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Über dieses Buch

„Haben wir bekommen, was wir bestellt haben?“ –eine selbstverständliche Frage bei einer Warenlieferung oder einem Restaurantbesuch. Was in anderen Lebensbereichen normal ist, nämlich die Güte und Qualität eines Produkts zu fordern, wird bei großen Immobilienprojekten erstaunlich lässig gehandhabt. Zwar wird die Fläche eines Gebäudes zu Projektbeginn festgelegt und akribisch verfolgt; die eigentliche Funktionalität, Qualität und damit die Leistungsfähigkeit eines Gebäudes wird aber häufig unzureichend beschrieben. Unternehmen ziehen dann in Gebäude ein, die zwar gut aussehen, aber nicht zu ihnen – und dem was sie tun - passen. Bedarfsplanung wird allzu oft lediglich mit der Erstellung einer Raum- und Flächenliste verwechselt. Dabei ist diese frühe Phase entscheidend für die Prozess- und Produktqualität und letztendlich für die Nachhaltigkeit des Gebäudes. Sie bietet Optimierungs- und Einsparmöglichkeiten wie sonst keine der nachfolgenden Planungsphasen. Das Buch Nutzerorientierte Bedarfsplanung richtet sich an Bauherren, Nutzer, Planer, Facility Manager und Projektverantwortliche, die mit dem Erstellen einer Bedarfsplanung befasst sind. Ihnen wird Theorie- und Praxiswissen an die Hand gegeben, um nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Projektes umfassend und belastbar zu definieren und so sicherzustellen, dass sie bekommen, was sie bestellt haben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Herausforderung

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Geradezu inflationär hat sich dieses Wort in den letzten Jahren verbreitet. Es gibt kaum einen Bereich oder einen Begriff, der nicht mit dem Attribut ‚nachhaltig‘ auf sich aufmerksam macht. Doch vielfach hat man den Eindruck, dass ‚nachhaltig‘ nur als modische Worthülse verwendet wird, ohne rechte Bedeutung. Umfrageergebnisse, bei denen gerade mal jeder zehnte Deutsche den Begriff erläutern kann, bestätigen den Eindruck. Nun soll es also in diesem Buch um ‚nachhaltige Gebäude‘ gehen, genauer um die Nutzerorientierte Bedarfsplanung, die die Prozessqualität für nachhaltige Gebäude wesentlich mit beeinflusst. Wenn es also nicht um die modische Verwendung eines viel strapazierten Begriffs geht – was steckt hinter diesem Titel?
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

2. Das Konzept

Die maßgeblichen Begriffe zur Bedarfsplanung wurden in Deutschland im April 1996 mit Erscheinen der DIN 18205 ‚Bedarfsplanung im Bauwesen‘ eingeführt. Dort finden sich die Definitonen zu den Begriffen ‚Bedarfsplanung‘, ‚Bedarfsplan‘ und ‚Bedarfsplaner‘.
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

3. Die Vorgehensweise

Die Nutzerorientierte Bedarfsplanung hat als Methode eine klare Struktur. Sie gliedert sich zunächst in fünf Phasen (s. Abb. 55), wobei jeder Phase bestimmte Aktivitäten zugeordnet sind. Darüber hinaus ist die Methode durch sieben spezifische Arbeitsschritte gekennzeichnet, die sich durch die Einbeziehung des Bauherrn und der Gebäudenutzer besonders hervorheben. Schließlich sind den Phasen und Arbeitsschritten noch zahlreiche konkrete Arbeitsmittel zugeordnet, die bei der Anwendung der Methode hilfreich sind. Diese klare Struktur ermöglicht einen zügigen Beginn der Bedarfsplanung und ein effizientes Vorgehen. Die Gefahr, wichtige Aspekte zu übersehen, wird minimiert.
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

4. Die Arbeitsschritte

Zur Umsetzung der strukturierten Vorgehensweise mit ihren Phasen und Aktivitäten bietet die Methode aufeinanderfolgende Arbeitsschritte und verschiedene Arbeitsmittel an, die sich über die Jahre entwickelt und in der Praxis bewährt haben.
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

5. Die Arbeitsmittel

Bei der Anwendung sind nicht nur die beschriebenen Arbeitsschritte relevant, sondern darüber hinaus verschiedene spezifische Arbeitsmittel, die den Beteiligten ein effizientes Arbeiten und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis ermöglichen.
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

6. Die Praxisbeispiele

Wie sieht Nutzerorientierte Bedarfsplanung in der Praxis aus? In den vorhergehenden Kapiteln sind Ursprung und Hintergrund der Methode beschrieben worden, ebenso wie die Vorgehensweise in fünf aufeinanderfolgenden Phasen, die Arbeitsschritte und die einzelnen Arbeitsmittel. Obwohl die Vorgehensweise auf Praxiserfahrung basiert und im Laufe der Jahre an realen Projekten kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt wurde, stellt sie doch lediglich einen Idealablauf dar. Dieser wird in den seltensten Fällen in allen Details eins zu eins auf durchzuführende Projekte übertragen werden können.
Martin Hodulak, Ulrich Schramm

Backmatter

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