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2023 | OriginalPaper | Buchkapitel

6. Organisationsformen und Personalstruktur

verfasst von : Matthias Baumgartl

Erschienen in: Das Resilienz-Management von Einzelunternehmern

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Der oberdeutsche Fernhandel basierte im ausgehenden Mittelalter überwiegend auf dem Typus der Familienhandelsgesellschaft als Unternehmensform. Dabei schlossen sich in der Regel mehrere durch Verwandtschaft verbundene Teilhaber in einer Gesellschaft zusammen und stellten dem Unternehmen nicht nur Kapital, sondern auch ihre Arbeit zur Verfügung. Beispiele derartiger Zusammenschlüsse sind insbesondere die Welser-Vöhlin-Gesellschaft sowie die ‚Große Ravensburger Gesellschaft‘.

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Fußnoten
1
Vgl. Lutz, Elmar: Die rechtliche Struktur süddeutscher Handelsgesellschaften in der Zeit der Fugger, Bd. I., Tübingen 1976, S. 55–58.
 
2
Vgl. Hildebrandt, Reinhard: Unternehmensstrukturen im Wandel. Personal- und Kapitalgesellschaften vom 15.–17. Jahrhundert, in: Gerhard, Hans-Jürgen (Hrsg.), Struktur und Dimension. Festschrift für Karl Heinrich Kaufhold. Bd. 1: Mittelalter und Frühe Neuzeit, (=VSWG, Beihefte, Bd. 132) Stuttgart 1997, S. 94–96; Kießling, Rolf: Wirtschaftlicher Strukturwandel in der Region – Die Welser-Vöhlin-Gesellschaft im Kontext der Memminger Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 15. und frühen 16. Jahrhunderts, in: Häberlein, Mark/Burkhardt, Johannes (Hrsg.): Die Welser. Neue Forschungen zur Geschichte und Kultur des oberdeutschen Handelshauses, (=Colloquia Augustana, Bd. 16) Berlin 2002, S. 184–214.
 
3
Vgl. Hildebrandt: Unternehmensstrukturen im Wandel, S. 96–102.
 
4
Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 69.
 
5
Vgl. Hildebrandt, Reinhard: Diener und Herren. Zur Anatomie großer Unternehmen im Zeitalter der Fugger, in: Burkhardt, Johannes (Hrsg.): Augsburger Handelshäuser im Wandel des historischen Urteils, (=Colloquia Augustana, Bd. 3), Berlin 1996, S. 153.
 
6
Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 29, 35.
 
7
Vgl. Hildebrandt: Diener und Herren, S. 159; Backmann: Der Fondaco dei Tedeschi, S. 74–83.
 
8
Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 29–30.
 
9
Vgl. Backmann: Der Fondaco dei Tedeschi, S. 74–83.
 
10
Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 69; Amend-Traut, Anja: Art. „Handelsgesellschaften“, in: HRG, 2. Auflage, Bd. 2: Berlin 2012, Sp. 703–712; Denzel, Markus A./Pfister, Ulrich: Art. „Handelsgesellschaft”, in: Enzyklopädie der Neuzeit Online, (online abrufbar unter: http://​dx.​doi.​org/​10.​1163/​2352-0248_​edn_​COM_​277517, abgerufen am 20.08.2021).
 
11
Vgl. Riebartsch, Joachim: Augsburger Handelsgesellschaften des 15. und 16. Jahrhunderts. Eine vergleichende Darstellung ihres Eigenkapitals und ihrer Verfassung, Bergisch Gladbach 1987, S. 39; Kießling: Wirtschaftlicher Strukturwandel.
 
12
Vgl. hierzu Demo: Mercanti di Terraferma. Demo analysierte in diesem Kontext vorwiegend die Gesellschaftsverträge der Seidenhandelsgesellschaften aus Verona und Vicenza.
 
13
North: Kommunikation, Handel, Geld und Banken, S. 25.
 
14
Zu Millers Herkunft ist wenig bekannt. Ob Hans Miller etwa mit dem Fugger-Faktor Thomas Miller oder dem späteren Augsburger Kaufmann Matheus Miller verwandt war, bleibt angesichts der Quellenlage unklar. Zu Thomas Miller vgl. Dauser, Regina: Informationskultur und Beziehungswissen – das Korrespondenznetz Hans Fuggers (1531–1598), (=Studia Augustana, Bd. 16), Tübingen 2008, S. 70 Anm. 65, 83 Anm. 7, 86 Anm. 24, 102 Anm. 104, 142 Anm. 8, 192 Anm. 173, 193 Anm. 181, 335 Anm. 95. Zu Matheus Miller vgl. Safley, Thomas Max (Hrsg.): Die Aufzeichnungen des Matheus Miller. Das Leben eines Augsburger Kaufmanns im 17. Jahrhundert (= Veröffentlichungen der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft. Reihe 6: Reiseberichte und Selbstzeugnisse aus Bayerisch-Schwaben; Bd. 4), Augsburg 2003.
 
15
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 294.
 
16
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 82, 199.
 
17
Vgl. Hildebrandt: Diener und Herren, S. 156 mit Anm. 20, 169 mit Anm. 61.
 
18
StadtAA, KuH 22, fol. 56.
 
19
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 70–71.
 
20
Die Lieferung umfasste unter anderem Spieße, Hellebarden, Musketen, Sturmhauben und Gürtel. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 70. Zu Paul Buchner vgl. Donath, Matthias: Art. „Paul Buchner der Ältere“, in: Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V. (Hrsg.): Sächsische Biografie, (online abrufbar unter: https://​saebi.​isgv.​de/​biografie/​Paul_​Buchner_​d.​%c3%84.​_​(1531–1607), abgerufen am 22.08.2021).
 
21
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 71. Dieses Pferd hatte Gauger zuvor über Camillo Bartoli aus Venedig importiert. Vgl. ebd., fol. 13.
 
22
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 70–72.
 
23
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 176–177, 261–263.
 
24
StadtAA, KuH 22, fol. 261.
 
25
StadtAA, KuH 23, fol. 39.
 
26
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 18.
 
27
StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
28
StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
29
StadtAA, KuH 22, fol. 201.
 
30
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 179–180, 202.
 
31
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 225, 249. Zum Bankrott der Gontieri-Heinarth vgl. Abschnitt 6.3.3.1.2.
 
32
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 115, 162.
 
33
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr.: 730.
 
34
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr.: 1193, 1195.
 
35
Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr.: 385.
 
36
Vgl. hierzu Abschnitt 4.​2.​2.
 
37
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 74.
 
38
Für das Geburtsjahr vgl. Körner, Hans/Hansert, Andreas: Frankfurter Patrizier. Historisch-genealogisches Handbuch der adeligen Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg zu Frankfurt am Main, Neustadt a. d. Aisch 2003, S. 251. Zu Hans Christoph Fleckhammer vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 226.
 
39
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 137, 260.
 
40
StadtAA, KuH 22, fol. 290.
 
41
Vgl. ebd.
 
42
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 300.
 
43
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 301.
 
44
Aller Wahrscheinlichkeit nach handelte es sich hierbei um den Sohn von Matthäus Westermair I. Westermairs Eheschließung mit Maria Ulstett 1567 sowie dessen Tod im darauffolgenden Jahr lassen auch das Geburtsdatum Matthäus II. in diesem Zeitraum als plausibel erscheinen. Vgl. zu Matthäus Westermair I. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr.: 1445.
 
45
StadtAA, KuH, 22, fol. 5.
 
46
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 110.
 
47
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 122.
 
48
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 159.
 
49
Für dessen Konto vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 92.
 
50
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 140.
 
51
Vgl. Krünitz, Johann Georg: Art. „Commissionär“ in: Ders. (Hrsg.): Oekonomische Encyklopädie oder Allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung, Bd. 8, Berlin 1776, S. 250.
 
52
Schmidt: Gewerbebuch, S. 21.
 
53
Vor allem für den Überseehandel britischer und niederländischer Kaufleute mit den amerikanischen Kolonien wird die Bedeutung des Kommissionshandels hervorgehoben. Ein prägnanter Überblick über die diesbezüglich erschienene Literatur findet sich bei Matringe: Double-entry bookkeeping and the use of the bill of exchange, S. 10, Anm. 38. Auch Stefan Gorißen betont im Hinblick auf die deutschen Territorien die Bedeutung des Kommissionshandels vorwiegend seit dem 17. Jahrhundert und zieht im Zuge dessen eine Grenze zum vorausgehenden Jahrhundert. Vgl. Ders.: Differenzierung und Spezialisierung im Fernhandel des 17. und 18. Jahrhunderts. Zur Bedeutung des Kommissions- und Speditionshandels, in: Hilger, Susanne/Landwehr, Achim (Hrsg.): Wirtschaft – Kultur – Geschichte. Positionen und Perspektiven. Stuttgart 2011, S. 45–63, hier S. 52: „Noch im 16. Jahrhundert spielte der Kommissionshandel im deutschsprachigen Raum keine nennenswerte Rolle.“
 
54
So zählte Schmidt das Kommissionswesen zu einer Reihe von Faktoren, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Marktinfrastruktur beitrugen, die dann sinkende Transaktionskosten und niedrigere Markteintrittsbarrieren für die Akteure nach sich zogen. Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 25–26. Van der Wee betont, dass es sich bei Organisationsformen, wie dem Kommissionshandel, im 16. Jahrhunderts keineswegs um neue Innovationen handelte, diese jedoch im Zuge ihrer weiträumigen Verbreitung für strukturelle Änderungen sorgten. Vgl. Van der Wee, Herman: The Growth of the Antwerp Market and the European Economy, Bd. 1, Den Haag 1963, S. 325–326. Im Gegensatz dazu beschreibt Brulez den Kommissionshandel als innovatorische Antithese zum großen, schwerfälligen Familienunternehmen des Spätmittelalters. Vgl. Brulez, Wilfrid: De Firma della Faille en de Internationale Handel van Vlaamse Firmaʼs in de 16e Eeuw, Brüssel 1959, S. 365–369. Eine der wenigen expliziten Fallstudien zum Kommissionshandel stammt von Florence Edler. Vgl. Dies.: The van der Molen, Commission Merchants of Antwerp. Trade with Italy, 1538–44, in: Cate, James Lea/Anderson, Eugene N. (Hrsg.): Medieval and Historical Essays in Honor of James Westfall Thompson, Chicago 1938, S. 78–145. Weitere Studien, die explizit die Bedeutung des Kommissionswesens hervorheben sind Goldthwaite, Richard: The Economy of Renaissance Florence, Baltimore 2009, S. 89–90; Peters: Der Handel Nürnbergs; Bratchel, Michael Edwin: Italian Merchant Organization and Business Relationships in Early Tudor London, in: Subrahmanyam, Sanjay (Hrsg.): Merchant networks in the early modern world, Aldershot 1996, S. 1–28; Kalus: Pfeffer – Kupfer – Nachrichten, S. 219.
 
