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01.08.2016 | Kommentar | Ausgabe 7-8/2016

WASSERWIRTSCHAFT 7-8/2016

Ökologische Durchgängigkeit: Zügig und großzügig

Zeitschrift:
WASSERWIRTSCHAFT > Ausgabe 7-8/2016
Autor:
Dipl.-Ing. Detlef Sönnichsen
„Am wichtigsten als Fischwasser ist die Eder, die ... für den Frankfurter Fischmarkt die am besten bezahlte Ware liefert“ schrieb 1901 der Geheime Baurath H. Keller in einer wichtigen Abhandlung über die Weser. Er fügte eine Tabelle bei, die zwischen 1863 und 1900 jährliche Lachsfangraten von rund 2 000 bis 5 000 Stück ausweist, im Spitzenjahr 1894 waren es 10 000 Stück. Im Wald- und Forstmuseum Heidelbeck bei Lemgo findet man einen Schriftsatz über die Lachszüge in kleinere Nebengewässer. „Exemplare von 1,20 m Länge und 30 Pfund gingen dem damaligen Fangmeister der Niedernmühle ins Netz“. Es werden landauf, landab viele solcher Zeugnisse zu finden sein. Sie lassen erahnen, was in unseren Flüssen vor nicht mehr als drei, vier Generationen noch für ein Leben herrschte und sie führen bildhaft vor Augen, was wir also verloren haben! In den Vorbemerkungen zum Handbuch Querbauwerke (2005) oder in dem DWA-Merkblatt M 509 (2014) werden theoretisch die Bedeutung der Wanderungen dargelegt, aber sie geben keinerlei Hinweis auf diesen radikalen Verlust! Und wenn man sich den in seiner ganzen Wucht vor Augen führt, und das bewirken gerade diese Schilderungen, kann man alle Beteiligten (Politiker, Ingenieure, Biologen, Naturschützer, Mühlenbetreiber und Verwaltungsbeamte) nur dazu ermuntern, gemeinsam alle, wirklich alle Anstrengungen darein zu legen, etwas von diesem Reichtum wieder zu erlangen. In einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung haben wir in zwei Generationen mit Milliardenaufwand eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Saubere Flüsse. Damit verglichen ist die Herstellung der Durchgängigkeit ein Geringes! ...

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