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25.10.2021 | Nutzfahrzeuge | Nachricht | Online-Artikel

TU München forscht am Laden von E-Lkw im Megawattbereich

verfasst von: Patrick Schäfer

1 Min. Lesedauer
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Forscher der Technischen Universität München arbeiten an Prototypen eines Lkw mit Elektroantrieb und einer entsprechenden Ladesäule. Diese soll ultraschnelles Laden im Megawattbereich ermöglichen.

Die Technische Universität München leitet das Projekt Nefton (Nutzfahrzeugelektrifizierung für Transportsektor-optimierte Netzanbindung). Darin wird der Prototyp eines Lkw mit Elektroantrieb und einer entsprechenden Ladesäule entwickelt und getestet. Derzeit werden bereits erste batterieelektrische Lkw-Prototypen bei Kunden im Nahverkehr erprobt. Die Lösungen für einen elektrischen Lkw-Fernverkehr mit entsprechender Schnellladung sollen dabei wirtschaftlich und zeitnah umsetzbar sein.

Bei der Entwicklung des sogenannten Megawatt Charging System (MCS) setzen die Forscher auf einen stationären Pufferspeicher, der die geringere Anschlussleistung ausgleichen kann. Damit ließen sich die Kosten für eine entsprechende Netzanschluss-Leistung sparen. Für die hohen Ladeleistungen müssen auch die Batterien im Lkw vorbereitet werden. "Wir werden wahrscheinlich zunächst eine Wasserkühlung für die Batterie, Kabel und Stecker nutzen", erklärt Sebastian Wolff vom Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TUM. 

Lkw als Stromspeicher nutzen

Die Ladesäulen sollen bidirektional ausgelegt werden, sodass die Lkw bei längerer Standzeit auf dem Parkplatz der Spedition als Speicher für erneuerbare Energien fungieren können. "Dieses Konzept kann bei Lkw wegen der höheren Speicherkapazität sehr viel attraktiver und wirtschaftlicher sein als etwa bei einem Elektroauto", sagt Wolff. Am Projekt sind auch MAN Truck & Bus SE und AVL Software and Functions GmbH sowie Prettl Electronics GmbH, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft und die Technische Hochschule Deggendorf beteiligt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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