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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Mensch beeinflußt durch Industrie, Landwirtschaft, Verkehr und Freizeitaktivitäten die Umwelt in einem erheblichen Maß. Hatten die Auswirkungen menschlicher Tätigkeit in vergangenen Jahrzehnten eher lokalen oder regionalen Charakter, so muß heute bereits in globalen Dimensionen gedacht werden. Klimaveränderungen, Ozonloch, Arten-und Waldsterben sowie umweltbedingte Gesundheitsschäden sind Alarmsignale, die auf überschrittene Grenzen hinweisen. Bereits in den siebziger und achtziger Jahren wurde deshalb in den Industrieländern versucht, auf die Gefahren für die Umwelt zu reagieren. Die Anstrengungen zur Reduzierung von Umweltbelastungen konzentrierten sich dabei auf die Emissionen von Industrieanlagen und Kraftwerken sowie auf die Abfallbeseitigung. Eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen regelt seither den Betrieb umweltrelevanter Anlagen oder beeinflußt deren Neubau. Für große Industrie-und Verkehrsanlagen wird bspw. durch die Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung [UVP85] gefordert, die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen des Vorhabens auf Mensch, Flora, Fauna, Luft, Wasser, Boden, Klima und Landschaft zu prüfen.
Heiko Lünser

2. Definitionen

Zusammenfassung
Im Zusammenhang mit dem Beschreiben und Bewerten von Umweltbelastungen wird in der Literatur eine Vielzahl von Begriffen benutzt und unterschiedlich interpretiert. Es ist deshalb sinnvoll, einige im weiteren häufig verwendete Termini zu definieren:
Heiko Lünser

3. Bewertungsinstrumente

Zusammenfassung
Das Umweltrecht beinhaltet eine Vielzahl von Gesetzen und anderen Rechtsvorschriften u.a. zum Natur-und Gewässerschutz, zur Abfallbeseitigung, zum Immissions-und Strahlenschutz sowie zum Umgang mit Gefahrstoffen [Umw81]. Aus den Rechtsvorschriften lassen sich zunächst generelle Bewertungsziele ableiten. Als Beispiel sei hier das Prinzip der Abfallvermeidung angeführt (Kreislaufwirtschafts-und Abfallgesetz). Darüber hinaus sind solche Gesetze, Verordnungen oder Richtlinien als Bewertungshilfe geeignet, in denen Grenzwerte für tolerable Umweltbelastungen angegeben sind. Grenzwerte existieren z.B. für die Schadstoffgehalte der Abgase großer Industrieanlagen und die Immissionen in deren Umgebung [TALu86], für Immissionskonzentrationen [MIK86], für die Schadstoffkonzentrationen an Arbeitsplätzen [MAK] und für den Lärmschutz [TALä].
Heiko Lünser

4. Bewertungsgrundlagen

Zusammenfassung
Als funktionale Einheit wird bei Produktbewertungen ein definierter Gebrauchswert der zu vergleichenden Produkte bezeichnet. Der Gebrauchswert von Brücken ist gleich, wenn sie:
  • zwei bestimmte Punkte miteinander verbinden
  • die gleiche Funktion haben (z.B. Eisenbahn-, Straßen-oder Fußgängerbrücke)
  • der gleichen Brückenklasse angehören, womit die Tragfähigkeit defmiert ist
  • die gleiche Leistungsfähigkeit in Bezug auf den Verkehr besitzen (Anzahl und Breite der Fahrstreifen, Anzahl der Gleise usw.)
  • alle Forderungen erfüllen, die sich aus technischen Vorschriften ergeben.
Heiko Lünser

5. Sachbilanzen von Brücken

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Faktoren erläutert, die die von Brücken ausgehenden Umweltbelastungen bestimmen. Zu jedem Parameter werden mögliche Alternativen dargestellt. Außerdem wird gezeigt, wie genau die Einflußfaktoren bei Variantenvergleichen vorhergesagt werden können.
Heiko Lünser

