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06.06.2024 | Offhighway | Infografik | Online-Artikel

Fast jeder zweite Agrarbetrieb beschäftigt sich mit KI

verfasst von: dpa, Christiane Köllner

1:30 Min. Lesedauer

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Sensoren, Drohnen, Managementsysteme: Die Landwirtschaft wird zunehmend digitaler. Viele Bauernhöfe befassen sich mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. 

Digitale Anwendungen mit künstlicher Intelligenz für Felder und Ställe rücken nach Branchenangaben in der Landwirtschaft stärker in den Blick. Mit Einsatzmöglichkeiten dafür befasst sich derzeit fast die Hälfte der Höfe (47 %), wie der Digitalverband Bitkom und die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) nach einer Befragung unter 500 Betrieben mit mindestens 20 ha im Westen und 100 ha im Osten Deutschlands mitteilten. Knapp jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb (9 %) setzt demnach bereits künstliche Intelligenz ein.

Das größte Potenzial dafür werde in Klima- und Wettervorhersagen gesehen, aber etwa auch für die Ernte- und Produktionsplanung oder für Ertragsprognosen. Als mögliche Hilfe interessant seien Lösungen auch für die tägliche Büroarbeit. Die Landwirtschaft gehöre zu den Vorreitern der künstlichen Intelligenz, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. DLG-Vizepräsident Till Meinel sagte, der Einsatz sei wegen Belastungen der Betriebsleiter zunehmend eine Notwendigkeit.

Weit verbreitet sind laut der Befragung unter anderem Landmaschinen mit GPS-Satellitensteuerung oder Systeme für die Zuchtplanung von Kühen oder Sauen. Im Einsatz sind auch bereits Anwendungen zum zielgenaueren Ausbringen von Dünger oder Pflanzenschutzmitteln.

Digitalisierung als Chance für den eigenen Betrieb

Generell sieht eine große Mehrheit (79 %) der Landwirte die Digitalisierung als Chance für ihren Betrieb. Nur 15 % sehen sie als Risiko, für 6 % hat die Digitalisierung keinen Einfluss auf den Betrieb. 80 % sind überzeugt, dass ihnen digitale Technologien eine umweltschonendere landwirtschaftliche Produktion ermöglichen.

Ein Fünftel der Betriebe wollen in diesem Jahr in digitale Technologien und Anwendungen investieren. Allerdings hemmen hohe Investitionskosten den Ausbau. Auch die Sorge vor mehr Bürokratie und unzureichend standardisierte Schnittstellen sowie Vernetzung von Systemen sind Hemmnisse für die Digitalisierung der Landwirtschaft. Dabei sind Landwirte durchaus daran interessiert, diese Digitalkompetenzen zu stärken. Ein Drittel (34 %) der Befragten hat schon einmal an einer Weiterbildung zum Thema Digitalisierung der Landwirtschaft teilgenommen, weitere 43 % haben daran Interesse.

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