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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
In Unternehmen, vor allem in Großunternehmen, müssen die Aktivitäten einer Vielzahl von Mitarbeitern koordiniert werden. Die in diesem Zusammenhang auftretenden Grundprobleme lassen sich knapp in Delegation, Anreiz und Kontrolle zusammenfassen. Die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Steuerung der unternehmensinternen Tätigkeiten wird hier, zunächst grob, als interne Organisation bezeichnet.1 Diese Thematik ist in der Betriebswirtschaftslehre — genauer: in der betriebswirtschaftlichen Organisationstheorie — längere Zeit diskutiert, jedoch nicht immer mit Mitteln der ökonomischen Theorie untersucht worden.
Silvia Föhr

2. Die reale Entwicklung der internen Organisation — empirische Befunde

Zusammenfassung
Bevor eine ökonomische Analyse der internen Organisation durchgeführt werden kann, sollte zunächst ein Blick in die Empirie geworfen werden, um die hohe Relevanz dieses Themas zu verstehen. Verschiedene Vorgehensweisen sind möglich: Erstens können aktuelle Daten analysiert werden, die Organisationsstruktur, Umwelteinflüsse und den Erfolg von Unternehmen widerspiegeln und diese drei Komplexe in einen Zusammenhang setzen. Diesen Ansatz hat die situative Organisationsforschung gewählt. Zweitens können Zusammenhänge gesucht werden, die interne Organisationsstrukturen als Ergebnis eines historischen Prozesses darstellen, wenn diese als Hilfsmittel der internen Organisation interpretiert werden. Dieser wirtschaftshistorische Rahmen ist bisher nur selten diskutiert worden. Drittens sind internationale Vergleiche sinnvoll, weil sich die Entwicklung von Organisationsstrukturen interkulturell unterscheiden kann. Wenn es dennoch gemeinsame Merkmale für die Einsatzmöglichkeiten ganz bestimmter Strukturen im internationalen Kontext gibt, kann die Vielfalt der Lösungsmöglichkeiten von Koordinationssituationen begründet werden.
Silvia Föhr

3. Transaktionskostentheorie und interne Organisation

Zusammenfassung
Anknüpfend an die Ergebnisse der Realgeschichte und des internationalen Ver gleichs der Großunternehmung soll in diesem Kapitel der Frage nachgegangen werden, unter welchen Voraussetzungen Unternehmen auf Märkten entstehen. Die Beantwortung der Frage mit Hilfe der Transaktionskostentheorie stellt den Tausch bzw. die Transaktion sowie das Verhältnis von Markt zu Unternehmung in den Mittelpunkt der Analyse. Zudem soll in diesem Kapitel geprüft werden, ob der Transaktionskostenansatz auch Phänomene der internen Organisation erklären kann, wie z.B. unterschiedliche Koordinationsinstrumente.
Silvia Föhr

4. Die Teamtheorie von ALCHIAN/DEMSETZ

Zusammenfassung
Die jüngere Diskussion um die Theorie der Unternehmung ist nicht nur an Trans aktionskosten, sondern auch an Verfügungsrechten orientiert. Die Ansätze sind in vielen Teilen ähnlich, jedoch nicht deckungsgleich. Grundsätzlich wird in diesen Ansätzen versucht, den Zusammenhang von jüngerer Unternehmenstheorie und Organisationstheorie zu präzisieren.
Silvia Föhr

5. Analyse von Arbeitsverträgen in der internen Organisation

Zusammenfassung
In den beiden vorangegangenen Kapiteln ist immer wieder der Begriff des Arbeits vertrages genannt worden, ohne daß präzisiert wurde, welche Besonderheiten mit dieser Vertragsform verbunden sind. In allen jüngeren mikroökonomischen Ansätzen wird Arbeit als ein spezifischer Faktor behandelt, dessen Einsatz unter Berücksichtigung von Umweltunsicherheiten und menschlichen Verhaltenskomponenten mit relationalen Vertragsstrukturen verbunden ist, um die Quasi-Rente des Faktoreigners zu schützen.492
Silvia Föhr

