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Über dieses Buch

Von der Wiege bis zur Bahre wird unser Leben durch Organisationen bestimmt. Aber wir sind nicht dafür ausgebildet worden, wie wir als Mitglied, Kunde, Wähler oder Patient mit Unternehmen, Verwaltungen, Universitäten, Schulen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Parteien oder Armeen zurechtkommen können.

Organisationen – was sind das für „Gebilde“, die unsere moderne Gesellschaft so stark bestimmen? Wie ticken sie? Welche Eingriffsmöglichkeiten gibt es? Anhand der drei zentralen Merkmale Zwecke, Hierarchien und Mitgliedschaften wird erklärt, wie Organisationen funktionieren.

Mithilfe der Metaphern von Organisationen als Fassaden, Maschinen und Spiele werden die drei Seiten der Organisation – die Schauseite, die formale Seite und die informale Seite – so dargestellt, dass dem Leser ein breites Instrumentarium zum Verständnis von Organisationen zur Verfügung gestellt wird.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Organisationen – Was ist das eigentlich?

Zusammenfassung
Unser Leben wird maßgeblich von Organisationen bestimmt – ohne dass wir aber jemals dafür ausgebildet wurden, wie wir mit diesen zurechtkommen sollen. Schließlich gibt es in keinem Land der Welt ein Schulfach „Organisationslehre“. Die meisten Ausbildungen bereiten zwar auf konkrete Tätigkeiten in Unternehmen, Verwaltungen, Krankenhäusern oder Kirchen vor, erklären jedoch nur am Rande, wie man sich in diesen Organisationen zu bewegen hat.
Stefan Kühl

Kapitel 2. Mitgliedschaft, Zwecke und Hierarchien

Zusammenfassung
Wenn man Mitglieder von Organisationen befragt, wie ihre Unternehmen, Universitäten, Kirchen, Parteien oder Verwaltungen funktionieren, erhält man häufig eine überraschend einfache Darstellung. Man braucht sich nur die Präsentationen anzusehen, mit denen die Mitarbeiter von Versicherungsunternehmen versuchen, die Ziele oder den Aufbau ihrer Organisation darzustellen, die Broschüren, mit denen öffentliche Verwaltungen auf Bewerbermessen ihren Beamtennachwuchs zu rekrutieren suchen, oder die Websites, mit denen Greenpeace, der WWF oder eine Gewerkschaft Mitglieder werben: Immer erscheinen die Organisationen mit klaren Zwecken ausgestattet, die durch eine möglichst effiziente, in der Regel hierarchisch strukturierte Organisationsform und mit einem selbstverständlich gut geschulten Personalbestand verfolgt werden sollen.
Stefan Kühl

Kapitel 3. Maschinen, Spiele und Fassaden: Die drei Seiten der Organisation

Zusammenfassung
„Mülltonnen“, „Marktplätze“, „Datenverarbeitungsanlagen“, „Eingeborenenstämme“ oder „Kraken“ – Organisationen werden von Wissenschaftlern mit ganz unterschiedlichen Bildern belegt. Sie werden mit „Raumschiffen“ und „Gehirnen“ verglichen oder es werden Assoziationen mit „Gefängnissen“ – Stichwort „stählernes Gehäuse der Hörigkeit“– oder mit „Bienenstämmen“ geweckt. „Bilder der Organisation“ – so der Titel eines Buches des Organisationsforschers Gareth Morgan (1986) – lassen sich nutzen, um Unterschiede zwischen Organisationen zu verdeutlichen.
Stefan Kühl

Kapitel 4. Gesellschaft der Organisationen, organisierte Gesellschaft, Organisationsgesellschaft. Weswegen Organisationen nicht alles sind

Zusammenfassung
„Organisationsgesellschaft“ (Presthus 1962), „organisierte Gesellschaft“ (Gross 1973) oder „Gesellschaft der Organisationen“ (Drucker 1942) – es mangelt nicht an Diagnosen, in denen Organisationen als das herausragende Merkmal der modernen Gesellschaft dargestellt werden. Unter dem Eindruck der flächendeckenden Durchsetzung von Organisationen wie Unternehmen, Verwaltungen, Krankenhäusern, Universitäten, Schulen, Ministerien oder Parteien in allen Ländern der Welt hat es im zwanzigsten Jahrhundert immer mehr Versuche gegeben, die moderne Gesellschaft von ihren Organisationen her zu erklären.
Stefan Kühl

Backmatter

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