Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch liefert wichtige Erkenntnisse für die Werterhaltung von Immobilien und deren nachhaltige Nutzung. Mit Unterstützung des Bundesamtes für Energie (BFE) des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) konnten Sanierungsstrategien unter Berücksichtigung des Nutzungszyklus aus Sicht institutioneller Investoren erarbeitet werden. Der Leser erhält ganzheitliche Handlungsempfehlungen durch konkrete Sichtweisen anerkannter Fachexperten. Es werden Aus- und Wechselwirkungen komplexer Gesamtsysteme von Gebäuden betrachtet und die Abhängigkeiten der Einzelteile beurteilt, Sanierungsstrategien interdisziplinär entwickelt und anhand eines Leitfadens Massnahmen zur Erhöhung einer Erneuerungsrate von Gebäudehüllen dargelegt. Es wird aufgezeigt, dass neben der funktionalen Nutzungsdauer, die Identität der Gebäude über einen längeren Nutzungszyklus und die Adaptionsfähigkeit bei sich verändernden Nutzungsprofilen entscheidend sind für die Lebensdauer von Immobilien. Durch ein effektives Management des Nutzungszyklus lassen sich Renditesteigerungen erzielen. Hierbei müssen Investitionsschwerpunkte während des ganzen Lebenszyklus gezielt aufeinander abgestimmt, sinnvoll geplant und optimiert werden. Das Buch liefert einen direkten Mehrwert für institutionelle Immobilien-Bestandshalter und integriert dabei eine interdisziplinäre Sichtweise.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Institutionelle und wirtschaftliche Sichtweise

Frontmatter

Kapitel 1. Sanierungsstrategien unter Berücksichtigung des Nutzungszyklus aus Sicht institutioneller Investoren

Bei Bauprojekten stehen in der Regel die Erstellung des Gebäudes und deren Kosten im Vordergrund. Nach dem Bezug des Gebäudes beginnen die Kosten für den Unterhalt. Die Unterhaltskosten (Betrieb, Instandsetzung, Erneuerung) machen einen grossen Teil der sogenannten Lebenszykluskosten (LCC) aus.
Marvin King, Michael Trübestein

Kapitel 2. Sanierungsstrategien institutioneller Investoren

Institutionelle Investoren – mithin Pensionskassen, Lebensversicherungen und Stiftungen – gehören zu bedeutenden Immobilien-Bestandshaltern in der Schweiz und investieren im Rahmen der Kapitalanlage kontinuierlich in Immobilien. Aufgrund der Funktion als Kapitalanlage und der damit verbundenen Bedeutung des Werterhalts und der Rendite sind abgestimmte Sanierungsstrategien bzw. -zyklen und Nutzungskonzepte von besonderer Bedeutung. Eine zielführende Abstimmung und nachhaltiger Investitionszeitpunkt sind folglich sinnvoll.
Janine Berger, Michael Trübestein, Marvin King

Kapitel 3. Immobilienstrategie des Kantons Luzern

Die Schweizer Kantone gehören zu bedeutenden Akteuren auf den Immobilienmärkten: Sie verfügen über einen ausgedehnten, heterogenen und geographisch weit gestreuten Immobilienbestand. Dieser umfasst «klassische» Liegenschaften wie bspw. Büro- oder Wohnimmobilien, mehrheitlich aber zahlreiche Sonderimmobilien wie bspw. Berufsschulen, Gymnasien, Hochschulen, Universitäten, Gefängnisse, Spitäer, Kliniken, landwirtschaftliche Bauten, Schwimmbäder oder denkmalgeschützte Gebäude wie Kirchen, Museen etc.. Die Objekte sind dabei über die Kantone verteilt und sollten – sofern möglich – wirtschaftlich und nachhaltig geplant, gebaut und unterhalten werden.
Hans-Urs Baumann, Michael Trübestein

Kapitel 4. Finanzierungs- und Sanierungsstrategien im Spannungsfeld

In diesem Artikel wird das Verhältnis der Finanzierungs- und Sanierungsstrategien bei vermieteten Wohnliegenschaften genauer untersucht. Ziel ist es zu zeigen, wie diese beiden Strategien zusammenspielen und ob und unter welchen Voraussetzungen sie in Einklang gebracht werden können. Das Spannungsfeld dieser beiden Strategien besteht, weil die Sanierungsstrategien finanzielle Mittel absorbieren und so die Rentabilität der Liegenschaft einschränken.
Albert Müller

Gesellschaftliche Sichtweise und Trends

Frontmatter

Kapitel 5. Effizientes Bauen und flexible Gebäudekonzepte

Die Energiestrategie 2050 hat durch die Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz eindeutige Leitplanken im Hinblick auf den Schweizer Gebäudepark gesetzt: Reduktion des Energieverbrauchs, Senkung des CO2-Ausstosses und weiterreichende steuerliche Anreize für Gebäudesanierungen. Ziel ist dadurch mehr Gesamtsanierungen anstelle von Teilsanierungen, die heute steuerlich attraktiver sind, zu realisieren. Aus energetischer Sicht sind Gesamtsanierungen sinnvoller.
Guido Estermann

Kapitel 6. Nutzerbedürfnisse in der Zukunft

In der heutigen vernetzten und digitalen Zeit lassen sich zeitnah zu jeder Zeit, an jedem Ort und von allen Akteuren im Immobilienmarkt spezifische Informationen und Analysen zum Immobilienmarkt abrufen. Dadurch können relativ präzise Aussagen und Bewertungen zum Ist und der bisherigen Vergangenheit, sowie der erwarteten Zukunft gemacht werden. Entwickler, Investoren, Behörden und die Politik haben hierzu möglicherweise eine andere Sichtweise und andere Interessen als die künftigen Benutzer, Bewohner und weiteren Interessensgruppen der Quartiere und Immobilien, welche in der Zukunft entstehen werden.
Rudolf Holzer

