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18.03.2016 | Omnibusse | Nachricht | Onlineartikel

Standardisierte Ladeschnittstelle für Elektro-Omnibus-Systeme

Autor:
Christiane Brünglinghaus
2 Min. Lesedauer

Europäische Bushersteller und Ladesystemanbieter plädieren für eine offene Schnittstelle zwischen Elektrobussen und Ladeinfrastruktur. Das soll die Verbreitung von E-Bus-Systemen in Städten erleichtern.

Die europäischen Bushersteller Irizar, Solaris, VDL und Volvo haben sich darauf geeinigt, die Interoperabilität von Elektrobussen mit der Ladeinfrastruktur von ABB, Heliox und Siemens sicherzustellen. Das Ziel sei es, eine offene Schnittstelle zwischen Elektrobussen und Ladeinfrastruktur zu gewährleisten und so die Einführung von Elektrobus-Systemen in europäischen Städten zu erleichtern.

Hintergrund ist, dass sich die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs auf die Einführung von Elektrobussen in Europa vorbereiten würden, wie Siemens erklärt. Die Europäischen Normungsorganisationen CEN (Europäisches Komitee für Normung) und CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) sowie die Internationale Organisation für Normung (ISO) und die Internationale Elektrotechnischen Kommission (IEC) hätten bereits mit Standardisierungsaktivitäten begonnen. Die europäischen Normen sollen voraussichtlich im Jahr 2019 und die internationalen Normen im Jahr darauf in Kraft treten.

In vielen Städten sind Elektrobussysteme jedoch bereits jetzt im Einsatz. Um den Bedürfnissen dieser Städte gerecht zu werden, haben Irizar, Solaris, VDL und Volvo zusammen mit ABB, Heliox und Siemens eine offene, transparente und freiwillige Vereinbarung getroffen.

Ziel: Kompatibilität aller Busmarken und Ladesystemlieferanten

Gängige, bevorzugte technische Schnittstellen sollen für alle Marktbeteiligten geöffnet und für Elektrobusse mit sogenannter Zwischenladung (Schnellladung an Endhaltestellen) und für über Nacht aufgeladene Elektrobusse verwendet werden, erklärt Siemens. Alle Beteiligten arbeiten an den europäischen Normungsaktivitäten mit und teilen ihre Erfahrungen mit CEN/CENELEC und ISO/IEC, um eine gemeinsame europäische Norm für Elektrobussysteme zu etablieren.

Ziel sei es, das Umsteigen auf elektrische Bussysteme in Städten zu erleichtern sowie Zuverlässigkeit und Kompatibilität aller Busmarken und Ladesystemlieferanten zu gewährleisten. Andere Bushersteller und Ladesystemlieferanten seien zur Zusammenarbeit eingeladen.
Für das Zwischenladen verwendet das System die automatische Kontaktierung durch einen Stromabnehmer, drahtlose Kommunikation sowie Kontaktplatten und Infrastruktureinrichtungen, die das Fahrzeug automatisch mittels Stromabnehmer kontaktieren. Für das Laden von Elektrobussen über Nacht soll die Schnelllade-Norm für Fahrzeuge (CCS) als Basis für den Stecker und für die Kommunikation verwendet werden.

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