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Über dieses Buch

In den nächsten Jahren wird das objektorientierte Paradigma die Lösungsansätze der Datenverarbeitung bestimmen. Zum ersten Mal wird damit ein Denkansatz verfolgt, der die DV-Lösungen als Abbild der realen Welt implementiert, anstatt diese auf theoretischen und technischen Regelsätzen aufzubauen. Das vorliegende Buch will die verschiedenen Techniken der Objektorientierung klar und praxisbezogen darstellen. Neben der Beschreibung einzelner heute noch getrennt existierender Teilbereiche wird eine synoptische Betrachtung aller Aspekte der Objektorientierung gegeben. Eine integrierte objektorientierte Software-Entwicklungs- umgebung wird vorgestellt, die besonders für die Lösung kommerzieller Aufgabenstellungen geeignet ist.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Bereits 1982 wagte Tim Rentsch folgende Prognose über die Bedeutung der Objektorientierung:
My guess is that object-orientation will be in the 1980s what stuctured programming was in the 1970s. Everyone will be in favor of it. Every manufacturer will promote his products as supporting it. Every manager will pay lip service to it. Every programmer will practice it (differently). And no one will know just what it is [Rentsch 82].
Wenn auch noch nicht in den 80er Jahren, so scheint das objektorientierte Paradigma doch die Datenverarbeitung der 90er Jahre zu bestimmen. ‚Objektorientierung‘ ist ein Begriff, der immer häufiger im Umfeld der Datenverarbeitung benutzt wird. Ursprünglich nur für objektorientierte Programmierung ‚OOP‘ definiert, wird er heute unscharf als Kennzeichnung ‚moderner‘ Ansätze in allen müglichen Bereichen benutzt. Damit besteht die Gefahr, daß er zum Modewort verkommt und eine für die Datenverarbeitung wesentliche Entwicklung durch unscharfe Definition des Begriffs und der unterliegenden Prinzipien nicht ihr volles Potential entfalten kann.
Peter Pagé

2. Definition des Begriffes Objektorientierung und der Ziele dieses Buches

Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird eine Definition des Begriffes Objektorientierung gegeben und ein abstraktes Objektmodell vorgestellt.
Peter Pagé

3. Geschichte der objektorientierten Technologie

Zusammenfassung
Objektorientierung hat als Prinzip bereits recht früh — Ende der 60er Jahre — Eingang in die Datenverarbeitung gefunden. Nach anfänglichen Anwendungen im Umfeld der Simulation von Prozessen und der Schaffung graphischer Nutzeroberflächen wurde eine Verbreitung des Prinzips auf kommerzielle Lösungen jedoch erst mit dem Eintritt in die neunziger Jahre erreicht. Im folgenden Kapitel soll die Geschichte der Entwicklung des Prinzips Objektorientierung aufgezeigt und eine Antwort auf die Frage versucht werden, warum objektorientierte Technologie nicht bereits früher eine weitere Verbreitung gefunden hat?
Peter Pagé

4. Beispiele für Anwendungen objektorientierter Technologie

Zusammenfassung
Im folgenden sollen einige Aufgabenstellungen für DV-Lösungen skizziert werden, die besonders den Einsatz von objektorientierter Technologie in verschiedenen Funktionen erfordern und das Verständnis für objektorientierte Lösungsansätze bei allgemeinen Aufgabenstellungen vermitteln.
Peter Pagé

5. Objektorientierte Analyse- und Entwurfsmethoden

Zusammenfassung
Für das Grundverständnis von Analyse- und Entwurfsmethoden spielt das unterliegende Paradigma eine entscheidende Rolle. Deshalb soll im folgenden anhand der heute gebräuchlichen Methoden untersucht werden, inwieweit Objektorientierung in diesem Bereich bereits Eingang gefunden hat, und wie eine konsequent objektorientierte Analyse- und Entwurfsmethode aussehen müßte und wie ein Paradigmenwechsel herbeizuführen ist.
Peter Pagé

6. Objektorientierte graphische Nutzerschnittstellen

Zusammenfassung
Graphische Nutzerschnittstellen werden von vielen DV-Experten als wesentlicher Entwicklungsschritt der DV-Technik für kommerzielle Lösungen angesehen, der in seiner Bedeutung nur mit der Einführung der Online-Verarbeitung über zeichenorientierte Terminals vergleichbar ist.
Peter Pagé