Kapitel 7. Die Baukultur als Entscheidungsparameter bei Projektentwicklungen

Peter Zumthor charakterisiert mit einprägsamen Worten die umfassende Wirkung die von Architektur ausgeht, sowohl von guter wie auch von bedeutungsloser oder gar schlechter. Darin enthalten ist gegebener Weise eine ganze Reihe von Wirkungen die stark auf das Subjekt bezogen sind, nur bedingt subjektiv, aber sicher die Empfindungen von Subjekten geprägt. In einer solchen Lesart der Architektur hat sich in den letzten Jahren der Begriff der Atmosphäre, eben auch unter anderen durch Peter Zumthor geprägt, in den Vordergrund der Fachdiskussion gedrängt.
Dieter Geissbühler

Kapitel 8. Redevelopment Ansätze im internationalen Vergleich: Tokyo-Zürich

The Tokyo Metropolitan area can be divided into the “Prefecture of Tokyo” (Tokyo-To) and the “Tokyo city area” (Tokyo-Ku) which comprises 23 central wards or districts in it: Chuo, Koto, Minato, Shinjuku, Nerima, Sumida, Arakawa, Chiyoda, Setagaya, Shinagawa, Edogawa, Bunkyo, Toshima, Ota, Itabashi, Meguro, Taito, Shibuya, Nakano, Kita, Suginami, Katsushika and Adachi. (Figure 1)
Andrea González, Patrick Hüppi

Architektonische und technische Sichtweise

Frontmatter

Kapitel 9. Gebäudezustandsführung in Immobilien-Portfolios

Investoren und Eigentümer erwarten heute aus ihren Portfolios eine wesentlich höhere Wertschöpfung und fordern, da Fehlentscheide nicht mehr automatisch durch Inflation und Wertsteigerung kompensiert werden, eine aktive Bewirtschaftung. Neue Ansätze wie Real Estate Management oder Facility Management sind die genannten Erfolgsrezepte. Trotz dessen stellt man fest, dass in der Praxis wie in der Literatur die Bewirtschaftung von Immobilien-Portfolios entweder von der rein finanzwirtschaftlichen oder von der rein technischen Seite angegangen wird.
Silvio Wullschleger

Kapitel 10. Die Optimierung des falschen Weges führt gleichwohl in die falsche Richtung: Über die Rolle der Gebäudetechnik auf dem Weg in den emissionsfreien Betrieb

Debatten zur Nachhaltigkeit in der Gebäudetechnik und insbesondere die Energiefrage sind seit einigen Jahren fester Bestandteil der Architektur- und Immobilienbranche. Noch mehr dämmen oder doch mehr Technik? Macht eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung Sinn oder führt sie primär zu hohen Unterhalts- und Instandhaltungskosten? Wieviel Technik ist in einem Gebäude notwendig? Führt bis zur Diskussion, was ist überhaupt (Gebäude-)Technik? Und schliesslich steht über allem immer die Frage der Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich eine anfängliche Zusatzinvestition in eine der obengenannten Massnahmen oder Technologien für den energieeffizienten oder emissionsarmen Gebäudebetrieb überhaupt – wer profitiert davon und wem bringt es eigentlich etwas? Dazu kommt das Risiko der sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen? Derartige und weitere Fragen füllen Tagungsprogramme und führen regelmässig zu hitzigen Diskussionen.
Marc Bätschmann, Niklaus Haller

Kapitel 11. CO2-Vermeidungskosten von Gebäudeerneuerungen in der Praxis und ihre Grenzen

Bei der nachhaltigen Erneuerung von Gebäuden ist das Potenzial zur Reduktion von CO2-Emissionen eine zentrale Entscheidungsgrundlage. Es interessiert wieviel CO2-Einsparung man für den eingesetzten Franken bekommt respektive welche Massnahmen bei einem beschränkten Budget eingesetzt werden um die bestmögliche CO2-Reduktion zu erreichen. Etwas Theorie und ein Fallbeispiel zeigen wie mit dem Ansatz der Vermeidungskosten fundierte Entscheide getroffen werden können.
Marcel Nufer, Andreas Baumgartner

Kapitel 12. Die energetische Sanierung als Dienstleistung? – Ihre systemische Bedeutung im Kontext unserer zukünftigen Multi-Energie-Systeme

Warum sollte ein Gebäude energetisch wirksam erneuert werden? Allein über die Energieeinsparnis rechnet sich diese Form der Sanierung nicht bei den heute üblich veranschlagten Amortisationszeiten. Zudem ist Energie aktuell zu billig, da die für die Nutzung gesamtgesellschaftlichen Folgekosten nicht vollumfänglich eingepreist sind.
Thomas Schluck, Marvin King

Kapitel 13. Zusammenfassung und Ausblick

In den letzten beiden Dekaden war der Schweizer Immobilienmarkt durch einen konstanten Aufschwung geprägt und konnte aus Sicht von Investoren durchweg attraktive Renditen aufweisen. Folglich erhöhten sich auch direkte und indirekte Investitionen institutioneller Investoren – mithin Pensionskassen und Lebensversicherungen – in den Schweizer Immobilienmarkt. Das hohe Interesse institutioneller Investoren wurde durch niedrige Zinsen der SNB sowie ein favorables ökonomisches Umfeld mit u.a. hoher Beschäftigungsquote, Wirtschaftswachstum und positiven Migrationssalden in den letzten Jahren noch verstärkt.
Marvin King, Michael Trübestein

Backmatter

Weitere Informationen

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.