6. Wirkungsbilanzen von Brücken

Zusammenfassung
Anhand von Sachbilanzdaten kann theoretisch eine umweltbezogene Bewertung von Produkten erfolgen. Jede Umweltbelastungskategorie könnte dabei ein Bewertungskriterium sein. Die Bewertungsrichtung ergibt sich aus den Zielen des anthropozentrischen Umwelt-und Naturschutzes. Dort stehen der Schutz menschlichen Lebens und menschlicher Gesundheit sowie die langfristige Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen durch den Erhalt und den Schutz von Bestandteilen der Natur im Vordergrund. Aus diesen Zielen folgt die generelle Forderung nach geringen Umweltbelastungen, d.h. nach möglichst wenig Eingriffen in den Naturhaushalt, nach einem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und nach minimalen Emissionen, Immissionen und Deponaten. Die Komplexität von umweltbezogenen Bewertungen verlangt jedoch danach, den Bewertungsumfang einzugrenzen, um überhaupt eine Aussage erhalten. Außerdem sollten Umweltbelastungen nicht losgelöst von den resultierenden Wirkungen bewertet werden. In Ökobilanzen übernimmt die Wirkungsbilanz (Wirkungsanalyse) beide Aufgaben.
Heiko Lünser

7. Parameterstudie

Zusammenfassung
Von den in Kapitel 5.1 erwähnten Parametern werden im folgenden diejenigen betrachtet, die in die Kategorien „bekannt“ und „eingeschränkt vorhersehbar“ einzustufen sind (siehe Kapitel 5.4). Untersucht werden die Parameter Bauart, Baustoffqualität, Baustoffart und Bauverfahren. Die Parameterstudie wird auf der Ebene „Wirkungsbilanz“ geführt, d.h. hier werden die Bewertungsgrößen nach Kapitel 6 gegenübergestellt.
Heiko Lünser

8. Integration in eine ganzheitliche Bewertung

Zusammenfassung
Die in diesem Buch dokumentierten Forschungsergebnisse waren in die Aktivitäten der interdisziplinäre Forschergruppe Ingenieurbauten (FOGIB) eingebunden. Dort wurde das Ziel verfolgt, Brücken ganzheitlich zu bewerten. Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit der Forschergruppe war die Suche nach den entsprechenden Bewertungskriterien. Dabei setzte sich die Erkenntnis durch, daß Bewertungskriterien immer subjektiv geprägt sind und daß es keinen universellen, immer gültigen Bewertungsansatz geben kann [Sar97]. Trotzdem wurde der Versuch unternommen, ein Bewertungshilfsmittel zu erarbeiten, welches eine möglichst große Anzahl von Kriterien berücksichtigt, deren Bewertungsansätze an die zu bewertenden Objekte, also an Brücken angepaßt sind. Die in diesem Buch beschriebenen Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für die umweltbezogene Bewertung von Brücken innerhalb der Forschergruppe. Im folgenden Kapitel wird dargestellt, wie die umweltbezogene Bewertung in den ganzheitlichen Bewertungsansatz der Forschergruppe integriert werden kann.
Heiko Lünser

9. Zusammenfassung

Zusammenfassung
Umweltbezogene Produktbewertungen und Variantenvergleiche, für die in den letzten Jahren die methodischen Grundlagen geschaffen wurden, gelten neben dem anlagen-bezogenen Umweltschutz als weitere Möglichkeit, Umweltbelastungen zu reduzieren. Ein wesentliches Ergebnis der umfangreichen Forschungen zu diesem Thema war die Erkenntnis, daß die allgemeine Methodik der umweltbezogenen Produktbewertung jeweils an die zu bewertenden Produkte anzupassen ist, um bei der Produktauswahl zu Handlungsempfehlungen kommen zu können. Die Ziele der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit bestanden darin, die Möglichkeiten einer umweltbezogenen Bewertung von Brücken auszuloten, wesentliche Einflußfaktoren für die Größe der von Brücken ausgehenden Umweltbelastungen aufzuzeigen, Kriterien aufzustellen, mit denen eine umweltbezogene Bewertung von Entwurfsvarianten möglich ist und Vorschläge für eine Vereinfachung der allgemeinen Bewertungsmethode zu machen. Die Wahl des Untersuchungsgegenstandes Brücke ergab sich aus dem Thema der interdisziplinären Forschergruppe „Ingenieurbauten - Wege zu einer ganzheitlichen Betrachtung“, in der eine Methodik zur ganzheitlichen Bewertung der Qualität von Ingenieurbauwerken am Beispiel von Brücken erarbeitet wurde. Ein weiteres Anliegen war es daher, darzustellen, wie die Bewertung von Umweltbelastungen in ein ganzheitliches Bewertungskonzept integrierbar ist.
Heiko Lünser

10. Literatur

Ohne Zusammenfassung
Heiko Lünser

Backmatter

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