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Über dieses Buch

Das Fehlen eines Buches über Nutzfahrzeuge mittlerer und schwerer Bauart und deren funktionstechnische Besonderheiten machte es notwendig, diese lange bestehende Lücke zu schließen. Das Nutzfahrzeug hat Freunde, weil es technisch auf höchstem Niveau arbeitet und Transportleistungen erbringt, die kein anderer Verkehrsträger übernehmen kann. Andererseits wurde es ein Politikum. Informationen und WissensvermittIung aus verschiedenen Quellen werden zum Ausgleich und zu sachlicher Diskussion beitragen. Neben klassischer KonstruktionsIehre und der zeitlos gültigen Fahrmechanik und Thermodyna­ mik werden neueste Entwicklungen im Motoren- und Fahrzeugbau behandelt. Da diese immer mehr durch gesetzliche Vorgaben beeinflusst sind, wird auch auf rechtliche Grundlagen, Vor­ schriften und Normen eingegangen. Natürlich kann alles bei der raschen Entwicklung auf allen Gebieten nur eine Momentaufnahme sein. Die Elektronik spielt eine wesentliche Rolle im heutigen Motorenbau, denn nur durch ein Motormanagement sind die gesetzlichen Vorgaben für gasförmige und feste Emissionen zu senken und darüber hinaus sorgt ein Fahrzeugmanage­ ment für das optimale Zusammenwirken aller Komponenten im Antriebsstrang im Interesse eines wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Betriebes. Erwähnt sei nur, dass die Peripherie eines Motors oft mehr Raum beansprucht als der Motor selbst und auch ebenso aufwendige Entwicklungs- und Konstruktionsarbeit erfordert. Die normalerweise kaum bekannten und unscheinbaren Radialwellendichtringe tragen wesentlich zum störungsfreien Betrieb bei. Selbst hier hält die Elektronik Einzug, da Dichtungssysteme auch die Funktion eines Drehzahlsensors im Rahmen des Fahrzeugmanagements übernehmen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Grundlagen

Zusammenfassung
Die Entwicklung des automobilen Nutzfahrzeuges begann in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts. In den größeren Städten, wo industrielle Unternehmen gegründet und Arbeitsplätze geschaffen wurden, waren Transport und Verkehr ein wichtiges Thema. Rohstoffe und Halbfabrikate mussten zur Weiterverarbeitung über längere Strecken transportiert werden. Die Unternehmer suchten zudem ihre Absatzmärkte nicht nur in der näheren Umgebung. Die sich in den Industriezentren ansiedelnden Arbeiter mussten mit Lebensmitteln und anderen Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens versorgt werden. Pferdefuhrwerke, seit Jahrhunderten wichtigstes Verkehrsmittel, konnten die neuen Aufgaben nicht erfüllen und auch die Flussschifffahrt stellte nicht genügend Transportkapazität zur Verfügung und war darüber hinaus auch regional sehr begrenzt. Auch das sehr schnell ausgebaute Eisenbahnnetz im vergangenen Jahrhundert hatte strukturelle Probleme. Ihr Netz erreichte im wesentlichen nur Städte mit industriellen Schwerpunkten. Es fehlte ein Verkehrsmittel, das auch die abgelegenen Gebiete mit den rasch wachsenden Städten verband. In den frühen Jahren der Industrialisierung wurde Dampf neben der Pferdekraft zur wichtigsten Energiequelle. Selbstfahrende Dampfmaschinen wurden besonders zu dieser Zeit in England populär [1–1].
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

2. Lastkraftwagen- und Anhängerfahrgestell

Zusammenfassung
Nahezu 80% aller Lastkraftwagen verlassen das Herstellerwerk als Fahrgestell. Dies ist ein industriell produziertes, fahrbereites Fahrzeug, welches anschließend in üblicherweise handwerklich strukturierten Aufbaubetrieben mit einem der späteren Nutzung angepasstem Aufbau ausgerüstet wird. Primäre Kriterien zur Auswahl eines Fahrgestells sind das Gesamtgewicht, die Motorisierung und der die mögliche Aufbaulänge bestimmende Radstand. Individuelle Ausrüstungs- und Ausstattungswünsche betreffen das Fahrerhaus in Ausführung und Ausstattung, Nebenabtriebe sowie alternative Bereifungen und Getriebeabstufungen.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

