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Über dieses Buch

In diesem essential beschreiben Bernd Hansjürgens und Urs Moesenfechtel die Dringlichkeit eines Perspektivenwechsels bei unserem Umgang mit der Natur. Sie schlagen dazu eine ökonomische Inwertsetzung von Ökosystemleistungen vor und zeigen auf, welche Handlungsmöglichkeiten dieser Ansatz dem Naturschutz eröffnet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung: Welchen Vorteil es haben kann, einen Perspektivwechsel vorzunehmen und Natur einmal anders zu betrachten

„Was uns groß und wichtig erscheint, wird nun nichtig und klein“, heißt es in dem Lied „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Wer aus der Vogelperspektive schaut, erkennt auf einmal Strukturen und Muster, die ihm vorher verborgen waren, so lange er oder sie der Erdoberfläche verhaftet blieb. Im Gestrüpp der Umgebung fällt dann häufig nicht das in den Blick, was an sich wichtig ist.
Bernd Hansjürgens, Urs Moesenfechtel

Kapitel 2. Das Vorhaben Naturkapital Deutschland – TEEB DE: eine ökonomische Sicht auf die Natur

Naturkapital Deutschland – TEEB DE ist das deutsche Nachfolgevorhaben der internationalen TEEB-Studie. TEEB steht für „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (Die Ökonomie der Ökosysteme und der biologischen Vielfalt) und bezeichnet einen internationalen Prozess, den Deutschland 2007 im Rahmen des Umweltministertreffens der G8+5 zusammen mit der EU-Kommission initiierte (zum Folgenden siehe auch Ring und Moesenfechtel 2015). Das Anliegen der unter der Schirmherrschaft des Umweltprogramms der Vereinten Nationen durchgeführten Initiative ist es, in zielgruppenorientierten Studien ökonomische Argumente für die gesellschaftliche Bedeutung der Natur sowie den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt zu liefern.
Bernd Hansjürgens, Urs Moesenfechtel

Kapitel 3. Perspektivwechsel – das Unsichtbare sichtbar machen und den ökonomischen Kompass neu ausrichten

Der ökonomische Ansatz von TEEB DE ist vergleichbar mit dem Blick eines Vogels auf die Landschaft unter ihm. Der Vogel sieht Strukturen, Zusammenhänge, Wechselbeziehungen anders als am Boden. Ein Blick von oben eröffnet nicht nur neue Perspektiven; er ermöglicht auch neuartige Bewertungen, die letztlich Grundlage für Handlungen sind.
Bernd Hansjürgens, Urs Moesenfechtel

Kapitel 4. Wie bei einer ökonomischen Bewertung vorgegangen wird

Die obigen Überlegungen zu Naturkapital Deutschland haben verdeutlicht: Es kann nur das gezielt erhalten und gepflegt beziehungsweise unterhalten werden, dessen sich der Mensch bewusst ist. Nur solche „Güter“ im weitesten Sinne werden in Entscheidungsprozesse einbezogen, die man nicht als gegeben ansieht, sondern für die man eine Achtsamkeit entwickelt hat. Bezüglich der Natur setzt Achtsamkeit und Wertschätzung oft Wissen (oder eine emotionale Bindung) voraus.
Bernd Hansjürgens, Urs Moesenfechtel

Kapitel 5. Fazit

Das Konzept der Ökosystemleistungen sowie der ökonomische Ansatz zur Bewertung der Natur, wie sie im TEEB-Vorhaben sowie in der Studie Naturkapital Deutschland – TEEB DE verfolgt werden, bieten eine neue Perspektive: Mit ihnen lassen sich die vielfältigen Leistungen der Natur für den Menschen systematisch und in ihrer ökonomischen Bedeutung erfassen. Das Konzept bietet die Chance, die Verbindungen zwischen dem Dargebot der Natur und dem menschlichen Wohlbefinden sowie die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Ökosystemleistungen deutlicher zu machen. Dies bringt Vorteile, denn viele Entscheidungsträger legen derzeit in der Abwägung über umweltrelevante Veränderungen ein größeres Gewicht auf die ökonomischen Argumente, die z. B. in Nutzen-Kosten-Analysen übersichtlich aufbereitet werden.
Bernd Hansjürgens, Urs Moesenfechtel

Backmatter

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