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Organisch-chemische Methoden

in Biochemie, Molekularbiologie, Medizin und Pharmazie

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Das Buch erläutert synthetische und analytische Methoden der Organischen Chemie, die für Anwendung und Forschung in Biochemie, Molekularbiologie, Medizinischer und Pharmazeutischer Chemie eingesetzt werden. Es ist als Lehrbuch im Masterstudium der Chemie, aber auch biologischer und medizinisch-chemischer Fächer gedacht. Es eignet sich zudem wegen der umfangreichen Literaturzitate als Monographie für Anwender im Forschungslabor.

Ein einfaches Grundwissen der Organischen Chemie wird vorausgesetzt, aber wesentliche Aspekte werden in den Kapiteln 1 und 2 wiederholt. Teil 1 des Buches behandelt allgemeine Methoden für die drei Hauptgruppen von Biopolymeren: Peptide und Proteine, Kohlenhydrate und Glycokonjugate sowie Nucleinsäuren. In Kapitel 7 wird die Konjugatbildung zum Markieren von Biomolekülen vorgestellt. Teil 2 hingegen greift einige Themen an Hand konkreter aktueller Publikationen heraus. So kann die Anwendung der im Teil 1 erarbeiteten Methodik im biologischen Kontext verfolgt werden.

Als Lehrziel soll dieses Buch den Chemiestudierenden die Methodenentwicklung für biologische Fragestellungen veranschaulichen und so zur Weiterentwicklung anspornen. Die Studierenden und Forschenden aus dem biologischen und medizinischen Bereich sollen die Möglichkeiten und gleichzeitig auch den Hintergrund der Methodik besser kennenlernen. Dadurch soll das interdisziplinäre Verständnis wachsen.

Die 2. Auflage wurde komplett überarbeitet, mit neueren Methoden ergänzt und die aktuelle wissenschaftliche Literatur mit einbezogen. Ein Kapitel über chemische und semisynthetische Proteinsynthese und ein weiteres über Fluoreszenz und Fluorophore sind neu in diese Auflage aufgenommen. Neu ist auch ein Teil mit Fragen zur Überprüfung des Verständnisses am Ende jedes Kapitels, zu denen im Anhang die entsprechenden Lösungen und Erläuterungen zur Verfügung stehen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Kurze Wiederholung grundlegender Konzepte der allgemeinen und organischen Chemie

    Daniel Krois
    In diesem Kapitel werden grundlegende Konzepte der allgemeinen und organischen Chemie behandelt, mit einem Schwerpunkt auf Azidität, Basizität, Elektrophilie und Nucleophilie. Es wird erklärt, wie Säuren und Basen nach Brønstedt und Lewis definiert werden und wie die Aziditätskonstante Ka und die Basizitätskonstante Kb abgeleitet werden. Die Puffergleichung und ihre Bedeutung für die Pufferwirkung werden ebenfalls diskutiert. Der Text geht auf die kinetischen Parameter Elektrophilie und Nucleophilie ein und vergleicht sie mit den thermodynamischen Parametern Azidität und Basizität. Resonanz und Tautomerie werden als wichtige Konzepte zur Erklärung der Stabilität und Reaktivität von Molekülen behandelt. Aromatizität und Heterocyclen werden detailliert beschrieben, einschließlich der Bedingungen und Kriterien für Aromatizität sowie der Bedeutung von Heterocyclen in biologischen Systemen. Schließlich wird der Unterschied zwischen Konfiguration und Konformation erläutert, wobei die Rolle von Torsionswinkeln und nichtkovalenten Wechselwirkungen bei der Bestimmung der Konformation von Molekülen hervorgehoben wird. Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über grundlegende chemische Konzepte und ihre Anwendungen in der organischen Chemie.
  3. Organisch-chemische Methoden, die allgemein in biologischen Fragestellungen Anwendung finden

    1. Frontmatter

    2. 2. Chemische Eigenschaften der „Biomoleküle“ – eine Zusammenfassung

      Daniel Krois
      Das Kapitel bietet eine umfassende Zusammenfassung der chemischen Eigenschaften von Biomolekülen, mit einem besonderen Fokus auf Aminosäuren, Peptide und Proteine. Es werden die 20 proteinogenen Aminosäuren und ihre Strukturen detailliert beschrieben, einschließlich ihrer posttranslationalen Modifikationen und ihrer Rolle in der Proteinbiosynthese. Der Text erklärt die Bedeutung der Peptidbindung und deren Auswirkungen auf die Konformation und Stabilität von Proteinen. Zudem werden die Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärstruktur von Proteinen sowie die verschiedenen Wechselwirkungen, die ihre Faltung und Stabilität beeinflussen, erläutert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Kohlenhydraten, insbesondere den Monosacchariden und ihren cyclischen Formen, sowie den Nucleinsäuren und ihrer Struktur und Funktion. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über Lipide und heterocyclische Naturstoffe, die in verschiedenen biologischen Prozessen eine wichtige Rolle spielen. Durch die detaillierte Beschreibung dieser Themen bietet das Kapitel einen tiefen Einblick in die chemischen Grundlagen der Biochemie und Molekularbiologie, der für Professionals in der Forschung und Entwicklung von großem Nutzen ist.
    3. 3. Methoden zur Synthese und Analyse von Peptiden und Proteinen