7. Prinzipien funktional- und objektorientierter Systemstrukturen im Vergleich

Zusammenfassung
Softwaresysteme für kommerzielle Aufgabenstellungen folgen dem Paradigma geschichteter Funktionalitöt, wobei die nachstehend abgebildete Schichtung immer gegeben ist [Denert 91]: Mit diesem Paradigma ist auch festgelegt, daß es in allen Systemen darum geht, Daten zu speichern, zu bearbeiten und sie dazu dem Nutzer zu präsentieren bzw. seine Eingaben entgegenzunehmen.
Peter Pagé

8. Beispiele objektorientierter Programmiersprachen

Zusammenfassung
Im folgenden sollen einige prominente Vertreter objektorientierter Programmiersprachen dargestellt werden, gemessen an den wesentlichen von einer solchen Sprache zu erwartenden Eigenschaften. Danach werden die Anforderungen für kommerzielle Aufgabenstellungen dargestellt und einige Funktionen objektorientierter, aber auch anderer Systeme herausgestellt, die für Aufgabenstellungen im kommerziellen Umfeld besonders leistungsfähig sind.
Peter Pagé

9. Konventionelle und objektorientierte Datenbankverwaltungssysteme

Zusammenfassung
Datenbankverwaltungssysteme (DBMS Data Base Management System) stellen heute eine wesentliche Funktionalität fär fast alle kommerzielle und viele technische Anwendungssysteme dar.
Peter Pagé

10. Anforderungen an objektorientierte Technologie in einer Client/Server Architektur

Zusammenfassung
Verteilte Verarbeitung in einer Client/Server Architektur spielt für die Lösung kommerzieller Aufgabenstellungen eine immer größere Rolle. Nachdem auch hier die Großrechner-Ära zu Ende geht, werden Werkzeuge benötigt, die die Entwicklung in dieser Umgebung erleichtern.
Peter Pagé

11. Objektorientierung und Anforderungen an ein Diktionär

Zusammenfassung
Datendiktionäre oder Diktionäre tauchen bisher kaum in der Diskussion um objektorientierte Systeme auf, obwohl sie seit langem im Umfeld kommerzieller Datenverarbeitung eine zentrale Rolle spielen.
Peter Pagé

12. Vorschlag für den Entwurf einer integrierten objektorientierten Softwareentwicklungsumgebung

Zusammenfassung
Zum jetzigen Zeitpunkt existieren bereits eine große Zahl objektorientierter Programmiersprachen und auch objektorientierter Datenbankverwaltungssysteme. Im vorstehenden wurde gezeigt, daß für den breiten Einsatz objektorientierter Technologie in einem Umfeld kommerzieller Aufgabenstellungen eine Reihe von Anforderungen erfüllt sein müssen.
Peter Pagé

13. Bewertung des Prinzips Objektorientierung

Zusammenfassung
Im vorstehenden wurde eine Technologie beschrieben, die das objektorientierte Paradigma umfassend für die verschiedenen Bereiche der DV implementiert. Im folgenden sollen nun einige allgemeine Entwicklungen in Richtung auf das objektorientierte Paradigma skizziert und damit aufgezeigt werden, daß Objektorientierung neben der Technik auch wesentliche Bedeutung als allgemeines Verständnis für organisatorische Ansätze besitzt.
Peter Pagé

14. Einsatz objektorientierter Methoden in der Organisation von Unternehmen

Zusammenfassung
Während im vorigen Kapitel bereits versucht wurde, die Definition des objektorientierten Paradigmas auch innerhalb der Datenverarbeitung auszuweiten, soll im folgenden eine Betrachtung über objektorientierte Ansätze in der Organisation von Unternehmen angestellt werden.
Peter Pagé

15. Zusammenfassung und Ausblick auf zukünftig zu erwartende Entwicklungen

Zusammenfassung
Wie eingangs gesagt, entwickeln sich objektorientierte Prinzipien bisher in verschiedenen Bereichen getrennt nebeneinander. Es ist bisher auch Organisationen wie der Object Management Group OMG noch nicht gelungen, ein umfassendes objektorientiertes Paradigma zu definieren und damit Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen in dieselbe Richtung zu lenken. Im folgenden fassen wir noch einmal zusammen und entwickeln ein Szenario, wie die weitere Entwicklung der Objektorientierung ablaufen könnte.
Peter Pagé

Backmatter

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