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27.12.2017 | Oberflächentechnik | Nachricht | Onlineartikel

Zentrum für Inline-Oberflächenvorbehandlung eröffnet

Autor:
Nadine Winkelmann

Das neue Zentrum für Inline-Oberflächenvorbehandlung am Fraunhofer IFAM in Bremen bietet auf über 650 Quadratmetern Technikumsfläche ein breites Spektrum verschiedener Vorbehandlungstechniken.

Materialien oder Produkte zu reinigen und mit einer geeigneten Oberflächenvorbehandlung zu funktionalisieren ist in vielen Branchen gefragt – im Luft- und Raumfahrtbereich, in der Automobilindustrie, in der Elektronikbranche und der Fertigungstechnik, im Maschinenbau oder der Konsumgüterindustrie. Mit einem wissenschaftlichen Kolloquium ist am 7. Dezember 2017 das neue Zentrum für Inline-Oberflächenvorbehandlung am Fraunhofer IFAM in Bremen eingeweiht worden. Unterschiedliche Vorbehandlungsverfahren werden auf über 650 Quadratmetern Technikumsfläche angeboten. Somit können für Industrie- und Forschungspartner Verfahren bedarfsgerecht ausgewählt und für individuelle Fertigungsbedingungen optimiert werden.

Die Wissenschaftler der Abteilung Plasmatechnik und Oberflächen arbeiten an Reinigungsprozessen, die auf die auftretenden Kontaminationen und Materialien abgestimmt werden. Strahlverfahren mit CO2-Schnee oder Vakuumsaugstrahlmethoden zum schonenden Materialabtrag kommen genauso zur Anwendung wie eine Feinstreinigung oder Aktivierung mit Atmosphärendruck-Plasmen oder UV-Bestrahlungen. Vielversprechende Ergebnisse liefert nach eigenen Angaben auch die Lasertechnik, mit der sich nanostrukturierte Beschichtungen auf Metallen erzeugen lassen. So lassen sich selbst schwer zu beschichtende Materialien wie Titan langzeitstabil kleben oder lackieren.

Ergänzt werden diese Methoden durch das Abscheiden von Haftvermittlerschichten, die eine langzeitstabile Anbindung sogar unter korrosiven Belastungen ermöglichen. Das neue Zentrum für Inline-Oberflächenvorbehandlung zeichnet sich durch eine Vielfalt an verschiedenen industriellen Technologien aus. Das Angebotsspektrum reicht von fest installierten automatisierten Systemen bis hin zu transportablen Lösungen für den mobilen Einsatz. Für diesen Zweck wurden autarke Rucksack-Systeme entwickelt, die eine Vorbehandlung eines Rotorblatts auf hoher See, eines Verbindungselementes in einem Flugzeugrumpf oder die Reparatur eines Folien-Fassadenelements ermöglichen. So können für die spezifischen Anforderungen die richtigen Prozesse flexibel ausgewählt werden.

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