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Über dieses Buch

Software muss nicht nur technische Definitionen, Standards und Normen erfüllen, sondern von ihren Benutzern auch entsprechend wahrgenommen werden. Nutzer und Käufer erwarten eine bestimmte Leistung, die zu den eigenen Zielen passen muss und es ist Aufgabe der Softwareentwickler, diese Leistung zu liefern.Da es hierbei nie eine vollständige Passung geben kann, entsteht ein Kommunikationsproblem – ein Kommunikationsproblem zwischen Menschen, das noch zu selten ernstgenommen wird. Über bekannte Ansätze hinausgehend zeigt das Buch anhand vieler praxisnaher Beispiele ein Verfahren, mit dem Sie Kommunikationsprobleme während der Entwicklung von Software aufdecken und bearbeiten und mit dem Sie auch nach der Veröffentlichung Ihrer Software Möglichkeiten der Optimierung identifizieren können.Zusätzliche Fragen per App: Laden Sie die Springer Nature Flashcards-App kostenlos herunter und nutzen Sie exklusives Zusatzmaterial, um an weiteren Beispielen zu üben und Ihr Wissen zu prüfen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Grundlagen – Warum es wichtig ist, Softwarenutzung zu beobachten

Frontmatter

1. Einleitung: Was Software-Qualität mit menschlicher Kommunikation zu tun hat

Zusammenfassung
Dieses Kapitel führt Grundannahmen des Buches ein, die später vertieft werden. Es geht um die Rolle von Software als Werkzeug; um die Leistung von Software für ihre Nutzerinnen; um die Situationsabhängigkeit dieser Leistung; um Möglichkeiten, trotz dieser Situationsabhängigkeit begründete Annahmen über die Leistungsfähigkeit eines Produkts zu treffen; um transparente (einsehbare) Software; sowie um die Bedeutung menschlicher Kommunikation, die allem zugrunde liegt.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, kennen Sie die Perspektive von Buch und Autor auf Probleme der Software-Entwicklung im Allgemeinen und des Programmierens im Speziellen. Sie wissen, was Sie im Rest von Teil I des Buches erwartet und wozu die Verfahren nützlich sind, die in Teil II erläutert werden.
Mario Donick

2. Kommunikation bei der Softwareentwicklung

Zusammenfassung
Dieses Kapitel gibt Ihnen eine Einführung in einige bekannte Modelle und Konzepte menschlicher Kommunikation. Dabei diskutieren wir zunächst zwei Beispiele aus den Medien, die verdeutlichen, dass Kommunikation zunehmend eine Rolle bei der Softwareentwicklung spielt (speziell geht es dabei um Extreme Programming und agile Entwicklungsmethoden). Wir schauen uns dann ausgewählte Kommunikationsmodelle an (u. a. nach Roman Jakobson und Friedemann Schulz von Thun) und lernen eine systemtheoretische Sicht auf Kommunikation (nach Dirk Baecker) kennen. Abschließend erhalten Sie eine Übersicht, die die Relevanz von Jakobsons, Schulz von Thuns und Baeckers Konzepten für die Softwareentwicklung und -nutzung noch einmal zusammenfasst.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, haben Sie ein Bewusstsein dafür, dass Kommunikation oft als unhinterfragte Voraussetzung angesehen wird – ihre Wichtigkeit wird auch in technischen Disziplinen betont, aber was das eigentlich heißt, wird nur begrenzt reflektiert. Nach diesem Kapitel wissen Sie, welche Faktoren für erfolgreiche menschliche Kommunikation nötig sind und welche Relevanz diese Faktoren auch für die Entwicklung und Nutzung von Software haben. Sie wissen, dass Kommunikation nicht einfach bloß die Übertragung von Daten oder Botschaften von A nach B ist, sondern dass die besondere Herausforderung erfolgreicher Kommunikation in der richtigen Interpretation der Übertragungen liegt.
Mario Donick

