Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Kaum ein Begriff wird im Managementdiskurs so leichtfertig gebraucht wie der der Organisationskultur. Während es in der Diskussion bisher eher üblich ist, den Begriff weit zu definieren und darunter so unterschiedliche Phänomene wie „Annahmen“, „Werte“, „Traditionen“, „Glaubenssätze“, „Mythen“ und „Artefakte“ zusammenzufassen, wird in diesem Buch ein enger Begriff verwendet. Organisationskultur – die informale Struktur einer Organisation – sind die Verhaltenserwartungen, über die nicht bewusst entschieden wurde, sondern die sich langsam durch Wiederholungen und Imitationen eingeschlichen haben. Es wird gezeigt, wie es mithilfe dieser engen Bestimmung möglich ist, die Kultur einer Organisation genau zu erfassen, um Ansätze für Veränderungen identifizieren zu können. Denn: Die einzige Möglichkeit, die Organisationskultur zu beeinflussen, besteht für das Management darin – und das mag zunächst paradox klingen –, die formale Struktur der Organisation zu verändern.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Organisationskultur – was ist das ?

Kaum ein Begriff wird im Management so leichtfertig und unpräzise gebraucht wie der der Organisationskultur. Unter Organisationskultur werden sowohl » grundlegende Annahmen «, » Taken-for-granted-Verhalten « als auch » nach außen dargestellte Werte « und » Artefakte « wie Architektur, Möbel oder Kleidung verstanden (Schein 1985, S. 12). Organisationskultur wird als » Gesamtheit aller Normen und Werte « verstanden, die den » Geist und die Persönlichkeit « einer Organisation ausmachen (Doppler und Lauterburg 2002, S. 451).

Stefan Kühl

Kapitel 2. Die Verlockungen und Grenzen eines zweckrationalen Ansatzes

Organisationskultur ist gestaltbar – das ist das Credo der Praktikerliteratur zu diesem Thema. Es sollen » sinnvermittelnde Maßnahmen « eingesetzt werden, durch die den Mitarbeitern die » Mission « ihrer Organisation nahegebracht werden soll. Die Mitarbeiter sollen an der Entwicklung eines Kulturleitbildes beteiligt werden, um gemeinsam über Veränderungen der Kultur der Organisation zu reflektieren.

Stefan Kühl

Kapitel 3. Hebel zur Beeinflussung der Organisationskultur

Das grundlegende Problem einer Arbeit an der Organisationskultur besteht darin, dass es keinerlei Gewissheit gibt, wie die Kulturprogramme von den Mitarbeitern aufgenommen werden. Organisationskulturen bilden sich als informale Handlungsnormen durch Wiederholung und Imitation aus. Und die so eingespielten Handlungsnormen lassen sich nicht – das ist die Eigenart nicht entschiedener Entscheidungsprämissen – durch die Verkündigung neuer organisationskultureller Werte verändern.

Stefan Kühl

Kapitel 4. Fazit – Konsequenzen für die Beeinflussung der Organisationskultur

Für Praktiker ist es notgedrungen frustrierend, dass jede Entscheidung zur Veränderung der formalen Strukturen auf der Seite der Organisationskultur nicht nur antizipierte und gewollte, sondern auch ungewollte Nebenfolgen mit sich bringt. Aber so ist das eben – so die naheliegende Antwort aus der Organisationsforschung – mit Organisationen. Weil es die alle und alles befriedigende optimale Organisationsstruktur nicht gibt, bringt jede Entscheidung immer auch Überraschungen, Enttäuschungen und Probleme mit sich.

Stefan Kühl

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

Stellmach & BröckersBBL | Bernsau BrockdorffMaturus Finance GmbHPlutahww hermann wienberg wilhelm

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Künstliche Intelligenz und der Faktor Arbeit - Implikationen für Unternehmen und Wirtschaftspolitik

Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkung auf den Faktor Arbeit ist zum Modethema in der wirtschaftswissenschaftlichen Politikberatung avanciert. Studien, die alarmistisch die baldige Verdrängung eines Großteils konventioneller Jobprofile beschwören, leiden jedoch unter fragwürdiger Datenqualität und Methodik. Die Unternehmensperspektive zeigt, dass der Wandel der Arbeitswelt durch künstliche Intelligenz weitaus langsamer und weniger disruptiv ablaufen wird. Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise