondere auf das Spannungsverhältnis zwischen konservativen Familienwerten und den vielfältigen Realitäten der Familienstrukturen. Es beginnt mit einem Überblick über Ungarns Rechtssystem und sozio-politischen Rahmen und betont die ethnische Zusammensetzung und den Einfluss der österreichisch-ungarischen Rechtstradition. Der Text untersucht dann das Konzept der Familie, wie es in der Verfassung von 2011 definiert ist, die konservative Werte und den Schutz traditioneller Familien betont. Sie unterstreicht die Diskrepanz zwischen diesen verfassungsmäßigen Werten und der tatsächlichen Vielfalt der Familienstrukturen in Ungarn, einschließlich der Verbreitung von Alleinerziehenden, Gewohnheitsheiraten und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Das Kapitel behandelt auch die Auswirkungen des politischen Übergangs von 2010 auf das Familienrecht und die darauf folgenden Gesetzesänderungen, einschließlich des Gesetzes zum Schutz von Familien. Ferner werden die Herausforderungen untersucht, vor denen unterschiedliche Familienstrukturen in Ungarn stehen, wie etwa die fehlende rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Schwierigkeiten, mit denen Alleinerziehende und Ehepaare konfrontiert sind. Der Text schließt mit der Diskussion des Potenzials der Diskriminierung nicht traditioneller Familien und der Notwendigkeit eines integrativeren Ansatzes in Bezug auf Familienrecht und Familienpolitik in Ungarn.
  11. The Treatment of Diversity in Family Law in Belgium: Between Acknowledgment and Indifference

    Jinske Verhellen, Patrick Wautelet
    Das Kapitel vertieft sich in die historische und zeitgenössische Behandlung der Vielfalt im belgischen Familienrecht, die in christlichen Prinzipien wurzelt und zunächst die Vielfalt missachtet. Er untersucht die Entwicklung des Rechtssystems zur Berücksichtigung gleichgeschlechtlicher Ehen und die Herausforderungen bei der Bewältigung interkultureller Ansprüche und beleuchtet die divergierenden Ansätze und die Rolle der Gerichte bei der Bewältigung dieser komplexen Probleme. Der Text untersucht auch spezifische Fälle, die polygame Ehen, religiöse Ehen und Kinderehen betreffen, und zeigt die Feinheiten und Formalitäten, die mit der rechtlichen Entscheidungsfindung einhergehen. Er schließt mit der Betonung der Notwendigkeit weiterer Forschung, um den Umgang mit Diversitätsansprüchen im belgischen Rechtssystem vollständig zu verstehen.
  12. Between Openness and Restriction: German Family Law and Multicultural Challenges

    Anatol Dutta
    Das Kapitel "Zwischen Offenheit und Beschränkung: Deutsches Familienrecht und multikulturelle Herausforderungen" geht den historischen und zeitgenössischen Kämpfen des deutschen Familienrechts um die Berücksichtigung kultureller Vielfalt nach. Es beginnt damit, dass die Wurzeln des einheitlichen deutschen Familienrechts bis ins späte 19. Jahrhundert zurückreichen und den anfänglichen Konflikt zwischen Staat und Kirche beleuchten. Der Text geht dann in die Moderne über und diskutiert die Herausforderungen der internationalen Migration und die daraus resultierende kulturelle Vielfalt. Zu den Schlüsselthemen zählen die Entwicklung von Ehe- und Partnerschaftssystemen, die Integration ausländischer kultureller Praktiken wie der islamischen Mitgift (mahr) und die rechtlichen Reaktionen auf Themen wie Kinderehen und Beschneidung. Das Kapitel untersucht auch die Rolle des internationalen Privatrechts bei der Bewältigung dieser multikulturellen Herausforderungen und betont das Spannungsverhältnis zwischen kultureller Toleranz und staatlicher Kontrolle. Im gesamten Text wird detailliert analysiert, wie sich das deutsche Familienrecht an die Komplexität einer multikulturellen Gesellschaft angepasst hat und weiter anpasst.
  13. Love, Law, Limits and Loopholes: How Diversity Challenges Austrian Family Law