3. Über die Beziehung von Nutzer∗in, Software und Nutzungssituation

Zusammenfassung
Dieses Kapitel diskutiert die Beziehung von Nutzerinnen, Software und Nutzungssituationen vor dem Hintergrund von Relevanz als Entwicklungsziel. Sie erfahren, dass sowohl die Leistung von Software als auch die kommunikativen Ausdrücke, die Software während der Nutzung produziert (also die Benutzeroberfläche, Meldungen, usw.), relevant für die Nutzerinnen und die Situation sein müssen. Da sich aber Leistung erst in der Nutzungssituation zeigt, ist es eine besondere Herausforderung, Relevanz zu fördern.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, wissen Sie, was Relevanz als wichtiges Merkmal erfolgreicher Kommunikation bedeutet. Sie haben ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Relevanz für Endnutzerinnen anders sein kann als für Entwicklerinnen oder als für Ihre direkten Kontaktpersonen Ihrer Auftraggeberinnen. Für weitere Analysen kennen Sie schon jetzt drei Grundformen, mit deren Hilfe Sie Relevanzprozesse der Softwarenutzung in Beobachtungen erkennen können.
Mario Donick

Anwendung – Wie wir Softwarenutzung beobachten können

Frontmatter

4. Softwarenutzung strukturiert beobachten

Zusammenfassung
Wenn Sie wissen wollen, wie gut eine bestimmte Software in Nutzungssituationen funktioniert, kommen Sie nicht umhin, Nutzungssituationen zu beobachten. Dies ergibt sich aus allem, was Sie in diesem Buch bisher gelernt haben. In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie solche Beobachtungen strukturiert und möglichst effizient umsetzen können – vom Finden der Fragestellung über die Akquise von Proband∗innen, die Organisation der Beobachtungssituation bis hin zu ethischen Überlegungen.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, wissen Sie, wie Sie solche Beobachtungen planen, organisieren und praktisch umsetzen. Sie wissen, welche Fragestellungen für Ihre Beobachtungen denkbar sind und welche Beobachtungsdaten dafür sinnvoll sind zu sammeln. Sie lernen, wie Sie die nötigen Daten sammeln und was dabei zu beachten ist.
Mario Donick

5. Strukturelle Analyse der Beobachtungsdaten

Zusammenfassung
Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie die erhobenen Beobachtungsdaten auswerten können. Dabei steht zunächst die Struktur der Daten im Fokus. Sie lernen drei Perspektiven kennen, unter denen Sie diese Strukturen analysieren können: hinsichtlich der Themenprogression, hinsichtlich des thematischen Zusammenhangs (Kohärenz) und hinsichtlich Spuren, die auf strukturelle Kopplungen (vgl. Kap. 2 und 3) hinweisen.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, wissen Sie, wie Sie Beobachtungsdaten in eine für Analysen geeignete Form bringen, und können drei Verfahren anwenden, mit denen Sie die wesentlichen Eigenschaften der Beobachtungen herausarbeiten können. Dadurch haben Sie die Grundlage, um die analysierten Daten im letzten Schritt hinsichtlich Ihrer Fragestellungen (vgl. Kap. 4) interpretieren zu können (vgl. Kap. 6).
Mario Donick

6. Analyseergebnisse interpretieren: Software als Medium und Schnittstelle, Quality of Interaction und Gestaltungsnormen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie die Ergebnisse der strukturellen Analyse interpretieren können, das heißt den Sinngehalt erkennen können, den die Nutzung einer Software in der Situation für die beteiligten Nutzerinnen hat. Dabei schauen wir uns zunächst zwei Möglichkeiten der Interpretation im engeren Sinne an, bevor wir auf Bezugspunkte zu Qualitätsbegriffen und Normen zu sprechen kommen.
Wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben, erkennen Sie die Medialität von Software in der Situation, wie Software also zu Selektionen motiviert. Sie können beurteilen, ob Software für eine Nutzungssituation geeignete Schnittstelle zur Lösung von Aufgaben ist. Daneben können Sie die Quality of Interaction (QoI) einer Situation ermitteln, um eine relative Vergleichbarkeit von Ergebnissen zu ermöglichen, und Sie wissen, welche Bezugspunkte es in den Analyseergebnissen zu den Grundsätzen der Dialoggestaltung der Norm DIN EN ISO 9241-110 gibt.
Mario Donick

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