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23.09.2016 | Nutzfahrzeuge | Nachricht | Onlineartikel

Mercedes-Benz Trucks und Krone präsentieren effizienten Sattelzug

Autor:
Christiane Köllner

Efficiency Run 2016: Mercedes-Benz Trucks, Krone und Partner haben eine Truck-Trailer-Kombination erprobt. Das Ergebnis: bis zu 20 Prozent weniger Kraftstoffverbrauch mit einem alltagstauglichen Gespann.

In weniger als zwölf Monaten haben Mercedes-Benz Trucks und der Trailer-Hersteller Krone das Konzept vom "integrierten Ansatz" zur Reduktion von Kohlendioxid bei einer Truck-Trailer-Kombination umgesetzt. Erprobt wurde die Kombination in der Praxis in einem dreimonatigen "Efficiency Run" bei Transportunternehmen.

Der auf der IAA 2016 vorgestellte Mercedes-Benz Actros mit Effizienzpaket und neuester Generation des Reihensechszylinder-Motors OM 471, dem vorausschauenden Tempomaten Predictive Powertrain Control sowie A-Label Leichtlaufreifen verspricht in Kombination mit dem neuen Krone-Trailer Profi Liner Efficiency eine Kraftstoff- und CO2-Reduzierung von bis zu 20 Prozent gegenüber bisherigen Kombinationen, gibt Daimler bekannt. Basis dieses Vergleichs sei ein Standardsattelzug von 2014. Bereits im vergangenen Jahr, als Mercedes-Benz Lkw gemeinsam mit Partnern den ersten Efficiency Run startete, konnten im Ergebnis bis zu 14 Prozent Kraftstoff im Vergleich zu einem Standardsattelzug eingespart werden.

"Mit dem Efficiency Run haben wir 2015 bewiesen, dass der integrierte Ansatz funktioniert. Nur ein Jahr später bringen wir jetzt serienreife Produkte auf die Straße", erklärte Dr. Wolfgang Bernhard, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Daimler Trucks & Buses. "Der letztjährige Efficiency Run hat unsere Erwartungen mehr als bestätigt. Wir haben daraufhin unseren Trailer nochmals optimiert, vor allem unter dem Gesichtspunkt der Alltagstauglichkeit", ergänzte Gero Schulze Isfort, geschäftsführender Direktor der Krone Nutzfahrzeug Gruppe. Mit diesem Auflieger gehe man jetzt in die Vermarktung.

Integrierter Ansatz

Je nach Einsatz von Truck und Trailer würden sich folgende Effizienzsteigerungen beim Verbrauch beziehungsweise bei der Reduzierung der CO2-Emissionen abzeichnen:

  • Krone Profi Liner Efficiency: über fünf Prozent
  • Mercedes-Benz Actros Sattelzugmaschine: bis zu sechs Prozent
  • Predictive Powertrain Control (PPC): bis zu fünf Prozent
  • Leichtlaufreifen für Sattelzugmaschine: zwei bis vier Prozent

Die Mehrkosten für den Trailer sollen sich je nach Einsatz und Kilometerlaufleistung innerhalb von ein bis zwei Jahren amortisieren.

Krone-Auflieger bei fünf Kunden erprobt

In diesem Jahr haben fünf Transportunternehmen die neuen optimierten Sattelauflieger im Alltagsbetrieb getestet: Große-Vehne, Elflein, Rhenus, Seifert und Wiedmann & Winz. Dabei setzten die beteiligten Transportunternehmen eigene Actros-Sattelzugmaschinen der Baujahre 2013 bis Anfang 2015 ohne Effizienzpakete aus ihrem Fuhrpark ein. Darunter zwei Actros 1845, zwei Actros 1842 und ein Actros 1843. Keines der fünf Fahrzeuge wurde für den dreimonatigen Testlauf speziell ausgerüstet. An Bord waren lediglich das Telematiksystem FleetBoard, in das Krone Telematics inklusive Reifendrucküberwachung integriert wurde, sowie der vorausschauende Tempomat Predictive Powertrain Control (PPC).

Krone Profi Liner Efficiency

Völlig neu und damit Hauptaugenmerk des Feldversuchs waren dagegen die Sattelauflieger, die von den fünf Actros geschultert wurden: Der Krone Profi Liner Efficiency. Er feiert auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016 in Hannover seine Weltpremiere und ist ab sofort bestellbar.

Vom bekannten Krone Profi Liner unterscheidet er sich in drei wesentlichen Punkten:

  • Die neue Krone Seitenverkleidung aus schlagfestem Kunststoff deckt die kompletten Seiten einschließlich der drei Trailer-Achsen ab und verbessert den cW-Wert um 5,2 Prozent.
  • Ein vierteiliger Heckflügel, ebenfalls aus robustem Kunststoff, verbessert den cW-Wert um weitere 6,3 Prozent.
  • A-Label Leichtlaufreifen verringern den Rollwiderstand.

Im Vergleich zum letztjährigen Efficiency Run wurde bei diesem Testlauf nicht nur auf Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch geachtet. Im Vordergrund stand auch ganz speziell die Alltagstauglichkeit des neuen Trailers. Das heißt: Fahreigenschaften, Geräuschemission, Robustheit, Beladungsmöglichkeiten und Bedienbarkeit.

Neben neuer Technik für Motoren und Getriebe habe auch die Fahrstrategie spürbar den Kraftstoffverbrauch gesenkt. Der vorausschauende Tempomat Predictive Powertrain Control schafft unter Verknüpfung von GPS-Daten und topografischen Karten mit der Steuerung des automatisierten Getriebes Mercedes Powershift 3 einen um bis zu fünf Prozent verringerten Kraftstoffverbrauch.

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