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Über dieses Buch

Unmittelbar nach der Bestellung des unter der Leitung von Generaldirektor a.D. em. Univ.-Prof. Baurat h.c. DDDr. Dipl.-Ing. Ludwig MUSIL stehenden "Beirats für sinnvolle Energieanwendung" durch den Herrn Bundesminister für Handel, Gewerbe und Industrie im Jahre 1974 wurde ein Arbeitskreis für Fra­ gen der Energieeinsparung im Straßenverkehr gebildet, dessen Leitung Herr Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. sc. techno Hans Pet er LENZ, Vorstand des Instituts für Verbrennungskraftmaschinen und Kraftfahrwesen an der Technischen Uni­ versität Wien, übernommen hat. Um die zahlreichen, von verschiedenen Seiten vorgebrachten Anregungen zur Verringerung des Energieaufwands beim Individualverkehr in systematischer Weise zu ordnen, hat Univ.-Prof. Dr. LENZ vorgeschlagen, diese Anregungen nach dem Verhältnis zu klassifizieren, in welchem der für eine bestimmte Ein­ sparung erforderliche Aufwand zu dem hiedurch erzielten Nutzen, d.h. dem Einsparungseffekt, steht. Da dies als ein so selbstverständlicher und naheliegen­ der Gedanke erschienen war, war auch Univ.-Prof. Dr. LENZ der Meinung, daß er wohl anderswo bereits durchgeführt worden sei. Eine zunächst an ihn in Auftrag gegebene weitgesteckte internationale Litera­ turrecherche hat jedoch ergeben, daß wohl einzelne Untersuchungen in dieser Richtung durchgeführt worden sind, daß aber eine umfassende, systematische Arbeit zwar vielfach als erforderlich und nützlich angesehen würde, die bisher jedoch nirgends ausgeführt worden ist. Dieses Ergebnis hat dann Anlaß zu einem weiteren Auftrag an Univ.-Prof. Dr. LENZ gegeben, bei dem alle relevanten Einsparungsmöglichkeiten und Anreize zur Einsparung im Straßenverkehr methodisch und kritisch zusammengestellt und nach einheitlichen Gesichtspunkten einer Kosten-Nutzen-Analyse unter­ zogen wurden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Die begrenzten Energievorräte der Welt, die zunehmende Knappheit der Weltrohölreserven, die Abhängigkeit Österreichs von den Erdölförderländern und die Belastung der österreichischen Handelsbilanz durch Erdölimporte weckten nach der „Energiekrise“ des Winters zur Jahreswende 1973/74 ein neues Energie Bewußtsein. Ein Energiesparbeirat wurde vom Bundesministerium für Handel Gewerbe und Industrie im Oktober des Jahres 1974 ins Leben gerufen. Unter dem Leitmotiv „Energiesparen“ wurden in vier Arbeitsgruppen (Hauswirtschaft, wärmeintensive Industrie, Verkehr und Kraft — Wärme — Kupplung im Bereich der öffentlichen Energieversorgung) Möglichkeiten zur Erzielung eines sinnvollen Energieeinsatzes erarbeitet [289].

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

2. Literaturrecherche

Die Literaturrecherche hatte die Ermittlung von grundlegenden Informationen über das Energiesparen im Straßenverkehr zum Zweck. In- und ausländische Institutionen sind kontaktiert und themenspezifische Literatur ist gesichtet worden.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

3. Energieverbrauch im Bereich des Individualverkehrs in Österreich

Der Energieverbrauch in Österreich steigt stetig. Die dem Verbraucher zugeführte Energie betrug im Jahre 1976 28,23.106t SKE*; das entspricht einer Verdoppelung gegenüber dem Jahre 1960.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

4. Einflüsse auf den Kraftstoffverbrauch im Strassenverkehr und Aktionen der Öffentlichen Hand zur Reduzierung Dieses Kraftstoffverbrauches

Bevor auf die Einflüsse auf den Kraftstoffverbrauch der Einzel-PKW eingegangen wird, sollen die wesentlichen Merkmale von drei Verfahren zur Ermittlung des Kraftstoffverbrauches von PKW kurz erläutert werden. Alle drei Verfahren haben die Ermittlung von reproduzierbaren und vergleichbaren Werten zum Zweck.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

5. Nutzen-Kosten-Untersuchung

Ziel einer Nutzen-Kosten-Untersuchung im Rahmen der vorliegenden Studie ist es, mögliche Maßnahmen zur Energieeinsparung im Straßenverkehr zu beurteilen und eine Reihung im Hinblick auf die Priorität der Einführung zu treffen.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

6. Bewertung der Energiesparmassnahmen

Grundsätzlich sind Energieeinsparungen im Straßenverkehr auf zwei Arten zu erreichen: — Wegen des im Kapitel 4.3.4. beschriebenen engen Zusammenhanges zwischen der im Stadtverkehr erreichbaren Durchschnittsgeschwindigkeit und dem Treibstoffverbrauch ist jede Verkehrsverflüssigung auch gleichzeitig eine Maßnahme zur Energieeinsparung.— Gelingt es, Verkehrsaufkommen derart zu verlagern, daß der Energieaufwand je netto transportierter Einheit (Person oder Gewichtseinheit im Güterverkehr) geringer ist, kann durch solche Verkehrsverlagerung ebenfalls Energie gespart werden.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

7. Gegenüberstellung und Vergleich der Energiesparmassnahmen

Die Nutzen-Kosten-Verhältnisse der im Kapitel 6 untersuchten Maßnahmen sind mit deren Streuband im Bild 51 im logarithmischen Maßstab dargestellt. Der zugrundegelegte Zeitraum beträgt 20 Jahre.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

8. Empfehlungen für Aktionen der Öffentlichen Hand zur Erzielung Eines Geringeren Kraftstoffverbrauches im Strassenverkehr, Insbesondere im Individualverkehr, in Österreich

Der Energiebedarf in Österreich wird etwa zur Hälfte durch Erdölprodukte gedeckt. Der Straßenverkehr ist mit einem Anteil von etwa einem Drittel des Gesamtverbrauches an Erdölprodukten einer der wichtigsten Erdölverbraucher in Österreich und ist zur Gänze von einer Versorgung mit Erdöl abhängig. Die Tatsache, daß 84 % des Bedarfes an Rohöl und Erdölprodukten importiert werden müssen, zeigt die sehr große Abhängigkeit des österreichischen Straßenverkehrs von den exportierenden Erdölförderländern. Die Gesamtaufwendungen für Importe werden zu 12 % durch die Importe an Energie verursacht, hiervon werden zwei Drittel zur Deckung der Importe von Rohöl und Erdölprodukten in Anspruch genommen.

Ingela Bruner-Newton, Hans Peter Lenz

Backmatter

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