55
Vgl. Matringe, Nadia: La Banque en Renaissance. Les Salviati et la place de Lyon au milieu du XVIe siècle, Rennes 2016. Heinrich Lang betont in seiner Habilitationsschrift ebenfalls mehrfach die Bedeutung des Kommissionshandels für die Salviati und Welser. Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 267.
 
56
Matringe: La banque, S. 137.
 
57
Vgl. Gorißen: Differenzierung und Spezialisierung, S. 45–47.
 
58
Vgl. Brulez: De Firma della Faille, S. 369.
 
59
Die Fallstudie Edlers basiert auf der Auswertung von Korrespondenzen. Vgl. Edler: The Van der Molen.
 
60
Zu dieser Einsicht kommt auch Backmann im Rahmen ihrer Studie zu oberdeutschen Kaufleuten in Venedig für das 16. und 17. Jahrhundert. Vgl. Backmann: Der Fondaco dei Tedeschi, S. 106–107. Angesichts der Tatsache, dass die Studie Backmanns auf der Auswertung der venezianischen Notariatsakten basiert, verwundert es auch nicht, dass der Kommissionshandel in ihrem Kapitel zu den Wirtschaftsstrategien oberdeutscher Kaufleute kaum thematisiert wird. Lediglich für den Augsburger Elias Huepher, der ebenfalls ein wichtiger Geschäftspartner David Gaugers war, wird die Tätigkeit auf Kommissionsbasis erwähnt. Vgl. ebd., S. 107.
 
61
So bspw. Hildebrandt: Diener und Herren, S. 149–175, hier S. 152–153.
 
62
Vgl. Landwehr, Thorsten: Das Kommissionsgeschäft in Rechtswissenschaft, Gesetzgebung und Rechtspraxis vom 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts (=Rechtshistorische Reihe, Bd. 277), Frankfurt a. M. 2003, S. 68, 103. Es scheint bis Ende des 18 Jahrhunderts keine genaue Differenzierung zwischen diesen Begriffen gegeben zu haben. Vgl. Krünitz, Johann Georg: Art. „Factor“ in: Ders. (Hrsg.): Oekonomische Encyklopädie oder Allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung, Bd. 12, Berlin 1777, S. 20.
 
63
So wird die für Valerio Boni verrechnete Provision in der betreffenden Buchung explizit als Factoreygelt bezeichnet. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 213.
 
64
Vgl. Krünitz: Art. „Commissionär“, S. 250.
 
65
Vgl. Savary, Jacques: Der vollkommene Kauff- und Handelsmann: oder allgemeiner Unterricht; alles, was zum Gewerb und Handlung allerhand beydes Französischer als Außländischer Kauff-Wahren gehört […], Bd. 2, Genf 1676, S. 163–164.
 
66
So bspw. Brulez: De Firma della Faille, S. 369–370, Van der Wee: The Growth of the Antwerp Market, Bd. 1, S. 325–326.
 
67
Vgl. Wilson, John-Paul: The ‘Illiterate Trader’?, in: Bulletin of the Institute of Classical Studies, Bd. 42 (1997/98), S. 29–56, hier S. 47.
 
68
Vgl. Gorißen: Differenzierung und Spezialisierung, S. 46.
 
69
Vgl. Luzzatto, Gino: Les Activités Économiques Du Patriciat Vénitien (Xe-Xive Siécles), in: Annales D'histoire Économique et Sociale, Bd. 9, Nr. 43 (1937), S. 25–57, hier S. 47. Auch für das folgende Jahrhundert finden sich Hinweise bei venezianischen Kaufleuten. Vgl. Ashtor, Eliyahu: Levant trade in the Later Middle Ages, Princeton 1983, S. 403.
 
70
Vgl. Gelderblom, Oscar: Cities of Commerce. The Institutional Foundations of International Trade in the Low Countries, 1250–1650 (=The Princeton Economic History of the Western World), Princeton/Oxford 2013, S. 79.
 
71
Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 10 mit Anm. 10. Vgl. Goldthwaite: The economy of Renaissance Florence, S. 89–90; Lane, Frederic C.: Andrea Barbarigo. Merchant of Venice 1418–1449, Baltimore 1944, S. 94–96.
 
72
Vgl. Selzer, Stephan/Ewert, Ulf Christian: Verhandeln und Verkaufen, Vernetzen und Vertrauen. Über die Netzwerkstruktur des hansischen Handels, in: Hansische Geschichtsblätter, Bd. 119 (2001), S. 135–161, hier S. 140–142; Sieveking, Heinrich: Entwicklung, Wesen und Bedeutung des Handels, Grundriss der Sozialökonomik, Bd. 5,1, Tübingen 1925, S. 39; Ewert, Ulf Christian: Pfadabhängigkeit und ‚Lock-in‘ - Fernhandelspraxis im Hanseraum jenseits italienischer Vertragsstandards, in: Oberste, Jörg/Ehrich, Susanne (Hrsg.): Italien als Vorbild? Ökonomische und kulturelle Verflechtungen europäischer Metropolen am Vorabend der ‚ersten Globalisierung‘ (1300–1600), (=Forum Mittelalter – Studien, Bd. 16) Regensburg 2019, S. 151–166, hier S. 153–154.
 
73
Für die rechtshistorischen Ausführungen zu Italien anhand des Bologneser Advokaten Benevento Stracca vgl. Landwehr: Das Kommissionsgeschäft, S. 21–35.
 
74
Vgl. Landwehr: Das Kommissionsgeschäft, S. 35.
 
75
Für Antwerpen vgl. Puttevils: Merchants and Trade, S. 100–105. Für Lyon vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis. Nadia Matringe kam in ihren Studien zu dem Schluss, dass Lyons wirtschaftlicher Wohlstand maßgeblich auf das “system of commission trading” zurückzuführen sei. Dies.: Italian enterprise, the Lyons market and Europe in the 16th century, 2016 (abrufbar unter: https://​hal.​archives-ouvertes.​fr/​hal-01376917, abgerufen am 21.06.2019), S. 12. Vgl. Dies: Commission trading and the transformation of Florentine business organization during the sixteenth century, 2013, (abrufbar unter: https://​f.​hypotheses.​org/​wp-content/​blogs.​dir/​1169/​files/​2013/​12/​ebha-2014-12220-Nadia-Matringe-EBHA-paper.​pdf, abgerufen am 21.06.2019), S. 1.
 
76
Dabei zeigt sich sowohl eine Zunahme hinsichtlich der Nutzung von Kommissionären, als auch der Durchführung von Kommissionsgeschäften für andere Kommittenten. Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 34–35.
 
77
Vgl. Nutz: Unternehmensplanung und Geschäftspraxis im 16. Jahrhundert, S. 131.
 
78
Vgl. Leng, Thomas: Fellowship and Freedom. The Merchant Adventurers and the Restructuring of English Commerce. 1582–1700, Oxford 2020, S. 45–47.
 
79
Brulez: De Firma della faille, S. 374. Auch Savary gibt einen üblichen Rahmen von 2 bis 4 % an. Vgl. Savary: Der vollkommene Kauff- und Handelsmann, Bd. 2, S. 180–181.
 
80
Für den Zahlungsverkehr und Bankdienstleistungen auf Provisionsbasis vgl. Kapitel 7.
 
81
Vgl. Matringe: La banque, S. 165.
 
82
Vgl. Landwehr: Das Kommissionsgeschäft, S. 30–36.
 
83
Vgl. Schmidt: Kommunikationsrevolution oder Zweite Kommerzielle Revolution?, S. 245–282, hier S. 278–282; McCusker/Gravesteijn: The Beginnings of Commercial and Financial Journalism; Behringer: Reichspost und Kommunikationsrevolution. Für die Zeitungen als Nachrichtenmedium des 16. Jahrhunderts vgl. Bauer, Oswald: Zeitungen vor der Zeitung. Die Fuggerzeitungen (1568–1605) und das frühmoderne Nachrichtensystem, (=Colloquia Augustana, Bd. 28) Berlin 2011.
 
84
Vgl. Gelderblom: Cities of commerce, S. 78–83.
 
85
Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 25–26.
 
86
Vgl. hierfür deren Konten in StadtAA, KuH, 23, fol. 94, 164, 244, 307.
 
87
Beide Buchungen finden sich in StadtAA, KuH, 22, fol. 83.
 
88
Dabei handelte es sich um eine Restschuld, die Miller von Bergamo aus durch den Versand von Rimessen an Bartoli beglich. Möglicherweise ging diese Restschuld auf vorherige Einnahmen aus einem Wollverkauf zurück. Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 39.
 
89
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 94. Die beiden Konten Tomaso und Juan Giacomos weißen im Gegensatz zum Konto der Gebrüder im Soll Buchungen aus dem Eröffnungsbilanzkonto auf. Dabei handelte es sich um ausstehende Beträge, die im Laufe des Jahres 1588 fällig werden sollten. Für das Konto, das auf Tomaso Zeneroni lief vgl. ebd. fol. 58, sowie das Konto Juan Giacomos fol. 57.
 
90
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 105; KuH, 22, fol. 72.
 
91
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 138. Vgl. das Konto Bivettos KuH, 23, fol. 149.
 
92
Vgl. hierfür die Buchungen in StadtAA, KuH, 22, fol. 54, 79, 84, 116, 156. Für das erst im März 1590 angelegte Konto Zollner zu Bergamo vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 214.
 
