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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Wesen der Ökologie

Zusammenfassung
Der Ausdruck „Ökologie“ wurde vor über 100 Jahren von Ernst Haeckel geprägt, der Terminus Biozönose (Lebensgemeinschaft) 1877 von Möbius, der Terminus Ökosystem in den zwanziger Jahren durch Woltereck. Nach 100 Jahren ökologischer Forschung werden heute diese Ausdrücke neu entdeckt, sie werden modern, und jeder kleidet sich mit ihnen. Aber Ökologie ist keine Heilslehre. Ökologie ist die Haushaltslehre von der Natur, wie sie Ernst Haeckel definierte. Sie ist eine strenge Naturwissenschaft, sie hat es jedoch wesentlich schwerer als Physiologie, Genetik oder Biochemie: Sie muß mit einer Fülle verschiedener Parameter arbeiten, und damit werden Voraussagen unendlich schwer.
Hermann Remmert

2. Autökologie

Zusammenfassung
Jeder Organismus ist auf das Vorhandensein einer bestimmten Kombination von biotischen und abiotischen Faktoren angewiesen. Nur hier kann er optimal gedeihen. Mit jedem Abweichen von diesem Optimum sinkt die Lebensmöglichkeit des Organismus. Für ihn entstehen höhere (meist stoffwechselphysiologisch bedingte) Kosten, die bei weiterem Abweichen des gleichen oder mehrerer Umweltfaktoren vom Optimum irgendwann so hoch werden, daß der Organismus sie nicht mehr durch höhere Stoffwechselleistungen auffangen kann: Die Art stirbt aus. Das Optimalgebiet eines Organismus kann damit definiert werden als das Gebiet, in dem die Art langfristig über alle Stadien mit geringstem Energieaufwand existieren kann.
Hermann Remmert

3. Populationsökologie

Zusammenfassung
Die Population, von Individuen derselben Art gebildet, die miteinander im genetischen Austausch stehen, ist die Grundeinheit der ökologischen Vorgänge. Die Definition ist locker: Man kann von der Uhupopulation der fränkischen Alb sprechen, wenn man ganz regelmäßigen genetischen Austausch in den Vordergrund stellt; man kann von der mitteleuropäischen Uhupopulation sprechen, wenn man den vorhandenen, aber relativ seltenen Austausch mit der thüringer und der alpinen Population mit ins Auge faßt.
Hermann Remmert

4. Ökosysteme

Zusammenfassung
Auf die Erde trifft dauernd Lichtenergie, die in chemische Energie verwandelt wird und dann über Stufen in Wärmeenergie. Dieser Energiefluß treibt einen Kreislauf vieler Stoffe aus der unbelebten Natur durch die Organismen und zurück in die unbelebte Natur an. In der kurzen, von uns überschaubaren Zeit, scheint ein ungefähres Gleichgewicht zwischen Stoffaufnahme und Stoffabgabe, zwischen Energieaufnahme und Energieabgabe im Ökosystem zu herrschen.
Hermann Remmert

5. Theoretische Ökologie

Zusammenfassung
Das Wort Ökologie ist in den letzten Jahren zu einem Modewort geworden und weitgehend abgenutzt. Es wird für alles Mögliche gebraucht, was wirklich nichts mit Ökologie zu tun hat. Die alte Wissenschaft wird in diesem Sinne heute vielfach als theoretische Ökologie bezeichnet, der die angewandte Ökologie — worunter vielfach politisches Handeln verstanden wird — gegenübergestellt wird. Im Sinne dieses Buches ist die theoretische Ökologie eine Disziplin, die – der theoretischen Physik und der theoretischen Chemie vergleichbar — versucht, die ungeheure Datenfülle zu ordnen, ordnend zu gliedern und logisch-mathematisch verständlich zu machen. Damit wird auch klar, was theoretische Ökologie nicht ist: theoretische Ökologie ist nicht die Simulation von Vorgängen auf dem Computer mit Hilfe im Freiland gewonnener Daten.
Hermann Remmert

6. Ausblick

Zusammenfassung
Der aufmerksame Leser wird an vielen Stellen dieses Buches verzweifeln: Habe ich nicht gerade gelesen, dieses und jenes Phänomen habe diese und jene Wirkung, habe diese und jene Ursache? Und hier an einer anderen Stelle steht etwas ganz anderes!
Hermann Remmert

Backmatter

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