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Über dieses Buch

Luisa Winkler untersucht den Entwicklungsprozess der Organisationskommunikation in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) entlang besonderer Lebensereignisse. Anhand eines Lebenszyklusmodells wird aufgezeigt, dass verschiedene Lebensphasen die Genese der Mittelstandskommunikation bedingen. Durch die Einnahme einer kommunikativen Perspektive auf mittelständische Organisationen wird die Spezifik der Mittelstandskommunikation entlang von vier Kommunikationsströmen aufgezeigt. Darüber hinaus postuliert die Autorin intrinsische und extrinsische Einflussfaktoren, die sich fördernd oder hemmend auf die Kommunikationsgenese auswirken können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Mittelstand gilt als Rückgrat der Wirtschaftsstandorte Deutschland und Europa. Dabei umfasst der Oberbegriff „Mittelstand“ kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die im Allgemeinen durch quantitative und/oder qualitative Kriterien definiert werden können (Goeke 2008, S. 9ff.; Staub-Ney 2012, S. 1, 3). Während quantitative Merkmale KMU vorrangig über deren Größe anhand von Mitarbeiterzahl und Umsatz bestimmen, liegen qualitativen Merkmalen die besonderen Eigenschaften mittelständischer Unternehmen, wie z. B. die Einheit von Leitung und Eigentum, zugrunde.
Luisa Winkler

Kapitel 2. Mittelständische Unternehmen als Untersuchungsgegenstand

Zusammenfassung
Der Mittelstand durchdringt mit seiner Bedeutung Politik, Medien und Wissenschaft (Fischbach und Mack 2008, S. 18–19). Auf wirtschaftlicher Ebene werden mittelständische Unternehmen adressiert, gefördert und aktiv in die politische Themensetzung mit eingebunden. Die amtierende Bundeskanzlerin, Angela Merkel, resümierte in ihrer Rede anlässlich des Tags des deutschen Familienunternehmens am 12. Juni 2015, dass der Mittelstand „das Rückgrat der bundesrepublikanischen Wirtschaft“ (Die Bundeskanzlerin 2015) sei. KMU, die oft auch Familienunternehmen sind, „denken in langen Zeitläufen und Traditionen.
Luisa Winkler

Kapitel 3. Der Mittelstand aus Sicht der Organisationskommunikation

Zusammenfassung
„Die zunehmende Verlagerung von der Leistungs- und Preiskonkurrenz zum Kommunikations- und Akzeptanzwettbewerb sorgt dafür, dass viele Unternehmen – zunehmend auch im Mittelstand – ihre Kommunikation professionalisieren und intensivieren.“ (Zerfaß 2014, S. 22) Im Folgenden wird die Kommunikation mittelständischer Unternehmen näher skizziert. Hierfür nimmt die Arbeit erstens eine theoretische Vororientierung zur Organisationskommunikation vor, indem sie die Begriffe Organisationskommunikation und Public Relations kommunikationswissenschaftlich fundiert und zum Begriff der Unternehmenskommunikation in Beziehung setzt. Die Darlegung erster Begriffsskizzen wird erforderlich, da die Arbeit erst in Kapitel 4 das verwendete Kommunikationsverständnis auf Basis einer handlungsorientierten, organisationssoziologischen Perspektive begründet.
Luisa Winkler

Kapitel 4. Eine kommunikative Perspektive auf mittelständische Organisationen

Zusammenfassung
Bis hierher hat die Arbeit mittelständische Unternehmen als Untersuchungsgegenstand eingeführt und aktuelle Herausforderungen aufgezeigt, die den Rahmen für ihr Kommunikationshandeln bilden, sowie einen Überblick über den Status Quo der Mittelstandskommunikation in der Wissenschaft gegeben. Dabei wurde deutlich, dass KMU aufgrund ihrer besonderen Strukturmerkmale auch mit einem andersartigen Verständnis von Kommunikation in Verbindung gebracht werden sollten, wenn die Erforschung der Mittelstandskommunikation den Untersuchungsgegenstand darstellt. Eine Abkehr vom managerialen Kommunikationsverständnis, das die Planung, Steuerung und Evaluation sämtlicher Kommunikationsprozesse eines Unternehmens beinhaltet (Mast 2016, S. 12–13; Zerfaß 2014, S. 59), führt zu einem weiter gefassten Verständnis von Kommunikation, welches Kommunikation als Quintessenz der Organisation beschreibt (Putnam et al. 2009, S. 1–3).
Luisa Winkler