93
Vgl. hierzu die Konten Pesalozzas und Bonanomes in: StadtAA, KuH, 23, fol. 141. Die Pestalozza stammten ursprünglich aus Chiavenna, das in der Vormoderne einen wichtigen Umschlagsplatz auf der Transalpenroute zwischen Graubünden und der Lombardei bildete. Im 16. Jahrhundert lag der Warenverkehr auf dieser Route weitgehend unter der Kontrolle der Pestalozza. Giovanni Pietro Pestalozza stammte aus der Linie der Porretini und ließ sich später mit einem Unternehmen in Verona nieder, das unter anderem die Zürcher Kaufleute Cornel Toma, Johann Heinrich Haab und Conrad Locher vertrat. Vgl. Pestalozzi, Hans Anton: Geschichte der Familie Pestalozzi, Zürich 1958, S. 185–187.
 
94
StadtAA, KuH, 22, fol. 79.
 
95
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 79, 116, 156, 287.
 
96
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 287.
 
97
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 104, 170, 220. Für Gibons Konto vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 233.
 
98
Vgl. Panciera: L' arte matrice, S. 31–33.
 
99
Vgl. Caracausi, Andrea: Dentro la “bottega”. Impresa e mercato del lavoro in età moderna (Padova, arte della lana, secc. XVI–XVII), Diss.-Univ. Mailand 2006, S. 129–131. Generell schien sich die Nachfrage im 16. Jahrhundert hin zu leichteren, billigeren Textilien verschoben zu haben. Vgl. Coleman, Donald C.: An Innovation and Its Diffusion: The “New Draperies”, in: The Economic History Review, Bd. 22/3 (1969), S. 417–429, hier S. 426.
 
100
Vgl. Sella, Domenico: Wool, Paper and Iron: Industrial Production in the Bergamasque Valleys, in: Ders. (Hrsg.): Trade and industry in early modern Italy, Aldershot [u. a.] 2009, S. 8.
 
101
Vgl. Panciera: L’ arte matrice, S. 31.
 
102
Vgl. Calvi: Effemeride, S. 622–623.
 
103
Vgl. Da Lezze, Giovanni: Descrizione di Bergamo e suo territorio 1596, hrsg. v. Marchetti, Vincenzo, Bergamo 1988, S. 332.
 
104
StadtAA, KuH, 22, fol. 286. Vgl. die Konten Tomaso Zeneronis: SadtAA, KuH, 23, fol. 58, 219.
 
105
im Konto StadtAA, KuH, 23, fol. 94. Die zugehörige Buchung vgl. KuH, 22, fol. 84, 156, 221, 282.
 
106
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 157.
 
107
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 283.
 
108
Dabei handelte es sich um (Markierungen d und m) Antonio Bonato e C., Geronimo Benaglio, Giuseppe Muntanino, Marco Antonio Gallo, Ludovico Bonello, Gian Giacomo Zeneroni, Tomaso Zeneroni, Lucatell, Nestor, Francesco Manzone u. Alessandro Giovanelli, Antonio Beloto u. Cessaro Carrera, Michel Cavalieri sowie Gasparo Conzalli e fratelli.
 
109
Vgl. hierzu insbesondere Abschnitt 7.​1 sowie die Ausführungen bei Kadens, Emily: Pre-Modern Credit Networks and the Limits of Reputation, in: Iowa Law Review, Bd. 100 (2015) S. 2429–2455, besonders S. 2443–2450.
 
110
StadtAA, KuH, 23, fol. 56.
 
111
Vgl. ebd.
 
112
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 57.
 
113
Vgl. Kohn, Meir: Business Organization in Pre-Industrial Europe, Working Paper, 2003 (abrufbar unter: https://​ssrn.​com/​abstract=​427744, abgerufen am 02.06.2021), S. 47.
 
114
ASBg, Archivio Notarile, Atti dei notai, Francesco Sanpellegrino, b. 4069, 28. September 1600.
 
115
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​2.
 
116
Vgl. Kohn, Meir: Bills of Exchange and the Money Market to 1600. (=Dartmouth College, Department of Economics Working Paper No. 99–04) 1999 (abrufbar unter: https://​ssrn.​com/​abstract=​151849, abgerufen am 02.06.2021), S. 27; Puttevils: Merchants and Trade, S. 123; Kirshner: The Moral Controversy over Discounting Genoese Paghe, 1450–1550’, in: Archivum Fratrum Praedicatorum, Bd. XLVII (1977), 109–167; Van der Wee, Herman: Sporen van disconto te Antwerpen tijdens de XVIe eeuw, in: Bijdragen voor de Geschiedenis der Nederlanden, Bd. 10 (1956), S. 68–70.
 
117
Vgl. Puttevils: Merchants and Trade, S. 123–124.
 
118
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 99.
 
119
Vgl. ebd.
 
120
StadtAA, KuH, 22, fol. 160.
 
121
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 219.
 
122
StadtAA, KuH, 22, fol. 285.
 
123
Für an Francesco Calegari verkaufte Schuldbriefe vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 110, 218, 286. Für einen weiteren an Andrea di Cossi verkauften Schuldbrief vgl. ebd., fol. 286.
 
124
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 188.
 
125
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 116, 285.
 
126
Die einzige Ausnahme diesbezüglich bildet ein Wechsel Nestor Lucatells vom 2. Juni 1588, den dieser direkt an Camillo Bartoli nach Venedig remittierte und der infolgedessen von Bartolis an Lucatells Konto gebucht wurde. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 30.
 
127
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 94; KuH, 22, fol. 54.
 
128
StadtAA, KuH, 22, fol. 221. „Rescodieren“ geht hier auf das italienische Verb „riscuotere“ zurück und bedeutet „eintreiben“.
 
129
StadtAA, KuH, 22, fol. 109.
 
130
So wurde die Provision vom 29. März bis 5. Dezember 1589 (vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 156), vom 6. Dezember 1589 bis 16. Mai 1590 (vgl. ebd., fol. 221) sowie bis 12. Dezember 1590 (vgl. ebd., fol. 287) abgerechnet.
 
131
Vgl. Puttevils: Merchants and Trading, S. 100–105; Edler: The van der Molen.
 
132
Vgl. Puttevils: Merchants and Trading, S. 101, 103.
 
133
Vgl. Matringe: La Banque, S. 168.
 
134
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 54.
 
135
StadtAA, KuH, 22, fol. 171.
 
136
Im Journal lassen sich zugleich auch nur drei Buchungen finden, die chronologisch vor Rechnung D liegen und explizit auf eine von den Zeneroni versandte Rechnung oder Conto verweisen. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 54, 100, 116. Möglicherweise basierte auch die Buchung auf fol. 78 auf einer von den Kommissionären versandten Rechnung. Diese listete ebenfalls eine Reihe von empfangenen Zahlungen auf, ohne dabei jedoch ausdrücklich auf eine Rechnung zu verweisen. Eine mögliche Rechnung Nummer A läge demnach am Beginn der Überlieferung bzw. im Jahr 1588 und stellt somit ein weiteres Argument für die eingangs aufgestellte These dar, dass die Kommissionstätigkeit der Gebrüder Zeneroni in diesem Zeitraum ihren Anfang nahm.
 
137
Während der Beginn mit Volgt Bergamaschgische Rechnung von Meine Factoren Thomas unnd Gabriel Zennerony N(umer)o F eingeleitet wurde (StadtAA, KuH, 22, fol. 283), schloss der Eintrag mit Endung der Bergamaschgische Rechung N(umer)o F Vonn Thomas und Gabriel Zennerony (StadtAA, KuH, 22, fol. 287).
 
138
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 283–287.
 
139
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 160.
 
140
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 221.
 
141
Neben der gerichtlichen Tätigkeit kontrollierten die consoli auch die Qualität der Waren sowie die Korrektheit von Maßen und Gewichten. Vgl. Grassi, Roberto (Hrsg.): Le istituzioni storiche del territorio lombardo. XIV-XIX secolo. Bergamo, Mailand 1999, S. 63–64. Beim libro mercantile handelte es sich um eine Art Berufsregister, in das die Notare die Namen, Handelszeichen und genauen Tätigkeiten der Kaufleute eintrugen, die eine Lizenz von den consoli erhalten hatten. Jeder Kaufmann war damit der direkten Kontrolle des Konsulats der Kaufleute unterworfen. Vgl. ebd.
 
142
Vgl. BAM, ASC, Consoli di mercanti 1.2.18.8–93, fol. 173.
 
143
Vgl. BAM, ASC, Consoli di mercanti 1.2.18.8–93, fol. 27. Imhof erscheint in den Akten unter seinem italianisierten Namen als Carlo Incuria. Zu Karl Imhof vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 529.
 
144
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 233. Für das Konto Battista Barillos siehe StadtAA, KuH, 23, fol. 66. In einem weiteren Streitfall mit Karl Imhoff wandte sich Battista Barillo ebenfalls an das collegio dei mercanti. Vgl. BAM, ASC, Consoli di mercanti 1.2.18.8–92, fol. 61.
 
145
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 156. Ferner geht die Vertretung aus der Buchung zum verlorenen Prozess hervor. Vgl. ebd., fol. 233.
 
146
StadtAA, KuH, 22, fol. 235.
 
147
Vgl. BAM, ASC, Consoli di mercanti 1.2.18.8–94, fol. 176.
 
148
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 171, 190. Für das Konto Tommaso Frosos siehe StadtAA, KuH, 23, fol. 63.
 
149
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol 71.
 
150
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 16.
 
151
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde in Bergamo zunehmend Buratto hergestellt. Vgl. Molà: The Silk Industry of Renaissance Venice, S. 294; Sella: Wool, Paper and Iron; Die Gebrüder Pebia setzten Buratto aus Bergamo bspw. in Lyon ab. Vgl. Sieveking, Heinrich: Zur zürcherischen Handelsgeschichte, in: Jahrbuch für schweizerische Geschichte, Bd. 35 (1910), S. 98.
 
152
StadtAA, KuH, 22, fol. 94.
 
153
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 221.
 
154
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 190.
 
155
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 190, 213.
 
