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Über dieses Buch

Die Unternehmenslandschaft steht vor einem der dramatischsten Umbrüche der letzten 150 Jahre. Digitale Technologien verändern die Art und Weise, in der Unternehmen Wettbewerb treiben und Wertschöpfung erzielen. Nicht nur für den Mittelstand, sondern auch für Großunternehmen hat sich die Wettbewerbsdynamik stark verändert: Es konkurrieren nicht mehr nur Unternehmen gegeneinander, sondern ganze Ökosysteme. Eng verbunden mit dieser neuen Erscheinungsform der Unternehmensorganisation ist die sogenannte Plattformökonomie. Plattformanbieter wie Amazon gehören längst zu den wertvollsten Unternehmen weltweit. Nur ein Hype, oder eine werthaltige strategische Entwicklung? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Autoren dieses Buchs. Nachweislich ihrer Studie, die 2018/2019 unter deutschen mittelständischen Unternehmen aufgeführt wurde, hat auch der Mittelstand bereits erste Schritte in Richtung Plattformökonomie unternommen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Die Unternehmenslandschaft hat sich in den letzten Jahren stark verändert und befindet sich aktuell in einem tief greifenden Umbruch. Während früher die Unternehmensgrenzen und die Austauschbeziehungen zu Kunden und Stakeholder klar definiert waren, führt die Digitalisierung zu einer zunehmenden Dynamisierung und Komplexität der Unternehmensumwelt, bei der die Unternehmensgrenzen sich immer stärker auflösen und Branchen verstärkt miteinander zu konvergieren erscheinen. Exemplarisch zeigen Porter und Heppelmann plakativ anhand des Landwirtschaftssektors, wie sich ein Traktor als rein physisches Produkt durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken zu einem sogenannten smarten (intelligenten) Produkt entwickeln kann, das branchenübergreifende Anknüpfungspunkte für verschiedene aufbauende Serviceanbieter bietet und letztlich in einer Art „System von Systemen“ mündet.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 2. Executive Summary

Zusammenfassung
Die Digitalisierung führt aktuell zu einer der stärksten Umbrüche der Unternehmenspraxis. Die Dynamik und Komplexität der digitalen Welt zeigt sich durch verstärkte Konvergenzen und verschwimmende Branchengrenzen sowie die Disruption etablierter Geschäftsmodelle durch innovative Marktteilnehmer, die sich den Einsatz digitaler Information- und Kommunikationstechnologien zu Nutze machen, um bisherig dominierende Wertschöpfungsstrukturen zu fragmentieren. Um auf diese veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren kommt der Partizipation in Ökosystemen, bei denen Unternehmen auf Plattformen interagieren, um flexibel mit anderen Akteuren und Kunden gemeinsam Wertschöpfung zu kreieren, eine besondere erfolgsversprechende strategische Relevanz für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 3. Grundlagen

Zusammenfassung
Die Grundlagen geben zunächst eine Einführung in das Thema „Ökosysteme und beantworten die Fragen nach dem „Was“, „Wie“ und „Warum“. Daher werden zunächst bereits bestehende Definitionsansätze aus der Literatur in Abschn. 3.1 aufgezeigt und diese im Zeitablauf in Beziehung zueinander gestellt. Dies zeigt die Gemeinsamkeiten sowie einige Unterschiede im Verständnis auf und dient dem ersten Herantasten an das Thema. Dies dient dem Aufbau einer gemeinsamen Wissensbasis und dem holistischen Verständnis des Themas. Des Weiteren geht dieses Grundlagenkapitel auf weitere verwandte Themen ein und versucht den Begriff Ökosysteme unter verschiedenen Gesichtspunkten zu analysieren und bestmöglich im Rahmen der Digitalisierung zu verorten. Dabei werden die Kernbegriffe wie z. B. „Ökosystem“, „digitales Ökosystem“, „Digitale Strategien“, „Mittelstand“ und „Geschäftsmodellinnovation“ im Folgenden näher erläutert. Neben dem Ökosystembegriff weisen die Ergebnisse dieses Buches stark auf einen Mittelstandsbezug hin, weshalb auch dieser Begriff eine Klärung und Eingrenzung im Rahmen dieses Buches findet. Abgerundet wird das Kapitel durch eine Analyse von Beraterstudien, um den Zusammenhang der Literatur und der praxisorientierten Literatur festzuhalten.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 4. Quantitative Erhebung