Kapitel 5. Forschungsdesign der empirischen Studie

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hat in ihrem Verlauf aufgezeigt, dass die Mittelstandskommunikation bislang ein vernachlässigtes Forschungsfeld der Kommunikationswissenschaft bildet. Bisherige Studien attestierten der Unternehmenskommunikation kleiner und mittlerer Unternehmen vor allem Nachhol- und Professionalisierungsbedarf. Ihre Forderungen stützten sich dabei vordergründig auf Ergebnisse quantitativer Untersuchungen, die vielmehr einzelne Strukturen der Mittelstandskommunikation in momenthaften Aufnahmen zu messen versuchten, als diese als Phänomen in Gänze zu verstehen.
Luisa Winkler

Kapitel 6. Auswertung und Ergebnisdarstellung

Zusammenfassung
Nachfolgend werden die Ergebnisse der empirischen Untersuchung innerhalb von Fallstudien einzeln ausgewertet (Kap. 6.1 bis 6.5) bevor im Anschluss eine gemeinsame Interpretation der Ergebnisse unter Rückgriff auf den angelegten theoretischen Rahmen vorgenommen wird (Kap. 7). Die Darstellung der Fallstudien wird dabei wie folgt gegliedert: Nach einer kurzen allgemeinen Vorstellung der Unternehmen unter Einordnung der Samplekriterien wird erstens die Unternehmensentwicklung der jeweiligen KMU entlang besonderer Lebensereignisse beschrieben und die Genese der Kommunikation entlang dieser Ereignisse abgebildet. Die zentralen Lebensphasen, die als Einflussfaktoren auf die Genese und Weiterentwicklung der Mittelstandskommunikation wirken können, werden jeweils in einer Chronik zusammenfassend dargestellt.
Luisa Winkler

Kapitel 7. Genese und Spezifik der Kommunikation mittelständischer Unternehmen

Zusammenfassung
Im Nachfolgenden werden die Befunde der Fallstudien unter Rückbezug auf die angelegte kommunikative Perspektive mittelständischer Organisationskommunikation interpretiert. Dabei soll die übergeordnete Forschungsfrage – Wie emergiert Kommunikation in mittelständischen Unternehmen und welche Spezifika können dieser Kommunikation zugeschrieben werden? – beantwortet werden, indem die Ergebnisse die Unterforschungsfragen (UF 1–3) wieder aufgreifen und klären. Dabei widmet sich das Unterkapitel 7.1 insbesondere der Beantwortung der Teilfragen UF1 (Wie kann die Genese der Kommunikation in mittelständischen Unternehmen anhand der Unternehmensentwicklung durch zentrale Schlüsselereignisse erklärt werden?) und UF2 (Inwiefern lassen sich Kommunikationsspezifika mittelständischer Unternehmen als Resultat von Entwicklungspfaden identifizieren?), wenn die Genese der Kommunikation der befragten mittelständischen Unternehmen anhand von Schlüsselereignissen und Entwicklungspfaden nachgezeichnet wird.
Luisa Winkler

Kapitel 8. Resümee und Ausblick

Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit hat mittelständische Unternehmen in den Fokus der Organisationskommunikation gerückt. KMU gelten zwar seit mehreren Jahrzehnten als Herzstück und Motor der deutschen und europäischen Wirtschaft (u. a. Alter 2012, S. 13; Gruber 2000, S. 25–29; Hamer 2006, S. 33–42; Staub-Ney 2012, S. 109), dennoch wurden sie lange Zeit als Untersuchungsgegenstand von der Wissenschaft vernachlässigt (Schauf 2006, S. 3). Eine ausgeprägte, betriebswirtschaftliche Forschungstradition konnte erst in den letzten zwanzig Jahren nachgewiesen werden.
Luisa Winkler

Backmatter

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