156
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 198, 213. Der Unterkauf war eine Vermittlungs- bzw. Maklergebühr und betrug im vorliegenden Fall ½ %. Vgl. Erler, Adalbert: Art. „Unterkauf“ in: HRG Tl. 5, 1998, Sp. 518–519.
 
157
Für Alessandrini vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 198. Für Boni vgl. ebd., fol. 213.
 
158
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 213.
 
159
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 154. Die Zahlungsabwicklung konnte dabei sowohl durch nach Venedig gesandte Rimessen, als auch durch von Bartoli auf Boni trassierte Wechsel erfolgen.
 
160
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 198.
 
161
StadtAA, KuH 22, fol. 199.
 
162
Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 54.
 
163
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 199.
 
164
StadtAA, KuH 22, fol. 200.
 
165
StadtAA, KuH 22, fol. 298. Vgl. auch ebd., fol. 256.
 
166
Die im Jahr 1590 von den Zeneroni in Bergamo aufgekauften und anschließend nach Lodi versandten Buratto wurden dort von Alessandro Adimari empfangen und nach Florenz transportiert. Siehe hierzu die Buchungen der Buratto-Einkäufe in Bergamo (StadtAA, KuH 22, fol. 190), sowie die anschließende Begleichung der von den Adimari ausgelegten Fuhrlöhne ab Lodi durch die Benedetti (StadtAA, KuH 22, fol. 256).
 
167
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 199, 213.
 
168
Die Alessandrini setzten von März 1588 bis April 1589 Buratto im Wert von 4.769 fl. 35 kr. um. Vgl. StadtAA, KuH 23, fol. 71, KuH 22, fol 198.
 
169
StadtAA, KuH 22, fol. 199.
 
170
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 267.
 
171
StadtAA, KuH, 22, fol. 213.
 
172
StadtAA, KuH, 22, fol. 297.
 
173
Vgl. das Konto von Giovanni Giacomo und Agnello Benedetti: StadtAA, KuH, 23, fol. 199.
 
174
So heißt es bspw. in der Buchung betreffend die Übergabe des Buratto-Bestandes an die Benedetti: „nach Inhalt Bartholly Schreiben“ StadtAA, KuH 22, fol. 200. Rechnung E der Benedetti kam bspw. mit einem Schreiben von Bartoli. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 298. Die Übergabe der Schuldner an Giovanni Giacomo und Agnello Benedetti erfolgte aus deß Bartholi Bevelch. StadtAA, KuH 22, fol. 213. Der Eintrag zur Übergabe der Schuldner an Augustino Parenti basierte auf einer Rechnung Bartolis. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 199.
 
175
Zur biographischen Einordnung Bartolis vgl. Abschnitt 7.​2.​3.​1.
 
176
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 199.
 
177
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 266.
 
178
StadtAA, KuH, 22, fol. 266.
 
179
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 228.
 
180
StadtAA, KuH 22, fol. 254.
 
181
StadtAA, KuH 22, fol. 255.
 
182
Vgl. ebd. Die 831 Dukaten entsprachen etwa 1.163 fl., zuzüglich des Nachlasses von 120 fl. 55 kr. war damit die Summe für die erworbenen Seidenwaren beglichen.
 
183
Bis Lindau wurde der Transport von den Mailänder Vergani organisiert, bevor dort offenbar die Übergabe an die Perez stattfand. Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 256. Zu den Perez vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 545–559; Kohlndorfer-Fries, Ruth: Diplomatie und Gelehrtenrepublik. Die Kontakte des französischen Gesandten Jacques Bongars (1554–1612), Tübingen 2009, S. 155–158; Grell, Ole Peter: Brethren in Christ: A Calvinist Network in Reformation Europe, Cambridge 2011, S. 114–118.
 
184
Vgl. ebd. Unter curatagio ist eine Art Vermittlungsgebühr zu verstehen. Vgl. Tiddeman, Megan: Money Talks: Anglo-Norman, Italian and English language contact in medieval merchant documents, c1200–c1450, abrufbar unter: https://​pure.​aber.​ac.​uk/​portal/​files/​18097512/​Tiddeman_​Megan.​pdf (abgerufen am 02.04.2021), S. 97, 107.
 
185
Für die Provisionsbuchungen siehe StadtAA, KuH, 22, fol. 81, 229. Der aus Florenz stammende Kaufmann Alamanno Ghettini war bereits 1573 mit 250 Dukaten in einer Gesellschaft mit Marco Antonio Cogollo, dessen Sohn Baldassarre Cogollo, Francesco Tassini, Gian Pietro Ferrari, Bartolomeo Gatti und Tommaso Genovino beteiligt. Das mit einem Kapital von 10.250 Dukaten ausgestattete Unternehmen sollte eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Ziel dieses Zusammenschlusses war der Absatz von in Vicenza produzierten Seidenwaren auf den deutschen Märkten. Dabei sollte Ghettini die Gesellschaft gemeinsam mit Tomaso Zenoino vor allem auf den Frankfurter Messen vertreten und die Buchführung des Unternehmens verantworten. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 53. 1591 gründete Ghettini mit Carlo Lanfranchi, Francesco Ferro, Benedetto Puppi eine Kommanditgesellschaft in Verona. Vgl. ebd., S. 47.
 
186
Von Innsburck nach Augsburg kostete ein Ballen in der Regel 2 fl. 49 kr. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 7, 33, 67, 131, 135. 1590 erhöhten sich diese Kosten auf 3 fl. 19 kr. Vgl. ebd., fol. 223.
 
187
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 81, 229.
 
188
Der Augsburger Bernhard Pfleger war als Barettmacher und Kaufmann tätig. 1581 heiratete er Felicitas Fugger. Vgl. Lieb, Norbert: Die Fugger und die Kunst. Im Zeitalter der hohen Renaissance (=Studien zur Fuggergeschichte, Bd. 14) München 1958, S. 476; Stockbauer: Die Kunstbestrebungen am bayerischen Hofe, S. 99. Die beiden Brüder Bernhards. Raymund und Wilhelm, waren Mitglieder der Kaufleutestube. Vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 964–965, S. 634. Vgl. Sellert, Wolfgang (Hrsg.): Die Akten des kaiserlichen Reichshofrats. Serie I: Alte Prager Akten, Bd. 1,1: A-D, Berlin 2009, Nr. 676.
 
189
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 53.
 
190
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 114.
 
191
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 31, 143. Für die Barzahlung einer Schuldsumme von 910 fl. 45 kr. am 28. Juli 1588 bekam Bernhard Pfleger einen Nachlass von 25 fl., sodass er lediglich 885 fl. 45 kr. zahlen musste. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 41.
 
192
Die Cossali gehörten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu den wichtigsten Seidenhändlern Veronas. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 44, 61 Anm. 50, 70–71, 116 Anm. 3.
 
193
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 197.
 
194
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 130.
 
195
Die Korten gingen an Hans Burgschneider (vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 126, 130, 138), Paulus Meckhart (vgl. ebd., fol. 131, 156) Bernhard Pfleger (vgl. ebd., fol. 156), Hans Gienger (II.) (vgl. ebd., fol. 130, 137, 197), Ulrich Boxbart (vgl. ebd., fol. 138, 153), Kaspar Engerer (vgl. ebd., fol. 197) sowie an den Bortenmacher Pietro Badonna (vgl. ebd., fol. 159). Zu Hans Gienger vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 282, S. 186.
 
196
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 183. Vgl. zu diesem aus den Niederlanden stammenden, in Nürnberg ansässigen Kaufmann: Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 194–199; Häberlein, Mark: Ehrliche Gesichter, heimliche Feindschaften und flüchtige Schuldner.
 
197
Saldi des Boten-, Pack und Conduta-Kontos im Jahr 1588 ausgenommen.
 
198
StadtAA, KuH, 22, fol. 64. Die Navaroli stammten aus Cremona und waren dem Umsatz nach die mit Abstand bedeutendsten unter den italienischen Firmen in Köln. Unter anderem handelten sie mit Grosgrain, Payette, Reimser Schleiertuch, Stammet, Seidenwaren und Waffen Vgl. Thimme, Hermann (Hrsg.): Quellen zur Geschichte der italienischen Kaufmannschaft in Köln um die Wende des 16. Jahrhunderts, in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Bd. 35 (1914), S. 36–43; Gramulla, Gertrud Susanna: Handelsbeziehungen Kölner Kaufleute zwischen 1500 und 1650, (=Forschungen zur internationalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Bd. 4) Köln [u. a.] 1972, S. 183–186, 487.
 
199
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 14, 34, 46, 72, 92, 153, 197, 239, 274.
 
200
Vgl. Subacchi, Paola: Italians in Antwerp in the second half of the sixteenth century in: Hugo Soly/Alfons K.L. Thijs (Hrsg.): Minderheden in Westeuropese steden (16de-20ste eeuw). Minorities in Western European Cities (sixteenth-twentieth century), Rom 1995, S. 73–90; Goris, Jan-Albert: Étude sur les colonies marchandes méridionales (Portugais, Espagnols, Italiens) à Anvers de 1488 à 1567. Contribution à l'histoire des débuts du capitalisme moderne, Louvain 1925. Gelderbloom schätzt die Zahl italienischer Kaufleute in Antwerpen um 1560 auf rund 100. Vgl. Gelderbloom: Cities of Commerce, S. 33. Für die von Antwerpen nach Köln abgewanderten Kaufleute vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 410–448.
 
201
Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 415, 424.
 
202
Vgl. Guidi-Bruscoli: Florence, Nuremberg and Beyond, S. 107–130; Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 410–448; Koch, Hans: Geschichte des Seidengewerbes in Köln vom 13. bis zum 18. Jahrhundert, (=Staats- und sozialwissenschaftliche Forschungen, Bd. 128), Leipzig 1907.
 
203
StadtAA, KuH 22, fol. 72.
 
204
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 63. Das Unternehmen Baldassare Roccas zählte zu den größten italienischen Firmen in Köln. Der Aktionsradius der gemeinsam mit den aus Florenz stammenden Scarperia geführten Gesellschaft reichte von Spanien über Frankreich und Italien bis England. Schwerpunkte dieser Gesellschaft waren offenbar Florenz und Rom. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 434–435.
 
