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Über dieses Buch

Das Buch befasst sich mit der Fragestellung, wie Wirtschaftsunterricht gestaltet sein muss, damit Schüler/innen die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Gesellschaft verstehen. Der Autor stellt die Denkweisen und methodischen Herangehensweisen vor, die die ökonomische Betrachtung der Realität aus der Sicht von Wissenschaft und Bildung prägen. Ausgehend vom Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft macht er auf die Notwendigkeit der Berücksichtigung der Theorien Komplexer Systeme in der Wirtschaftswissenschaft aufmerksam und leitet daraus die entscheidenden Konsequenzen einer synergetischen Ökonomischen Bildung ab. Es wird mit dem so genannten „Dortmunder Modell“ ein synergetisches Modell Ökonomischer Bildung hergeleitet, das dazu beitragen soll, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, ihr Leben in der Wirtschaftswelt sachgerecht und verantwortungsvoll zu gestalten. Exemplarisch wird das synergetische Modell auf das innovative Konzept der Entrepreneurship Education unter besonderer Berücksichtigung entrepreneurialer Inhalte übertragen. Das Buch richtet sich an Wirtschaftsdidaktiker, Wirtschaftspädagogen, angehende und erfahrene Wirtschaftslehrer sowie an Wirtschaftswissenschaftler, die in dem Themengebiet forschen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Wirtschaft und ihre Wissenschaft

Vielfältige ökonomische Problemstellungen und Herausforderungen beschäftigen unser Land und durchdringen den Alltag jedes Einzelnen. Der eigenverantwortliche Umgang mit gesicherten ökonomischen Erkenntnissen und ökonomischem Wissen erscheint in diesem Lichte als notwendige Voraussetzung zur gesellschaftlichen Teilhabe. Die Fähigkeit zur eigenständigen Anwendung eines ökonomischen Wissensfundus ist dabei eine Frage der Ökonomischen Bildung jedes Einzelnen. Der große Ökonom Keynes hat einmal gesagt:
Andreas Liening

2. Herausforderungen im Rahmen Ökonomischer Bildung

Folgt man Czycholl, so kann man Wirtschaftsdidaktik als die Theorie Ökonomischer Bildung, als diejenige Disziplin verstehen, die sich mit denjenigen wissenschaftlichen Zusammenhängen beschäftigt, die „sich auf Planung, Realisation und Kontrolle und auf den korrespondierenden Bedingungsrahmen von auf Wirtschaft ausgerichteten Lehr- und Lernprozessen als Ganzes oder einzelner Elemente davon beziehen“ (Czycholl 1974, S. 28).
Andreas Liening

3. Wirtschaft als Komplexes System und die Konsequenzen für die Ökonomische Bildung

Traditionell wird in der Ökonomik eine Perspektive auf die Wirtschaft geworfen, die diese als lineares bzw. lineales System sieht, in der alles kontrollierbar und vorhersagbar erscheint, bei der die Entwicklungslinien nachvollziehbar sind und wo Märkte, einmal durch (externe) Störungen ins Ungleichgewicht geraten, sich leicht wieder stabilisieren. Aus A folgt B, aus B folgt C, etc. Es gibt einen Anfang und es gibt ein Ende, man kennt die Ursache und man kennt die Wirkung. Alles ist entlang einer linealen Kette aneinandergereiht, so wie der Musiker Blunt in seinen Versen suggeriert.
Andreas Liening

4. Wissen, Haltung und moralische Erziehung

Ein wissenschafts- und erfahrungshomomorpher Unterricht, wie er im vorherigen Kapitel beschrieben wurde, gibt den Lernenden z. B. in der gymnasialen Oberstufe Anreize, Wissensstrukturen herauszubilden, die in der Ökonomischen Bildung anerkannt sind (Degöb 2009) und es dem Einzelnen erlauben, Handlungssituationen ökonomisch zu analysieren, ökonomische Systemzusammenhänge zu erklären, Rahmenbedingungen der Wirtschaft zu verstehen und mitzugestalten sowie Entscheidungen ökonomisch begründen zu können.
Andreas Liening

5. Synergetisches Modell Ökonomischer Bildung – Der Dortmunder Ansatz

Die oben erschlossenen komplexen Zusammenhänge lassen sich zusammenfassend als Modell einer synergetischen Ökonomischen Bildung darstellen (siehe Abb. 5.1).
Andreas Liening

6. Entrepreneurship Education als Schlüsselelement Ökonomischer Bildung – Entrepreneuriale Lernprozesse synergetisch erklärt

Eine zentrale Aufgabe von Schule ist die Vorbereitung der jungen Menschen auf das Leben. Die soziale Marktwirtschaft prägt dabei wesentlich unser Leben und gibt uns zeitgleich die Möglichkeit, unser Leben in Freiheit und Wohlstand, in kritischer und zugleich konstruktiver Auseinandersetzung selber zu gestalten. Im Kap. 5 wurde nochmals deutlich, dass Ökonomische Bildung schlussendlich dazu beiträgt, die Beantwortung der individuellen Fragen zu unterstützen, wie jemand sein Leben in der Wirtschaftswelt gelingend gestalten kann, indem er bzw. sie in die Lage versetzt wird, sachgerecht und verantwortlich zugleich zu agieren.
Andreas Liening

7. Schlusswort

In diesem Buch wurde der Versuch unternommen, einen ersten Einblick in die Diskussion über die Ökonomische Bildung zu leisten.
Andreas Liening

Backmatter

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