Zusammenfassung
Nachdem in Kap. 3 wichtige terminologische Grundlagen zu Ökosystemen aber auch dem Mittelstand darlegt und bestehende Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Literatur diskutiert wurden, soll nun im vorliegenden Kap. 4 die durchgeführte quantitative Erhebung im Fokus der Betrachtung stehen. Diese Methode basiert auf einer zahlenmäßig großen Erhebung zur Beschreibung und zur Operationalisierung von Sachverhalten. Durch diese bewusst getroffene numerische Abbildung der Realität grenzt sich die quantitative Erhebung von qualitativen Datenerhebungen (siehe Kap. 5) ab, welche primär die verbale Beschreibung der Untersuchungsobjekte anstreben. Hierzu sollen zunächst neben dem allgemeinen Forschungsdesign die gewählte Erhebungsmethode sowie der grundsätzliche Ablauf der Datenerhebung näher ausgeführt werden. Während in Abschn. 4.2 die Probanden charakterisiert und klassifiziert werden, sollen im Abschn. 4.3, welcher den thematischen Schwerpunkt des vierten Kapitels bildet, die Ergebnisse der quantitativen Erhebung diskutiert werden. Hierbei soll zwischen Rahmenbedingungen, der spezifischen Ausgestaltung, der Typologie von Ökosystemen sowie den Erfolgswirkungen von Ökosystemen differenziert werden.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 5. Qualitative Erhebung

Zusammenfassung
Anknüpfend an die quantitative Erhebung werden im Folgenden die Erkenntnisse aus den Fallstudien vorgestellt, um das Themengebiet möglichst ganzheitlich abzudecken. Die Fallstudien werden anhand der Positionierung des Mittelständlers innerhalb des Ökosystems paradigmatisch anhand von Case Studies im Detail vorgestellt. Die hieraus gewonnenen Forschungserkenntnisse sollen als Ergänzung zur Online-Umfrage gewertet werden.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 6. Diskussion

Zusammenfassung
Im Rahmen des vorliegenden Kapitels sollen die, aus der durchgeführten quantitativen und qualitativen Erhebung, gewonnen Erkenntnisse ganzheitlich diskutiert werden. Die Diskussion baut auf beiden Forschungsvorhaben auf, wonach ausgewählte Aspekte innerhalb der Rahmenbedingungen, bezogen auf die spezifische Ausgestaltungsformen, ökosystem-typologische Merkmale sowie bezüglich der konkreten Erfolgswirkungen gegenübergestellt und diskutiert werden. Die Tiefeninterviews bieten dabei eine geeignete Basis, um die quantitativ hergeleiteten Erkenntnisse zu erweitern, da sie zumal detaillierte Wirkungszusammenhänge hinterfragen, sodass sich die induktiv ermittelten Ergebnisse aus der Triangulation hergeleiteter Erkenntnisse aus beiden Perspektiven heraus entsprechend anreichern oder auch gegenüberstellen lassen. Die Diskussion bildet sodann zugleich die Grundlage für die Erfüllung der praxeologischen Wissenschaftsfunktion, die im nachfolgenden Kap. 7 durch die Ableitung von Best Practices erfolgt.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann

Kapitel 7. Ableitung von Best Practices

Zusammenfassung
Im Rahmen des vorliegenden Beitrags wurden Ökosysteme im Mittelstand aus unterschiedlichen Perspektiven heraus und unter Anwendung einer Triangulation aus quantitativer und qualitativer Forschung umfangreich beleuchtet. Die Erkenntnisse implizieren eine hohe Mannigfaltigkeit, wobei die Ausgestaltung von Ökosystemen mitunter kontext- und situationsspezifisch variiert. Dennoch zeigen die Erkenntnisse überschneidende Tendenzen zum Umgang mit Ökosystemen in der mittelständischen Unternehmenspraxis. Aus den Ergebnissen lassen sich bereits erste Handlungsempfehlungen im Sinne von Best Practices für die mittelständische Unternehmenspraxis, bezogen auf die Umsetzung von Ökosystemen, ableiten. Die abgeleiteten Best Practices werden nachfolgend erläutert.
Wolfgang Becker, Patrick Ulrich, Alexandra Fibitz, Felix Schuhknecht, Meike Stradtmann
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