205
Vgl. StadtAA, KuH 22, fol. 196.
 
206
So bspw. für Bernardino und Pietro Cristani: StadtAA, KuH, 22, fol. 132, 146, 165. Bei dem Warenverkehr von Nord nach Süd handelte es sich wohl vor allem um den Import flandrischer Tuche. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 412–417.
 
207
Für deren Konten vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 3, 140, 193. Die Cristani stammten aus Mailand. Piero wohnte in Köln am Griechenmarkt und zahlte 1589 eine Summe von 78 Groot flämisch als 100. Pfennig. Vgl. Gramulla: Handelsbeziehungen Kölner Kaufleute, S. 489.
 
208
Vgl. Häberlein, Mark: Nürnberg im Handelsnetz der Augsburger Welser-Gesellschaft (1496–1551), in: MVGN, Bd. 101 (2014), S. 112–114.
 
209
Die Funktion Nürnbergs als Zweitsitz der Firma geht nicht zuletzt aus dem Gründungsvertrag der Gesellschaft deutlich hervor. Während das Stammhaus in Vicenza die Kosten der Warenbeförderung bis nach Innsbruck übernahm, fiel die anschließende Strecke in den Zuständigkeitsbereich des Nürnberger Unternehmenssitzes. Dabei waren die Niederlassungen jeweils zur gegenseitigen Rechnungslegung verpflichtet. Darüber hinaus sollte Vicenza ogni anno cavare fidelmente uno billanzo di tutto questo negocio et mandarlo alla casa de Norimbergo. Vgl. die Transkription des Gesellschaftsvertrags bei Demo: Mercanti di Terraferma, S. 152–155.
 
210
Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 152. Zu den Wertemann vgl. Peters, Lambert: Die Großkaufleute und Bankiers Werdemann aus Italien in Nürnberg, in: MVGN, Bd. 98 (2011), S. 197–270, sowie Ders.: Drei Handelsprozesse am Ende und als Folge des ‚Langen Türkenkrieges‘ (1593–1606), in: MVGN, Bd. 96 (2009), S. 35–105.
 
211
Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 153.
 
212
Neben Nürnberg hielt der Gesellschaftsvertrag der Cogollo-Werteman die Messen von Frankfurt und Straßburg explizit als Aktionsräume des Unternehmens fest. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 54, 153. Für nach Straßburg weitergeleitete Sendungen siehe bspw. StadtAA, KuH 22, fol. 147, 227. Für die Straßburger Messen siehe Irsigler, Franz: Jahrmärkte und Messen im oberrheinischen Raum vom 14. bis 16. Jahrhundert, in: Krimm, Konrad/Brüning, Rainer (Hrsg.): Zwischen Habsburg und Burgund. Der Oberrhein als europäische Landschaft im 15. Jahrhundert. Politik, Wirtschaft und Kultur zwischen Habsburg und Burgund, (=Oberrheinische Studien, Bd. 21) Stuttgart 2003, S. 229–256.
 
213
Der in Antwerpen ansässige Lanfranchi hatte ausgedehnte Handelsverbindungen nach England. Vgl. Froude, James Anthony: History of England. From the Fall of Wolsey to the Death of Elizabeth, Bd. 12, New York 1895, S. 171. 1591 gründete er mit Alamanno Ghettini, Francesco Ferro und Benedetto Puppi in Vicenza eine Kommanditgesellschaft mit einem Kapitalstock von 12.000 Dukaten. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 130.
 
214
Auch Mainardi war zumindest zeitweise in Köln vertreten. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 444. Mainardis Konto in Gaugers Hauptbuch lokalisiert diesen jedoch in Antwerpen. Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol 8.
 
215
Zu den aus Cremona stammenden Fossa siehe Demo, Edoardo: Dall’auge al declino: manifattura, commercio locale e traffici internazionali a Cremona in età moderna, in: Politi, G. (Hrsg.): Storia di Cremona. IV. L’età degli Asburgo di Spagna (1535–1707), Bergamo 2006, S. 262–287.
 
216
Der aus Valenciennes stammende René Mahieu kam als calvinistischer Glaubensflüchtling 1583 über Frankenthal nach Frankfurt und war dort seitdem als Seidenhändler tätig. 1585 war er an der Gründung der Frankfurter Börse beteiligt. Vgl. Dietz: Frankfurter Handelsgeschichte, Bd. 2, S. 14. Vgl. Berger, Frank: Glaube Macht Kunst. Antwerpen – Frankfurt um 1600. Ausstellungskatalog Historisches Museum Frankfurt am Main [16. November 2005 bis 12. Februar 2006], Hessenhuis Antwerpen = Faith power(s) art, Frankfurt a. M. 2005, S. 112, 182–183; Ernstberger, Anton: Hans de Witte, Finanzmann Wallensteins, Wiesbaden 1954, S. 53–54.
 
217
Jeremias Wissman war 1594 der Höchstbesteuerte. Vgl. Dietz: Frankfurter Handelsgeschichte, Bd. 2, S. 56.
 
218
Gavi stammte aus Genua und handelte mit italienischen Sammetstoffen und Genueser Atlas. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 432.
 
219
Die Cassina stammten aus Mailand. 1595 kehrte Geronimo wieder nach Antwerpen zurück. Im Truchsessischen Krieg gewährten sie zudem gemeinsam den Cambi ein Darlehen über 6.000 fl. an den Kölner Kurfürsten Ernst von Bayern. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 415, 440.
 
220
Die Luchini stammten aus Bologna. Dem Wert ihres Wohnsitzes in Köln nach zu urteilen, handelte es sich bei Giovanni Battista und Bartolomeo Luchini um die reichsten Italiener der Stadt. Zu den von ihnen gehandelten Waren gehörten neben Seidenwaren, Tuche aus England, Cambrai und Brabant, sowie Sayettes, Sayen und Boratten. Vgl. Thimme: Der Handel Kölns am Ende des 16. Jahrhunderts, S. 416, 424–425.
 
221
Minau stammte aus Flandern. Vgl. Demo: Mercanti di Terraferma, S. 51. Zwar verorten die Buchungen in Gaugers Journal Minau in Köln, jedoch hielt sich dieser seit 1590 nachweislich in Vicenza auf, um dort Seidenwaren für Daniel van der Meulen. Für die Buchungen vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 308–309. Die Korrespondenz Minaus mit van der Meulen: Erfgoed Leiden en Omstreken, Daniël van der Meulen en Hester de la Faille, zijn vrouw, 1550–1648. Erfgoed Leiden en Omstreken, 159: Rekeningen van Balthazar Minau te Vicenza, 1590–1593. 1590–1593, 598: Brieven van Balthasar Minau uit Vicenza, 1591–1592, 1594. 1591–1594 (abrufbar unter: https://​www.​erfgoedleiden.​nl/​collecties/​archieven/​archievenoverzic​ht/​details/​NL-LdnRAL-0096/​path/​13.​3.​75/​descgrp/​altformavail, abgerufen am 12.04.2021).
 
222
Zu de Meere siehe Abschnitt 2.​3.​2.
 
223
Die aus Como stammenden della Porta ließen sich Anfang der 1580er Jahre in Nürnberg nieder. Den 1602 entrichteten Zollgebühren nach rangierten sie in Nürnberg an zweiter Stelle. Ihr Kerngeschäft bildete der Handel mit Samt- und Seidenwaren. Darüber hinaus vertrieben sie aber auch Wolle, Wachs und Zucker. Orazio della Porta vertrat die Gesellschaft zunächst in Frankfurt, bevor er nach Nürnberg zurückkehrte. Vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 305–309.
 
224
Perez war seit 1575 in Nürnberg ansässig. Für die gemeinsam mit den Calandrini geführte Handelsgesellschaft vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 545–555.
 
225
Antonio Butti war ein aus Lucca stammender Seidenhändler. Vgl. Bauer, Lothar: Die italienischen Kaufleute und ihre Stellung im protestantischen Nürnberg am Ende des 16. Jahrhunderts (zu einem Bericht an die Kurie vom Jahre 1593), in: Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Bd. 22. (1962), S. 1–18, hier S. 10.
 
226
Für die Murari vgl. Abschnitt 7.​2.​3.​1, Anm. 133.
 
227
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 79, 142, 271.
 
228
StadtAA, KuH, 22, fol. 271.
 
229
StadtAA, KuH, 22, fol. 146.
 
230
Von Augsburg nach Venedig war die Untere Straße die Haupthandelsroute. Nach Unterau bei Franzenfeste zweigte die Route nach Osten ins Pustertal ab und führte über Pieve di Cadore und Conegliano nach Venedig. Vgl. hierzu: Müller, Johannes: Augsburgs Warenhandel mit Venedig und Augsburger Handelspolitik im Zeitalter des Dreissigjährigen Krieges, in: Archiv für Kulturgeschichte, Bd. 1 (1903), S. 326–347.
 
231
Die Buchungen im Journal adressierten die Lieferungen überwiegend an Spöttingen, Schongau und Bozen. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 61, 144, 145, 163.
 
232
StadtAA, KuH, 22, fol. 217.
 
233
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 217.
 
234
Vgl. zu ihnen Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 194–199; Häberlein: Firmenbankrotte, Sozialbeziehungen und Konfliktlösungsmechanismen, S. 10–35.
 
235
Vgl. Müller: Augsburgs Warenhandel, S. 326, 335; Häberlein, Mark: Fuhrleute, Säumer, Flösser und Schiffer, in: Ferrum: Nachrichten aus der Eisenbibliothek, Stiftung der Georg Fischer AG., Bd. 88 (2016), S. 28–37, hier S. 30; Kellenbenz: Wirtschaftsleben der Blütezeit, S. 265–267; Schwarz, Peter: Das Rottwesen in der Grafschaft Werdenfels, in: Joosten, Hans-Dirk/Kürzeder, Christoph (Hrsg.): Via Claudia. Stationen einer Straße. 2000 Jahre unterwegs zwischen Zirl und Partenkirchen [Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Freilichtmuseum Glentleiten vom 1. April 2000 bis zum 1. November 2001], Großweil 2000, S. 73–87.
 
