Skip to main content
main-content

27.03.2018 | Oberflächentechnik | Nachricht | Onlineartikel

Flüssigkeitsabweisende Oberflächen durch Flammenspray

Autor:
Nadine Winkelmann

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz haben gemeinsam mit der Technischen Universität Tampere, Finnland, eine neue Methode für eine strukturierte Beschichtung entdeckt, die Flüssigkeiten abweist.

Mögliche Anwendungen von Oberflächen, die stark flüssigkeitsabweisend sind, reichen von Schutztextilien, selbstreinigenden Textilien, Brillen und Fenstern bis hin zu medizinischen Geräten und Gasaustauschmembranen. Entscheidend für die Anwendung von flüssigkeitsabweisenden Beschichtungen sind dabei nicht nur Benetzungseigenschaften, sondern auch Transparenz, Robustheit sowie Kosten und Dauer des Herstellungsprozesses. 

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz haben gemeinsam mit der Technischen Universität Tampere, Finnland, eine neue Methode für eine strukturierte Beschichtung entwickelt. Neben der starken flüssigkeitsabweisenden Eigenschaft, zeigt die neue Beschichtung eine hohe Transparenz und ist robust gegenüber dem Einfluss von sogenanntem Hochgeschwindigkeits-Öl und Wassertropfen. Diese außergewöhnlichen Eigenschaften basieren auf einer spezifischen Struktur der Beschichtung durch Siliziumdioxid-Titandioxid-Partikeln. Die Methode könne auch für eine Art Schutzmantel auf große Oberflächen angewendet werden. Durch den Einsatz von flüssigem Flammenspray sei die Methode außerdem extrem schnell und es könnten sogar hochentzündliche Materialien wie Papier und Holz beschichtet werden.

Die Wissenschaftler kombinierten diese schnelle und skalierbare Verarbeitungsmethode mit den flüssigkeitsabweisenden Eigenschaften und stellten Kriterien auf, die die Beschichtung erfüllen muss, um bei der Flüssigkeitsabweisung allen Anforderungen zu genügen. Anschließend beschrieben sie detailliert, wie die Struktur der Beschichtung zu optimieren sei, damit diese Kriterien erfüllt werden. Flüssiges Flammenspray kann für die Synthese eines breiten Spektrums von Oxiden, Metall-Nanopartikeln und ihren Mischungen synthetisiert werden, weshalb diese Strategie für eine Vielzahl von Anwendungen umgesetzt werden könne, um Beschichtungen zu produzieren, die aus verschiedenen Materialien bestehen.

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.06.2014 | Plasmatechnik/Lack | Ausgabe 15/2014

Hohe Barrierewirkung

01.01.2015 | Dünne Schichten | Ausgabe 1/2015

Neuer Werkstoff lässt Wasser und Öl abperlen

Das könnte Sie auch interessieren

07.07.2016 | Oberflächentechnik | Im Fokus | Onlineartikel

Keine Chance für Schmierfilme

Premium Partner

in-adhesivesMKVSNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Technisches Interface Design - Beispiele aus der Praxis

Eine gute Theorie besticht nur darin, dass am Ende einer Entwicklung sinnvolle und nutzergerechte Produkte herauskommen. Das Forschungs- und Lehrgebiet Technisches Design legt einen starken Wert auf die direkte Anwendung der am Institut generierten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die grundlegenden und trendunabhängigen Erkenntnisse sind Grundlage und werden in der Produktentwicklung angewendet. Nutzen Sie die Erkenntnisse aus den hier ausführlich dargestellten Praxisbespielen jetzt auch für Ihr Unternehmen.
Jetzt gratis downloaden!

Marktübersichten

Die im Laufe eines Jahres in der „adhäsion“ veröffentlichten Marktübersichten helfen Anwendern verschiedenster Branchen, sich einen gezielten Überblick über Lieferantenangebote zu verschaffen. 

Bildnachweise