Skip to main content
main-content

15.05.2019 | Nutzfahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Forscher sehen nach Tests große Potenziale bei Lkw-Platooning

Autor:
Patrick Schäfer

Das Logistikunternehmen DB Schenker hat das Lkw-Platooning über mehrere Monate im realen Straßenverkehr erprobt. Im Test funktionierten die Systeme zuverlässig und boten Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch.

Sieben Monate lang fuhren zwei digital gekoppelte Lkw im Rahmen des Forschungsprojekts "Eddi" auf der Autobahn 9 zwischen Niederlassungen des Logistikunternehmens DB Schenker in Nürnberg und München. Nach 35.000 absolvierten Testkilometern ziehen die Projektpartner DB Schenker, MAN Truck & Bus und die Hochschule Fresenius ein positives Fazit. "Mit Platooning können wir noch verlässlichere und effizientere Transporte bieten", sagt etwa Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik der Deutschen Bahn AG.

Bei der funktionalen Sicherheit konnten die verbauten technischen Fahrassistenz- und Steuersystemen überzeugen. Im Schnitt musste nur einmal auf 2.000 Kilometern vom Fahrer aktiv eingegriffen werden. "Platooning ist daher für uns ein wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg zur Automatisierung", sagt Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands von MAN Truck & Bus SE. Im Pilotbetrieb fuhren die Lkw mit einem Abstand zwischen 15 und 21 Metern. Dadurch sank der Treibstoffverbrauch um drei bis vier Prozent. Der Wert liegt allerdings deutlich unter den erhofften zehn Prozent Spritersparnis.

Die Partner sind davon überzeugt, dass das Lkw-Platooning durch Weiterentwicklungen noch weiter verbessert werden kann. Dadurch seien auch neue digitale Geschäftsmodelle in der Logistik denkbar.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

Das könnte Sie auch interessieren

Premium Partner

    Bildnachweise