6. Die interne Organisation als Prinzipal-Agent-Problem

Zusammenfassung
In diesem Kapitel soll dargestellt werden, wie sich Vertragsstrukturen verändern können, wenn Risikoeinflüsse und Anreizaspekte berücksichtigt werden. Diese Ver tragsgestaltungsmöglichkeiten sind nicht notwendigerweise als Arbeitsverträge zu verstehen, da sie nicht nur für Innenbeziehungen der Unternehmung, sondern auch viele Arten der Außenbeziehungen anwendbar sind536 und somit als eine Verallgemeinerung von Arbeitsverträgen hinsichtlich der Bewältigung von Problemen, die aus Unsicherheit resultieren, einzuordnen sind. Zudem steht nicht mehr nur Arbeit, sondern eher Entscheidung bzw. deren Delegation im Mittelpunkt einer Vertragsbeziehung. Ein weiterer Unterschied zum Arbeitsvertrag besteht darin, daß in den darzustellenden Verträgen keine ex post-Verteilungsprobleme entstehen, da die Verteilung des Ergebnisses aus der Vertragsbeziehung oder zumindest der Verteilungsmodus schon im Vertrag festgelegt und damit zum Verhandlungsgegenstand wird.
Silvia Föhr

7. Verrechnungspreise als Steuerungsinstrument in der internen Organisation

Zusammenfassung
In diesem und im folgenden Kapitel sollen organisationstheoretische Themen, die bisher eher zum Gegenstandsbereich der klassischen Organisationstheorie zu zählen waren, im Rahmen der bislang behandelten Ansätze sowie der erreichten Ergebnisse diskutiert werden. In den vorangegangenen Kapiteln wurden die durch die interne Organisation zu lösenden Probleme als Sicherung der Kooperationsrente und als Informationsverteilung herausgearbeitet. Wie diese Aufgaben zu lösen sind wurde diskutiert. Der Rahmen dieser Problemstellung läßt sich wie folgt präzisieren: (1) Alle Organisationsmitglieder haben ein Interesse an langfristiger Kooperation. (2) Viele Organisationsmitglieder haben lokale Informationen, d.h. Informationen, die andere nicht haben, die aber für die Erreichung des Kooperationsertrages wichtig sind. (3) Mit dieser Tatsache sind langfristige Freifahreranreize verbunden. (4) Die Zentrale oder die Koordinationsinstanz kennt diese Zusammenhänge und muß entsprechend damit umgehen. (5) Ohne Verletzung der Annahmen über die asymmetrische Informationsverteilung sind organisatorische Regelungen gesucht, die das Problem der Aufdeckung lokaler Informationen lösen.
Silvia Föhr

8. Die interne Organisation als Bürokratie — Aspekte der modernen Bürokratietheorie

Zusammenfassung
In der Theorie der Verrechnungspreise werden Leistungen innerhalb der Un ternehmung bewertet, die auf formale Transaktionen zurückzuführen sind. Bisher ist noch nicht darauf eingegangen worden, wie mit informellen Beziehungen im Unternehmen umgegangen werden kann und wie sich diese Strukturen in eine ökonomische Theorie der internen Organisation eingliedern lassen. Ohne Charakterisierung der informellen Beziehungen und nicht-materiellen Leistungen zwischen den Organisationsmitgliedern ist eine Theorie der internen Organisation nicht vollständig zu entwickeln. Einige Phänomene der Kooperation sind mit tradionellen ökonomischen Instrumenten nicht zu modellieren.
Silvia Föhr

9. Schlußbemerkungen

Zusammenfassung
Nun sollen die wichtigsten Ergebnisse der vorangegangenen Kapitel noch einmal im Unternehmens-und organisationstheoretischen Kontext zusammengefaßt und ihre Relevanz für die ökonomische Analyse der internen Organisation herausgestellt werden. Außerdem werden offene Fragestellungen sowie Forschungsperspektiven diskutiert, und nicht zuletzt wird auf die Grenzen der in dieser Arbeit verwendeten Analysemöglichkeiten eingegangen.
Silvia Föhr

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