236
Lediglich vereinzelte Buchungen belegen Zahlungen an unsere Bauern (StadtAA, KuH, 22, fol. 271) bzw. unnsere Rottbauern (ebd., fol. 278).
 
237
Vgl. StadtAA, KuH, 23, fol. 281. Unter anderem Zölle in Brixen, Klausen und Töll zu entrichten. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 18, 278, 288. Bereits in Augsburg wurde ein Zoll am Roten Tor fällig. Vgl. ebd., fol. 271.
 
238
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 145, 217, 235, 252.
 
239
StadtAA, KuH, 22, fol. 106. Vgl. die weiteren Buchungen: Ebd., fol. 146, 277.
 
240
Für den Kupferhandel zwischen Gauger und Troylo siehe Abschnitt 5.​3.​2.​2. Troylo zog unter anderem Wechsel auf Gauger nach Augsburg. Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 123, 274.
 
241
Vgl. StadtAA, KuH, 22, fol. 90, 113, 248.
 
242
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 30.
 
243
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 15, 230.
 
244
Der Begriff „Tellatin“ bezeichnet wahrscheinlich Deljatyn in der heutigen Ukraine. Das Wort Schluzger bezieht sich dagegen auf die heute in Weißrussland gelegene Stadt Sluzk. Für die Vermittlungsdienstleistung dieser Produkte hatte Wagner wiederum eine Provision an die Schön-Harsdörffer zu entrichten. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 10. Diese Gebühr konnte Wagner seit 1600 umgehen, indem er die Juchten von Schmidlein bezog. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol.131.
 
245
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 15.
 
246
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 130.
 
247
TLA, Cod. 4350, fol. 1.
 
248
Die Ficieni übten im 12. und 13. Jahrhundert die Lehensrechte über Gandino aus. Vgl. Belotti, Bortolo: Storia di Bergamo e dei bergamaschi, Bd. 2, Bergamo 1989, S. 153. Vgl. Da Lezze: Descrizione di Bergamo e suo territorio, S. 405.
 
249
Gemeinsam mit Antonio Ficieni und Giuseppe Furietti bestellte er 1585 bei Carlo Navaroli e fratelli in Köln Reimser Schleiertuch und schottische Sarsche. Über die Qualität einer vorangegangenen Bestellung war die neapolitanische Niederlassung derart unzufrieden, dass Giovanni Battista sich direkt an den im Haus der Navaroli wohnenden Gerolamo Ficieni wandte Vgl. Thimme: Quellen zur Geschichte der italienischen Kaufmannschaft, S. 40–41.
 
250
Vgl. Ragosta Portioli, Rosalba: I mercanti bergamaschi nella città di Napoli nel secolo XVI, in: Cattini, Marco/Romani, Marzio (Hrsg.): Storia Economica e Sociale di Bergamo. Vol. 3: Il Tempo della Serenissima. Il lungo Cinquecento, Bergamo 1998, S. 219–236. Zur arte della seta vgl. Rescigno, Giuseppe: Lo “Stato dell’Arte”. Le corporazioni nel Regno di Napoli dal XV al XVIII secolo, (=Pubblicazioni degli Archivi di Stato, Saggi 113) Fisciano 2016, S. 136–164.
 
251
TLA, Cod. 4350, fol. 1.
 
252
Das Soll des Neapel-Kontos erstreckte sich dabei auf drei volle Seiten, von denen die zweite jedoch fehlt. Während die linke Seite des fol. 1 mit einer Summe von 10.217 fl. 36 kr. schließt, beginnt fol. 3 mit der Übertragung einer Summe von 17.273 fl. 6 kr. Die fehlenden Soll-Buchungen lassen sich jedoch über die weiteren Konten des Rechungsbuchs rekonstruieren.
 
253
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 1.
 
254
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 7.
 
255
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 5, 10.
 
256
Siehe im Folgenden S. 181–184.
 
257
Zu den Österreichern vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 910; Häberlein, Mark: Art. „Österreicher“, in: Stadtlexikon Augsburg Online, (abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​oesterreicher/​4934, abgerufen am 25.08.2021); Poppe, Robert: Die Augsburger Handelsgesellschaft Oesterreicher (1590–1618), Augsburg 1928. Zu den Cristel vgl. Dalhede, Christina: Art. „Cristel“, in: Stadtlexikon Augsburg Online, (abrufbar unter: https://​www.​wissner.​com/​stadtlexikon-augsburg/​artikel/​stadtlexikon/​cristell/​3505, abgerufen am 25.08.2021); Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 146–150. Zu den Zeller vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1519–1524. Für die Nürnberger Gwandschneider vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 55, 106, 223, 408, 441, 522, 588.
 
258
Die Conduta-Buchungen in den Neapel-Konten geben an dieser Stelle zumeist nur Chioggia als Destination an. Lediglich ein Fall nennt zudem Ferrara als Ziel, was möglicherweise auf einen Transport über den Landweg hinweist. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 124.
 
259
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 2–3, 124.
 
260
So sollte Giovanni Antonio Grimaldi die bereits im Oktober 1598 verfallenen Schulden in den kommenden vier Jahren quartalsweise begleichen. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 77.
 
261
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 124. Bei einem Umsatz von 20.784 fl. 18 kr. entsprach dieser einer Rendite von ca. 10 %. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 2–3.
 
262
In einer Urkunde vom 29. November 1599 erteilte Ludovico seinem Bruder Alessio die Vollmacht für alle Verwaltungshandlungen das Erbe ihres verstorbenen Bruders Giovanni Battista betreffend. Vgl. BCAM, Archivio Storico, Ospedale, perg 0754.
 
263
TLA, Cod. 4350, fol.124.
 
264
Giovanni Maria Ratis war ebenfalls als Kaufmann in der arte della seta eingeschrieben. Vgl. Ragosta Portioli: I mercanti bergamaschi nella città di Napoli, S. 235. Ragosta Portioli identifizierte Ratis allerdings fälschlicherweise als Bergamasker. Bei den Ratis handelte es sich um eine Veronesische Familie. Vgl. hierzu Abschnitt 6.4.
 
265
Für die compagnia als alternative Organisationsform zum Kommissionshandel siehe Abschnitt 6.4.
 
266
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol.124. Die Messen von Salerno fanden zweimal jährlich statt, jeweils im Mai und September. Vgl. Silvestri, Alfonso: Il commercio a Salerno nella seconda metà del Quattrocento, Salerno 1952, S. 51. Zu den Messen von Salerno vgl. ferner De Rosa, Luigi: Un aspetto del mercato dei cambi a Napoli nel ’ 600, in «Studi Economici», 1958, S. 49–62.
 
267
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 124, 103.
 
268
Das italienische Wort teletta bezeichnet ein hochwertiges, leichtes Textil, das häufig einen Anteil an Gold oder Silber aufwies. Vgl. Art.: „Teletta“, in: http://​www.​tommaseobellini.​it/​ (abgerufen am 26.04.2021).
 
269
Vgl. die für Seidengwand aus Naples angelegten Konten: TLA, Cod. 4350, fol. 4, 128, 138.
 
270
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 138.
 
271
Vgl. ebd.
 
272
siehe hierzu im Folgenden S. 181–184.
 
273
Bei einem Umsatz von 408 fl. 56 kr. verzeichnete Wagner einen Gewinn von 36 fl. 20 kr. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 13, 44.
 
274
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 44, 210.
 
275
TLA, Cod. 4350, fol. 125.
 
276
Die nach Rom gesandten Waren setzten sich aus 168 Paar Juchten zu 1.041 fl. und zwölf Stück Leinwand zu 265 fl. 30 kr. zusammen. Wenige Tage nach Erhalt der Ware teilten die Pisotto-Ianelli Wagner jedoch mit, dass Leinwand selbst kaufen würden. Auf diesen Kauf verrechnete der Bozner nachträglich noch eine Provision von 2 %. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 125.
 
277
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 125.
 
278
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 202.
 
279
TLA, Cod. 4350, fol. 199.
 
280
Belegt ist die Tätigkeit Ravenoldis für folgende Einkaufskommittenten: Vespoli, de Fusco, Pisotto-Ianelli, Rottigni, Persico.
 
281
So eröffnete Wagner das Konto mit der Übertragung eines Rest aus dem alten in diz Buech (TLA, Cod. 4350, fol. 43.)
 
282
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 194, 189.
 
283
Dies belegt zumindest der Eintrag im Konto der Pisotto-Ianelli, der einen ausstehenden Betrag aus dem vorangegangen Rechnungsbuch in Höhe von 591 fl. 49 kr. übertrug. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 47.
 
284
Zu Christel vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 146, S. 86–87.
 
285
Zu Ammann vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 10, S. 5–6.
 
286
Zu Lidel vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 697, S. 467–468.
 
287
Zu Steyrnagl vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1238.
 
288
Vgl. zu ihnen Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1329, (Vischbacher), Lfdnr. 1457, (Wide[n]mann).
 
289
Bis zum 20. Oktober 1602 war Persico mit einer Summe von 3.585 fl. 47 kr. rückständig. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 105. Zu den Zahlungsschwierigkeiten Persicos siehe Abschnitt 3.​2.
 
290
Foppa stammte aus dem bergamasker Adel und hatte das römische Bürgerrecht erworben. Vgl. der Artikel zu dessen Sohn Marco Antonio: Pignatti, Franco: Art. „Foppa, Marco Antonio“, in: Dizionario Biografico degli Italiani – Vol. 48 (1997), abrufbar unter: https://​www.​treccani.​it/​enciclopedia/​marco-antonio-foppa_​%28Dizionario-Biografico%29/​ (abgerufen am 30.04.2021).
 
291
TLA, Cod. 4350, fol. 199.
 
292
Während im Fall der Rottigni Christoph Christel als Zulieferer fehlte, kamen nun Einkäufe bei Giovanni Battista Troylo hinzu. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 199.
 