    Agnes Balthasar-Wach, Maximilian Engel
    Das Kapitel vertieft das komplizierte Wechselspiel zwischen Diversität und österreichischem Familienrecht und konzentriert sich auf rechtliche Herausforderungen und Weiterentwicklungen. Es beginnt mit einem Überblick über den rechtlichen Rahmen Österreichs und betont die Bedeutung des Verfassungsgerichts und den Einfluss des EU-Rechts. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung der Gesetze über Ehe und eingetragene Partnerschaft, insbesondere auf dem Grundsatzurteil des Verfassungsgerichts, das die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet hat. Das Kapitel untersucht auch die gesellschaftlichen Reaktionen und legislativen Reaktionen auf diese Entscheidung, einschließlich der Debatte darüber, ob die eingetragene Partnerschaft beibehalten oder reformiert werden soll. Darüber hinaus berührt er das internationale Heiratsrecht, die Kinderheirat und die rechtlichen Bestimmungen für Eltern-Kind-Beziehungen, Adoption und künstliche Fortpflanzung. Das Kapitel beleuchtet durchgehend die Rolle des Verfassungsgerichts und den breiteren gesellschaftlichen Kontext bei der Gestaltung des Familienrechts in Österreich.
  14. Balancing Cultural Claims and Universal Rights in Finnish Family Law

    Sanna Mustasaari
    Dieses Kapitel vertieft sich in das komplizierte Zusammenspiel zwischen kulturellen und religiösen Ansprüchen und dem finnischen Familienrecht und konzentriert sich auf Ehe, Scheidung und die Rechte des Kindes. Sie untersucht die rechtliche Anerkennung religiöser Ehen, insbesondere islamischer, und die Herausforderungen, die von minderjährigen Ehen und Stellvertreterehen ausgehen. Das Kapitel untersucht auch den Umgang mit kultureller Vielfalt in Scheidungspraktiken, einschließlich der Beilegung religiöser Streitigkeiten und der Anerkennung ausländischer Scheidungen. Darüber hinaus befasst sie sich mit der Komplexität des Gleichgewichts zwischen den Rechten des Kindes und seiner kulturellen und religiösen Identität in Bereichen wie Kinderfürsorge, Gesundheitsfürsorge und der Anerkennung ausländischer Adoptionen. Im gesamten Kapitel werden die Bemühungen des finnischen Staates hervorgehoben, die Vielfalt zu verwalten und gleichzeitig Rechtsgrundsätze und das Wohl des Kindes zu wahren.
  15. Managing Religious Law in a Secular State: The Case of the Muslims of Western Thrace

    Vassiliki Koumpli
    Das Kapitel vertieft sich in die komplexe Rechtslandschaft Griechenlands, wo islamisches Recht direkt auf die muslimische Minderheit in Westthrakien angewendet wird. Sie zeichnet den historischen Hintergrund dieses einzigartigen Regimes vom Osmanischen Reich bis heute nach und untersucht die Auswirkungen des Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Molla Sali gegen Griechenland. Die Analyse hebt die Herausforderungen hervor, die mit der Ausgewogenheit zwischen Religionsfreiheit, Menschenrechten und Rechtssicherheit in einem säkularen Staat verbunden sind. Das Kapitel vergleicht das griechische System auch mit anderen Rechtssystemen und betont seine Besonderheit und die anhaltende Debatte über seine Zukunft.
  16. How Does Turkish Family Law Cope with Different Ways of Living?

    Ceyda Süral Efeçınar, Ekin Ömeroǧlu
    Dieses Kapitel vertieft die komplizierte Beziehung zwischen dem türkischen Familienrecht und den vielfältigen Familienstrukturen und religiösen Praktiken innerhalb des Landes. Sie beginnt mit der Betonung der verfassungsmäßigen Prinzipien der Gleichheit und des Säkularismus, die die Grundlage des türkischen Familienrechts bilden. Der Text untersucht dann die Herausforderungen religiöser Ehen, insbesondere der von Imamen, und die rechtlichen Folgen für die Ehepartner. Sie hebt die jüngste Änderung hervor, die Muftis die Durchführung ziviler Ehen gestattet, ein Schritt, der eine Debatte über die säkulare Natur des Staates ausgelöst hat. Darüber hinaus diskutiert das Kapitel das umstrittene Thema des Religionsunterrichts in Schulen, wobei der Schwerpunkt auf den Rechten der Eltern liegt, die religiöse Erziehung ihrer Kinder selbst zu bestimmen, und auf den Rechtsstreitigkeiten rund um den obligatorischen Religions- und Ethikkurs. Das Kapitel bietet Einblicke in das komplexe Zusammenspiel zwischen Recht, Religion und kultureller Praxis in der Türkei und ist daher eine fesselnde Lektüre für diejenigen, die sich für die rechtliche und soziale Dynamik des Landes interessieren.
  17. Backmatter

Titel
Normativity and Diversity in Family Law
Herausgegeben von
Nadjma Yassari
Marie-Claire Foblets
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-030-83106-6
Print ISBN
978-3-030-83105-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-030-83106-6

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    Bildnachweise
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