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2024 | Buch

Organisationen sind keine Maschinen

Organisationen sind Lebewesen - Antworten für eine turbulente Welt

verfasst von: Renate Henning, Klaus Henning

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Wachsende Komplexität und Dynamik prägt diese Welt und auch die meisten Organisationen. Die damit verbundene zunehmende Turbulenz besser zu verstehen und zu meistern ist Anliegen dieses Buches. Es zeigt, dass Organisationen keine Maschinen sind, sondern als Lebewesen verstanden und gesteuert werden sollten. Die Autoren beschreiben, wie diese systemische Denkweise seit Mitte der 1940er Jahre in vielen Disziplinen zu finden ist und als kybernetischer Ansatz vernetzt ist mit den biologischen, soziologischen, psychologischen, technischen und chaostheoretischen Ansätzen.

Schon das erste Mal, als wir Mitte der 80iger Jahre mit dem OSTO-Ansatz in Berührung kamen, hat es uns gepackt. Von nun an begannen wir Organisationen als Lebewesen, als soziologische Einheit, zu sehen und nicht als statisches, militaristisches Gebilde. Damals war das für uns etwas völlig Neues.

Die Organisation als ein Lebewesen, dass sich verändern kann und nicht stehen bleiben muss in vorgegebenen Mustern zu betrachten, das ist eine Chance für Menschen in Organisationen, die in der immer turbulenter werdenden Welt zurecht zu kommen wollen und müssen.