293
Vgl. ebd.
 
294
Im Jahr 1619 erwarb Scipione Vespoli das Lehensgut Montagano von Luigi Capece für 24.000 Dukaten. Damit einher ging die Standeserhöhung als Markgraf. Vgl. Masciotta, Giambattista: Il Molise. Dalle origini ai nostri giorni, Molise 1989, S. 240. Zu Scipione Vespoli als Sklavenbesitzer vgl. Boccadamo, Giuliana: Napoli e l’Islam. Storie di musulmani, schiavi e rinnegati in età moderna, Neapel 2010, S. 34, 201.
 
295
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 103.
 
296
Vgl. zu ihnen neben den Augsburger Eliten auch die Einleitung von Häberlein, Mark/Künast, Hans-Jörg/Schwanke, Irmgard (Hrsg.): Korrespondenz der Augsburger Patrizierfamilie Endorfer 1620–1627. Briefe aus Italien und Frankreich im Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges, Augsburg 2010 (=Documenta Augustana, Bd. 21). Interessant ist, dass Friedrich Endorfer nach seiner Hochzeit mit einer Tochter Hieronymus Buroners 1598 mehrfach im Auftrag seines Schwiegervaters auf die Bozener Märkte reiste.
 
297
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 193.
 
298
Während die de Fusco zum Mittfasten-Markt 1603 Waren im Wert von etwa 500 fl. orderten, lag der entsprechende Betrag zum Andreä-Markt des selbigen Jahres bei rund 1.035 fl. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 193.
 
299
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 44.
 
300
Zu Senftel vgl. Reinhard: Augsburger Eliten, Lfdnr. 1206, S. 775–776.
 
301
Vgl. Peters: Der Handel Nürnbergs, S. 484. Laut Peters starb Jonas Schmidlein bis zum Jahr 1599. In den Konten Wagners lässt sich dies allerdings nicht verifizieren. Zumindest wurden auch noch im Jahr 1600 Geschäfte mit Schmidlein abgeschlossen, ohne dass dabei auf dessen Erben verwiesen worden wäre. Vgl. dessen Konten: TLA, Cod. 4350, fol. 28, 146.
 
302
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 28.
 
303
TLA, Cod. 4350, fol. 4.
 
304
Die Provision verrechnete Wagner in einem Posten gemeinsam mit den angefallenen Uncosten. Dieser Posten betrug in etwa 4 %. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 28.
 
305
Hans Schäuffelein lag mit dieser Summe auf Platz 21 der Steuerzahler im Jahr 1579. Vgl. Bauernfeind, Walter: Die reichsten Nürnberger Bürger 1579 und ihre Stellung in der reichsstädtischen Gesellschaft, Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Bd. 60 (2000), S. 200–253, hier S. 213. Conrad Bair zahlte eine Losung von 500 fl. Zu Bair vgl. ebd., S. 211.
 
306
TLA, Cod. 4350, fol. 72.
 
307
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 72, 124.
 
308
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 172.
 
309
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 228.
 
310
Vgl. Junginger, Fritz: Geschichte der Reichsstadt Kaufbeuren im 17. und 18. Jahrhundert, Neustadt a. d. Aisch 1965, S. 118.
 
311
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 147, 173.
 
312
TLA, Cod. 4350, fol. 147.
 
313
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​2.
 
314
Mit einer Losungszahlung von 240 fl. im Jahr 1579 gehörte Kaspar Koch zu den 50 wohlhabendsten Nürnbergern. Vgl. Bauernfeind: Die reichsten Nürnberger Bürger 1579, S. 220.
 
315
Vgl. Aubin, Gustav/Kunze, Arno: Leinenerzeugung und Leinenabsatz im östlichen Mitteldeutschland zur Zeit der Zunftkäufe: ein Beitrag zur industriellen Kolonisation des deutschen Ostens, Stuttgart 1940, S. 155–157.
 
316
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 124.
 
317
TLA, Cod. 4350, fol. 133.
 
318
TLA, Cod. 4350, fol. 133. Bei Schetter handelt es sich um eine gesteifte Leinwand, bzw. Glatt- oder Glanzleinwand. Vgl. Grimm: DWb, Bd. 14, Sp. 2603; Zedler; Universallexikon, Bd. 16, Sp. 1600.
 
319
So trat Giorgio Panigetto während des Pfingst-Markts 1602 kurzfristig vom Kauf eines Ballen Juchtens wieder zurück. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 186, 201.
 
320
Vgl. Aubin/Kunze: Leinenerzeugung und Leinenabsatz, S. 157–158.
 
321
Vgl. das erste Kontokorrent der Koch-Büttel: TLA, Cod. 4350, fol. 63.
 
322
Für diese Art von ‚trial-and-error‘-Geschäften vgl. auch Abschnitt 5.​1.
 
323
TLA, Cod. 4350, fol. 150.
 
324
TLA, Cod. 4350, fol. 224.
 
325
Setzt man diese Buchungen in Relation zum jeweiligen Umsatz, so muss dieser unter 4 % betragen haben. Berücksichtigt man dann noch die inkludierten Kosten etwa für den Warentransport sowie die handelsüblichen Konventionen, so dürfte der Provisionssatz bei 1–2 % gelegen haben.
 
326
Dass die Provision auf den Umsatz veranschlagt sein worden muss, ergibt sich aus der Tatsache, dass Wagner diese seit dem Beginn seiner Verkaufstätigkeit abrechnete. Da es sich dabei zunächst um Warenkreditgeschäfte handelte, kann sich die Gebühr nicht auf die an die eingenommenen Schulden beziehen. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 63.
 
327
Die Conti di tempi waren dabei jeweils einleitend überschrieben mit Sollen haben […] So ich wann es eingebracht wirt, Inen zuerstatten schuldig wie volgt (TLA, Cod. 4350, fol.149).
 
328
Zur Zahlungsabwicklung mit den Koch-Büttel vgl. Abschnitt 7.​2.​3.​2.
 
329
David Wagner berechnete nach dem Mittfasten-Markt 1603 erstmals eine Intereßa vonn 3.800 fl. vom Marckht Andrei bis dahero, unnd 11.200 fl. von Yezt biß Pfingsten (TLA, Cod. 4350, fol. 185. Zwar betrug der Saldo auf der Haben-Seite mit Abschluss des Kontos zum 27. April 1603 12.038 fl. 59 kr., jedoch war hiervon neben der Buchung der 225 fl. Interesse wahrscheinlich noch ein Teilbetrag der die Uncosten und Provision zusammenfassenden Buchung abzuziehen. Die nächste Buchung dieser Gebühr wurde zum Abschluss des darauffolgenden Conto Corrente nach dem Egidi-Markt 1603 vorgenommen. Dabei berechnete Wagner ein Intereße von 17.000 fl. in Circho, so ich a Conto des Andrei Marckhtes guettmach (TLA, Cod. 4350, fol. 224). Auch diese Summe bezieht sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf den im Haben ermittelten Saldo von 17.608 fl. 2 kr. Unwahrscheinlich ist dagegen ein Bezug dieser Summen auf die an die Koch-Büttel überwiesenen Einnahmen. Diese lagen zu den entsprechenden Märkten jeweils deutlich höher. Eine letzte Erhebung der Gebühr findet sich zum Abschluss des Andreä-Markts 1603 und beziffert den Saldo-Betrag bereits auf 22.500 fl. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 237.
 
330
TLA, Cod. 4350, fol. 153. Neben Öl und Wein wurde im November 1603 eine Truhe Seife an die Koch-Büttel gesandt. Vgl. ebd., fol. 237.
 
331
Vgl. Schnabel, Werner Wilhelm: Oberösterreichische Protestanten in Regensburg. Materialien zur bürgerlichen Immigration im ersten Drittel des 17. Jahrhunderts, in: MOL, Bd. 16 (1990), S. 65–133, hier S. 70.
 
332
Helmeck lässt sich bis mindestens 1597 in Ried nachweisen. Vgl. Berger, Franz: Bürgerbuch des Marktes Ried im Innkreis (Bis 1600), in: Rieder Heimatkunde vol. 20 (1933), S. 38.
 
333
Für das Salzburger Bürgerrecht zahlte Helmeck 100 fl. Vgl. Zillner, Franz: Geschichte der Stadt Salzburg, Bd. II., Salzburg 1890, S. 505.
 
334
Vgl. Vgl. Gruber, Fritz: Der Edelmetallbergbau in Salzburg und Oberkärnten bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, in: Ders./Höck, Volker (Hrsg.): Schatzkammer Hohe Tauern. 2000 Jahre Goldbergbau, Salzburg 2000, S. 245–246; Zillner: Geschichte der Stadt Salzburg, Bd. II., S. 675.
 
335
TLA, Cod. 4350, fol. 165.
 
336
TLA, Cod. 4350, fol. 162.
 
337
TLA, Cod. 4350, fol. 165.
 
338
Ebd.
 
339
Zur Selbstbiografie des Andreas Ryff vgl. Heusler-Ryhiner, Andreas: Andreas Ryff, in: Beiträge zur Vaterländischen Geschichte, Bd. 9 (1870), S. 37–121. Vgl. ebd., S. 101.
 
340
Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 96; Lemarchand/McWatters/Pineau-Defois: The Current Account as Cognitive Artefact, S. 26–27.
 
341
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​2.
 
342
Vgl. Weitnauer: Venezianischer Handel der Fugger, S. 183.
 
343
Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 290; Tognetti, Sergio: I Gondi di Lione. Una banca d’affari fiorentina nella Francia del primo Cinquecento, (=Biblioteca Storica Toscana, Bd. LXX), Florenz 2013, S. 70–71.
 
344
Vgl. Zedler, Johann Heinrich: Art. „Conto di Tempo“, in: Ders. (Hrsg.): Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste […], Bd. 6 (Ci-Cz), Leipzig/ Halle 1733, Sp. 1134; Vgl. Krünitz, Johann Georg: Art. „Conto di Tempo“, in: Ders. (Hrsg.): Oekonomische Encyklopädie oder Allgemeines System der Staats-, Stadt-, Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung, Bd. 8, Berlin 1776, S. 338–339.
 
345
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 31, 77,
 
346
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 30, 230, 231.
 
347
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 5, 13, 44.
 
348
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 125.
 