3. Konzeption von Nutzfahrzeugen

Zusammenfassung
Unter den vielen gesetzlichen Bestimmungen, Vorschriften und Normen setzen die im Hinblick auf einen möglichst ungehinderten Verkehrsfluss und mit Rücksicht auf die Schonung der Straßenverkehrswege festgeschriebenen Grenzen für Abmessungen (§ 32 StVZO) sowie Gewichte und Achslasten (§ 36 StVZO) die wesentlichen Rahmenbedingungen für das Fahrzeugkonzept dar.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

4. Nutzfahrzeugtragwerke und deren Aufbauten

Zusammenfassung
Traditionell werden im Nutzfahrzeugbau hauptsächlich die Werkstoffe Stahl und Holz eingesetzt. Forderungen nach gesteigerten Nutzlastverhältnissen und wirtschaftlicher Produktionsweise haben jedoch das Spektrum der eingesetzten Werkstoffe wesentlich erweitert. Neben die Baustähle USt 37-2 und St 52-3 treten hochfeste Feinkornbaustähle und der Forderung nach Stoffleichtbau entsprechend zunehmend Aluminium-Knetlegierungen. Hölzer werden zu mehrschichtigen Sperrholzplatten veredelt, Kunststoffe eignen sich für Formteile mit sphärisch gekrümmten Flächen oder werden unter der Zielsetzung des Formleichtbaus zusammen mit Schaumstoffen zu Sandwich-Verbundplatten verarbeitet.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

5. Antrieb

Zusammenfassung
Die Klassifizierung der Nutzfahrzeuge erfolgt allgemein nach der Gesamtmasse des Fahrzeuges und ist beispielsweise ausschlaggebend für die unterschiedlichsten Gesetzgebungsvorschriften, wie die Begrenzung von Abgasemissionen und die Regelung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges. Der Übergang von der leichten zur schweren Klasse im Sinne des Antriebes ist nicht exakt definiert und bewegt sich eher fließend in einem Bereich zwischen 3,5 t und 6,5 t. In der schweren Klasse wird noch einmal zwischen leichten, mittleren und schweren Nutzfahrzeugen unterteilt. Die maximal zulässige Gesamtmasse liegt innerhalb Europas für den öffentlichen Straßenverkehr bei 44,0 t (Tabelle 5-1).
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

6. Kennungswandler

Zusammenfassung
Im Abschnitt 1.3 wurden die Fahrwiderstände berechnet und daraus der Leistungsbedarf ermittelt. Dieser muss vom Motor in Arbeitsgemeinschaft mit Kupplung und Getriebe gedeckt werden.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

7. Elektrik und Elektronik

Zusammenfassung
Wirtschaftlichkeit, Betriebssicherheit und gesetzliche Bestimmungen sind die für den Einsatz von Elektrik und Elektronik im Nutzfahrzeug bestimmenden Faktoren. Gemäß dieser Voraussetzung haben z.B. elektronische Systeme im Nutzfahrzeug in den zurückliegenden Jahren einen maßgeblichen Einfluss u.a. auf den Kraftstoffverbrauch, das Fahr- und Bremsverhalten sowie Abgas und Geräuschemissionen gewonnen.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

8. Radialwellendichtringe im Antriebsstrang von Nutzfahrzeugen

Zusammenfassung
Radialwellendichtringe, kurz RWDR genannt, werden immer dann notwendig, wenn ein pasteuses oder flüssiges Medium in einem definierten Raum mit einer Drehdurchführung abgedichtet werden muss. Die Aufgabenstellung im Kraftfahrzeug und in diesem Fall im Nutzfahrzeug unterscheidet sich dabei durch eine andere Betriebsweise gegenüber einer stationär arbeitenden Maschine erheblich und erfordert andere Problemlösungen. Die Elemente des Standard-RWDR treten jedoch in allen Sonderbauformen von Dichtungen wieder in modifizierter Form auf; ein hochwertiger Dichtungswerkstoff ist dabei die Regel.
Erich Hoepke, Wolfgang Appel, Hermann Brähler, Ulrich Dahlhaus, Thomas Esch, Jochen Gräfenstein

Backmatter

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