Die Auseinandersetzung mit den komplexen Zusammenhängen der jeweiligen Zeit waren für uns immer schon von großem Interesse. Während Klaus Henning Elektrotechnik studierte und Renate Henning Pädagogik besuchten wir in unserer Münchener Studienzeit beide die Hochschule für Politische Wissenschaften in München. Diese Kombination prägt unser Denken und Handeln bis heute.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Eine Welt wachsender Turbulenzen
Zusammenfassung
Wir leben in einer Welt wachsender Turbulenzen, die immer zerbrechlicher wird. Sie ist geprägt durch eine zunehmende Fragilität. Wesentliche Treiber hierfür sind die Zeitenwende durch die digitale Transformation aller Lebensbereiche mit Künstlicher Intelligenz und die Gefährdung des Planeten durch die ökologische Bedrohung.
Renate Henning, Klaus Henning
2. Grenzen der Wahrnehmung und Steuerbarkeit
Zusammenfassung
Die weltweit wachsende Komplexität und Dynamik führen zu Grenzen der Wahrnehmung und Steuerbarkeit von Organisationen. Diese Dynaxity (Dynamics&Complexity) kann durch verschiedene Zonen charakterisiert werden – statisch (1), dynamisch (2), turbulent (3), chaotisch (4). Da die Rück-,Fern- und Nebenwirkung des Handelns bei steigender Dynaxity zunehmen, ist in vielen Fällen erfolgreiches Managen nur noch unter turbulenten Bedingungen (Zone 3) möglich. Man kann sich die Charakteristik von Dynaxity auch vom Chaos (Zone 4) als Normalfall erschließen, da sich selbst überlassene Systeme zu einem Zustand maximaler Unordnung tendieren. Managen heißt dann immer: Unordnung reduzieren, ohne in hierarchische Starrheit zu verfallen.
Renate Henning, Klaus Henning
3. Dynaxibility – die Fähigkeit, mit Dynaxity umzugehen
Zusammenfassung
Bei wachsender Komplexität und Dynamik (Dynaxity) steht man zunehmend im Nebel und empfindet als Führungskraft: Ich verstehe nicht mehr, was gerade passiert. Die dann notwendige bewusste Wahrnehmung von immer neuen Anforderungen an die Organisationen als Lebewesen, die von außen und innen fragil sein können, stellt Fragen: Wie kann man erkennen, in welcher Dynaxity sich die Organisation befindet? Gibt es bei wachsender Dynaxity Muster für erfolgreiches Verhalten? Gibt es dafür passende Organisationsformen und angemessene Denkweisen? Gesucht sind also Hilfestellungen, um die Fähigkeit zur erlangen, mit der Dynaxity umzugehen, eine Dynaxibility zu erlangen.
Renate Henning, Klaus Henning
4. Organisationen zwischen Rationalität und Emotionalität
Zusammenfassung
Organisationen bewegen sich immer im Spannungsfeld zwischen Rationalität und Emotionalität. Die Balance zwischen Rationalität und Emotionalität wird immer schwieriger, je mehr die Dynaxity steigt. Wir wollen im Folgenden zeigen, wie eine gute Balance zwischen rationalen und emotionalen Prozessen erhalten bzw. wiedergewonnen werden kann. Diese Prozesse sind für das Verständnis und das Managen lebender Systeme von großer Bedeutung.
Renate Henning, Klaus Henning
5. Organisationen sind Lebewesen mit Rückkopplungen
Zusammenfassung
Organisationen sind Lebewesen und gehören systemtheoretisch zu den lebenden Systemen. Sie können als kybernetische Systeme betrachtet werden, in denen ein Transformationsprozess von Inputs zu Outputs stattfinden. Die Outputs sind dabei in mehreren Dimensionen mit dem Input rückgekoppelt. Wir werden zeigen, warum Rückkopplungen für die Existenz eines lebenden Systems von grundlegender Bedeutung sind. Dazu wird das Rückkopplungsprinzip als ein Erkenntnisprozess abgeleitet. Dann werden die unterschiedlichen Dimensionen von Rückkopplungen erläutert und deren stabilisierende oder destabilisierende Wirkung auf eine Organisation erläutert.
Renate Henning, Klaus Henning
6. Wie ist das systemische Verständnis von Organisationen entstanden?
Zusammenfassung
Organisationen werden immer noch oft als „Maschinen“ verstanden, die präzise steuerbar sind. Für lebende Systeme ist das Maschinenmodell aber unzureichend. Die Überlegungen zu einem ganzheitlichen Ansatz für lebende Systeme, und damit auch für Organisationen als Lebewesen haben sich seit dem zweiten Weltkrieg aus zahlreichen Einflüssen und unterschiedlichen Fachdisziplinen entwickelt. Grundlegendes kommt aus der Feldtheorie von Kurt Lewin, dem ganzheitlichen Systemansatz von Bertalanffy und der Autopoiese Theorie von Humberto Maturana und Niklas Luhmann. Eine Basis bietet die kybernetische Theorie von Nobert Wiener, Ross Ashby und Stefford Beer sowie die Systemansätze des Clubs von Rom des Tavistock Instituts. Aus der Gegenüberstellung des Maschinenmodells und dem Verständnis von lebenden Systemen wird deutlich: Organisationen sind Lebewesen.
Renate Henning, Klaus Henning
7. Entwicklung des OSTO-Systemmodells als Orientierung in der Dynaxity
Zusammenfassung
Aufbauend auf den zahlreichen Arbeiten zu einem systemischen Organisationsverständnis hat sich das OSTO-Systemmodell entwickelt, das im Folgenden in seiner Prozessvariante abgeleitet wird. Der zentrale Aufschlag von David P. Hanna wurde durch Rieckmann und Henning/Henning zu einem tragfähigen Konzept entwickelt. Die Grundausrichtungen aller Organisationen brauchen wegen ihrer vielfältigen Außeneinflüsse einen von allen verstandenen und getragenen Grund Ihrer Existenz, den sogenannten Existenzgrund, auf den die erzeugten Outputs (Produkte, Dienstleistungen) zielen.
Renate Henning, Klaus Henning
Backmatter
Metadaten
Titel
Organisationen sind keine Maschinen
verfasst von
Renate Henning
Klaus Henning
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-68781-9
Print ISBN
978-3-662-68780-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68781-9

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