349
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 60. Das conto aparte war – wie auch das conto di tempi – ein buchführungstechnischer Zwischenschritt, um Geschäftsvorgänge aus dem laufenden Kontokorrentverkehr auszugliedern. Im Unterschied zum conto di tempi spielte die zeitliche Dimension der Buchungen bei deren Ausgliederung jedoch keine Rolle. Matthäus Schwarz sieht das Apartkonto vornehmlich als eine Möglichkeit strittige oder ungeklärte Forderungen und Verbindlichkeiten zunächst separat zu erfassen. Vgl. Weitnauer: Venezianischer Handel der Fugger, S. 183. Darüber hinaus wurde ein conto aparte häufig im Rahmen von kurz- oder mittelfristigen Partizipationsgeschäften geführt. Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 290.
 
350
Denkbar erscheint zudem, dass es sich hierbei um einen ‚Lock-in‘ im Sinne der ökonomischen Pfadabhängigkeit handelte, wie Ewert ihn für die institutionellen Arrangements der Hanse diskutiert. Vgl. Ewert: Pfadabhängigkeit und ‚Lock-in‘, S. 158. Auf David Gauger bezogen würde diese Annahme bedeuten, dass die Praxis detaillierte Konten mit den Abnehmern zu führen, bereits auf die Zeit zurückging, in der der Augsburger die Wolle noch ohne Kommissionäre durch einen Angestellten verkaufen ließ. Nach der Umstellung auf das Kommissionswesen hätte er sich dann entschieden, die vielfach bestehenden Kontokorrentbeziehungen mit den Bergamasker Kunden fortzusetzen anstatt diese zu beenden.
 
351
Vgl. zu Papier als ökonomisches Gut: Bellingradt, Daniel: Vernetzte Papiermärkte. Einblicke in den Amsterdamer Handel mit Papier im 18. Jahrhundert, Köln 2020; Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 100.
 
352
So bspw. die Konten Schmidleins (TLA, Cod. 4350, fol. 28), Schäuffeleins (ebd., fol. 72), Mangolds (ebd., fol. 147, 173) sowie der Perez-Calandrini (ebd., fol. 172).
 
353
Folge dieses Vorgehens war schließlich eine durchaus hybride Erscheinungsform dieser Konten. Während im Haben die Zahlungstermine die Struktur der Einträge bestimmten und sich damit nach Vorbild eines Zeitkontos gestalteten, weisen die Posten im Soll im Prinzip keine Unterschiede zum üblichen Kontokorrent auf.
 
354
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 72–73. Da die beiden Kontentypen im Rechnungsbuch auf direkt nacheinander folgenden Seiten liegen, ist davon auszugehen, dass Wagner sich beim Anlegen der Konten bereits für die parallele Kontenführung entschied. Möglicherweise rechnete er zu diesem Zeitpunkt mit einer Kooperation in größerem Ausmaß, als diese dann letztendlich zustande kam.
 
355
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 187. Für die Elsenhammer-Helmeck vgl. bspw. die Fristen vom Egidi-Markt 1601, die zum Großteil auf den Pfingst-Markt des folgenden Jahres terminiert waren. Vgl. ebd., fol. 162.
 
356
So hatten bspw. sechs der 39 Transaktionen für die Koch-Büttel zum Andreä-Markt 1601 eine Zahlungsfrist von 4 Märkten. Während des Egidi-Markts 1602 waren es lediglich zwei Geschäfte, die mit einer Frist von zwei Monaten abgeschlossen wurden. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 167, 187. Auch die Barzahlungen nahmen gegenüber den auf Kredit abgeschlossenen Transaktionen lediglich einen äußerst geringen Anteil ein. Für die Koch-Büttel bewegte sich die Summe der gegen Barzahlung verkauften Waren zwischen 12 fl. zum Mittfasten-Markt 1600 und 741 fl. zum Egidi-Markt 1604 und lag im Durchschnitt bei 223 fl. Im Falle der Elsenhammer-Helmeck machte der durch Barverkäufe erzielte Umsatz nie mehr als 36 fl. aus. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 165, 183, 223.
 
357
TLA, Cod. 4350, fol. 167.
 
358
Lediglich die ersten beiden Einträge im conto di tempi der Koch-Büttel listeten die Einnahmen einzeln nach Zahler auf. Anschließend scheint Wagner dazu übergegangen zu sein nur noch eine Gesamtsumme der Einnahmen zu erfassen. Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 62.
 
359
Vgl. hierzu Abschnitt 7.​2.​3.​2.
 
360
So bspw. TLA, Cod. 4350, fol. 164.
 
361
Vgl. hierzu Kadens: Pre-modern credit networks, S. 2443–2450; sowie Abschnitt 7.​1.
 
362
Savary: Der vollkommene Kauff- und Handelsmann, Bd. 2, S. 175.
 
363
Savary: Der vollkommene Kauff- und Handelsmann, Bd. 2, S. 175.
 
364
Ebd.
 
365
Vgl. Denzel: Beharrungskraft und Anpassungsleistungen, S. 537.
 
366
Vgl. Walker, Brian/Holling, Crawford S./Carpenter, Stephen R./Kinzig, Ann: Resilience, adaptability and transformability in social-ecological systems, in: Ecological Society, Vol. 9 Iss. 2 (2004), abrufbar unter: https://​www.​ecologyandsociet​y.​org/​vol9/​iss2/​art5/​ (abgerufen am 15.06.2021), S. 2.
 
367
Zur zwischen Gauger und Wettin geschlossenen compagnia vgl. ausführlicher Abschnitt 5.​3.​2.​1.
 
368
Bereits Bückling äußerte indirekt die Vermutung, dass es sich hierbei um ein und dieselbe Familie handeln könnte. Jedoch verwechselte Bückling in der entsprechenden Passage (S. 52) Gauger mit Wagner, wenn er diesen beiden Giovanni Antonio Ratis bzw. Carlo Radice als Geschäftspartner zuordnet. Vgl. Bückling: Die Bozener Märkte, S. 52, 89, 102 mit Anm. 1.
 
369
Demo: Mercanti di Terraferma, S. 58. Zu den Radice vgl. ferner ebd., S. 59, 61 mit Anm. 50, 62, 70, 116–117, 129; Brugnoli, Pierpaolo: Palazzo Radice, in: Demo, Edoardo (Hrsg.): Edilizia privata nella Verona rinascimentale: convegno di studi, Verona, 24–26 settembre 1998, Mailand 2000, S. 363–368.
 
370
Vgl. Occhi, Katia: Affari di famiglie: Rapporti mercantili lungo il confine veneto-tirolese (secoli XVI–XVII), in: Mélanges de l’École française de Rome – Italie et Méditerranée modernes et contemporaines, Bd. 125/1 (2013) (online abrufbar unter: https://​doi.​org/​10.​4000/​mefrim.​1281, abgerufen am 15.09.2021). In Como hatte Ratis 1615 eine bottega angemietet. Vgl. Gianoncelli, Matteo/Della Torre, Stefano (Hrsg.): Microanalisi di una città: propietà e uso delle case della città murata di Como dal Cinquecento all'Ottocento, Como 1984, S. 110.
 
371
Vgl. Canali, Guido: I trasporti sull’Adige da Bronzolo a Verona e gli spedizionieri di Sacco, in: Archivio per l'Alto Adige, Bd. 34 (1939) S. 273–402, hier S. 383.
 
372
So traten die Ratis bspw. 1610 in Bozen als Johann Anthoni und Gebrieder Rätis auf. Vgl. SLABz, VB Bz, 254, fol. 153v. Zudem schloss Giovanni Antonio Ratis im Namen seiner Mitverwandten um 1609 einen Vertrag mit den Gutfertigern im Sack bei Rovereto, der den Transport bis Bozen regeln sollte. Vgl. Bückling: Die Bozener Märkte, S. 52.
 
373
Giovanni Maria Ratis unterzeichnete gemeinsam mit einem Giovanni Andrea Ratis und acht weiteren Kaufleuten in Bozen ein Gutachten zur Frage, ob der Akzeptant eines Wechsels als zahlungsschuldig beurteilt werden konnte. Vgl. Dalhede, Christina: Neue Augsburger Quellen zur Kenntnis europäischer Handelshäuser um 1600, in: VSWG, Bd. 76/4 (1989), S. 514–526, hier S. 524–525. Der Mathematiker Antonio Pace widmete sein 1628 erschienenes Werk Scorta de’ mercanti Giovanni Maria Ratis. Vgl. Pace, Antonio: Scorta de’ mercanti, overo Pratica d’aritmetica di Antonio Pace veronese con la quale ogn'uno potrà venire in perfetta cognitione di risolvere qual si voglia computo mercantesco, Verona 1628.
 
374
TLA, Cod. 4350, fol. 87.
 
375
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 111.
 
376
Vgl. TLA, Cod. 4350, fol. 219.
 
377
Ebd.
 
378
Vgl. Schmidt: Gewerbebuch, S. 22, 35.
 
379
Lang adaptierte das Konzept der communities of practises für die Handelsgeschichte. Vgl. ausführlich dazu Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 538–605.
 
380
Auch Lang beobachtet im Hinblick auf die verwendeten Organisationsformen italienischer und oberdeutscher Kaufleute des 16. Jahrhunderts meist eine Kombination unterschiedlicher Varianten. Dass eine Organisationsform in ‚Reinform‘ auftrete, sei die Ausnahme. Vgl. Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 298–301.
 
381
Vgl. Demo, Edoardo: „Prexe dinari a cambio et anco da altre private persone“. Il problema del finanziamento all’impresa nella Terraferma veneta del ’500, in: Carboni, Mauro/Muzzarelli, Maria Giuseppina (Hrsg.): Reti di credito. Circuiti informali, impropri, nascosti (secoli XIII–XIX), Bologna 2014, S. 112; Lang: Wirtschaften als kulturelle Praxis, S. 305–311. Für die historische Genese der Kommanditgesellschaft vgl. Cordes, Albrecht: Art. „Kommanditgesellschaft“, in: HRG, Bd. 2, Berlin2 2012, Sp. 1966–1969.
 
Metadaten
Titel
Organisationsformen und Personalstruktur
verfasst von
Matthias Baumgartl
Copyright-Jahr
2023
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-40253-2_6