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12.01.2021 | Online Banking | Infografik | Onlineartikel

Verbraucher sind beim Online Banking sicherheitsbewusst

Autor:
Angelika Breinich-Schilly
2 Min. Lesedauer

Aufgrund der Corona-Krise haben viele Bankkunden in den vergangenen Monaten auf den Gang in die Filiale verzichtet und ihre Geldgeschäfte lieber per Mausklick erledigt. Bei vielen Verbrauchern steht dabei das Thema Sicherheit ganz oben, wenn auch nicht bei allen.

"Die Banken haben technische Schutzvorkehrungen getroffen, die Online Banking mindestens so sicher machen wie klassische Bankgeschäfte. Nutzer sollten aber die gängigen Sicherheitsregeln beachten, damit nicht zum Beispiel Dritte Zugangsdaten ausspähen können", sagt Kevin Hackl, Banking-Experte beim Digitalverband Bitkom. 

Eine Telefonbefragung von Bitkom Research im Auftrag des Verbands unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren ergab, dass das Thema Sicherheit bei Geldgeschäften per Mausklick  zwar für viele Verbraucher wichtiger wird. Dennoch befolgen nicht alle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die von den Instituten empfohlen werden. 

Bankkunden achten auf Virenschutz und aktuelle Betriebssysteme

So achten ach von zehn Online-Banking-Nutzern darauf, dass kein Dritter während der Bankgeschäfte auf ihren Bildschirm schaut. 2019 waren das erst 72 Prozent. Bei 44 Prozent ist auf den Geräten, die dem Online Banking dienen, immer die neueste Betriebssystem-Version und aktuelle Schutzsoftware wie Virenscanner installiert. Das sagten bei der Vorjahresbefragung nur 37 Prozent. Und mit 42 Prozent ist auch die Zahl derer um zwei Prozent gestiegen, die regelmäßig ihre Passwörter und PINs für das Online Banking ändern. 

Allerdings führen noch immer 41 Prozent ihre Finanztransaktionen auch auf fremden Geräten aus - etwa im Büro oder bei Freunden. Bedenklich ist auch die Zahl der Nutzer, die ihre Zugangsdaten schon mal an Dritte wie Freunde oder Familienmitgliedern weitergegeben haben. Diese ist von 19 auf 24 Prozent angestiegen. "Sollte eine Weitergabe der Zugangsdaten in Ausnahmefällen unerlässlich sein, sollte man diese danach auf jeden Fall wieder ändern", rät Hackl. 

Nutzung öffentlichen WLANs rückläufig

Dagegen ging der Anteil der Online-Banking-Nutzer, die ihre Online-Bankgeschäfte über öffentliches WLAN etwa in Restaurants oder Flughäfen erledigt haben, von 49 Prozent im Vorjahr auf aktuell 41 Prozent zurück. "Wichtig beim Online Banking ist, dass man den genutzten Geräten vertraut. Wenn auf einem Gerät zum Beispiel ein sogenannter Keylogger installiert ist, der jeden Tastendruck aufzeichnet, können Kriminelle sich zumindest die Zugangsdaten zum Konto beschaffen, auch wenn sie so noch keine Transaktionen durchführen können", so Hackl. Wer in öffentlichen Netzen sicher gehen wolle, der sollte auf eine VPN-Verbindung zurückgreifen, so der Experte.

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