      Daniel Krois
      Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die Methoden zur Synthese und Analyse von Peptiden und Proteinen. Es beginnt mit einer Einführung in die Synthese von Peptiden, einschließlich der Verwendung von Schutzgruppen und Kupplungsreagenzien. Anschließend werden verschiedene Strategien zur Synthese längerer Peptide und Proteine diskutiert, wie die Festphasensynthese und die Kombination mehrerer Methoden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse von Peptiden und Proteinen, wobei Methoden wie die Aminosäureanalyse und die Peptidsequenzierung durch Edman-Abbau detailliert beschrieben werden. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die Bestimmung der Struktur von Peptiden und Proteinen, einschließlich der Verwendung von NMR-Methoden und Circulardichroismus. Insgesamt bietet das Kapitel eine detaillierte und umfassende Darstellung der verschiedenen Methoden und Techniken, die für die Synthese und Analyse von Peptiden und Proteinen verwendet werden, und hilft den Lesern, die beste Methode für ihre spezifischen Anwendungen zu wählen.
    4. 4. Oligosaccharide (Kohlenhydrate)

      Daniel Krois
      Oligosaccharide sind aufgrund ihrer vielfältigen Verknüpfungsmöglichkeiten komplexer als Peptide und Oligonucleotide. Die Synthese und Analyse dieser Kohlenhydrate erfordert spezielle Methoden und Schutzgruppentaktiken. Der Fachbeitrag beleuchtet die Eigenschaften und Bedeutung von Oligosacchariden, insbesondere ihre große Anzahl an Verknüpfungsisomeren, die die analytische und synthetische Methodik im Vergleich zu anderen Biopolymeren erschweren. Die chemische Synthese von Oligosacchariden ist anspruchsvoll, da es keine templatgesteuerte Biosynthese gibt und die Kohlenhydratketten durch Multienzymkomplexe hergestellt werden. Die Verwendung von Schutzgruppen und die Steuerung der Glycosylierung sind entscheidend für den Erfolg der Synthese. Moderne Methoden wie die automatisierte Oligosaccharidsynthese und die Festphasensynthese haben die Herstellung von Oligosacchariden erheblich verbessert. Die Analyse von Oligosacchariden ist aufgrund der Vielfalt möglicher Isomere komplex und erfordert spezielle chromatographische und spektroskopische Methoden. Der Beitrag diskutiert auch die Bedeutung von Oligosacchariden in der menschlichen Milch, in Arzneimitteln wie Heparin und als nachwachsende Rohstoffe in der Agrarwirtschaft. Abschließend werden Fragen zur Vertiefung des Verständnisses des Kapitels gestellt.
    5. 5. Glycokonjugate, Glycoproteine

      Daniel Krois
      Glycokonjugate, insbesondere Glycoproteine und Glycolipide, sind von großer Bedeutung für die Biochemie und Medizin. Der Fachbeitrag beleuchtet die Struktur und Funktion dieser Moleküle, wobei ein besonderer Fokus auf den Glycopeptidolipiden (GPL) von Mykobakterien liegt. Diese GPL sind entscheidend für die Resistenz von Mykobakterien gegen Antibiotika und spielen eine Rolle bei der Immunantwort. Die Analyse dieser Strukturen ermöglicht die Entwicklung spezifischer Therapien und Impfstoffe. Der Text beschreibt detailliert die Methoden zur Aufklärung der GPL-Strukturen, einschließlich der Verwendung von FAB-MS und NMR. Zudem wird die Synthese von Glycoproteinen und deren Bedeutung für die medizinische Forschung diskutiert. Die Biosynthese von N-Glycoproteinen und die Rolle der Oligosaccharidketten werden ebenfalls erläutert. Der Beitrag bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Erkenntnisse und Methoden in diesem Bereich und zeigt auf, wie diese Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Therapien genutzt werden können.
    6. 6. Oligonucleotide und Nucleinsäuren

      Daniel Krois
      Dieser Fachbeitrag beleuchtet die DNA-Sequenzierung nach Maxam-Gilbert, eine bahnbrechende Methode in der Biochemie und Genetik. Der Text erklärt detailliert die chemischen Reaktionen, die selektiv Nucleobasen markieren und den DNA-Strang spalten, sowie die Rolle der Gelelektrophorese bei der Identifikation der Nucleobasensequenz. Es wird auf die historische Bedeutung der Methode eingegangen, die 1980 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, und ihre Anwendung in der modernen Forschung. Zudem werden die Unterschiede zwischen der enzymatischen Methode von Sanger und der chemischen Methode von Gilbert hervorgehoben. Der Beitrag bietet einen tiefen Einblick in die Methodik und die Bedeutung der DNA-Sequenzierung für die wissenschaftliche Forschung.
    7. 7. Herstellung von Konjugaten

      Daniel Krois
      Dieser Fachbeitrag beschäftigt sich mit der Herstellung von Konjugaten und der spezifischen Markierung von Biomolekülen. Er erklärt die verschiedenen Methoden und Reaktionen, die für die selektive Einführung von Markierungen in ungeschützte Biomoleküle verwendet werden. Der Text beschreibt die Derivatisierung von Aminogruppen, Thiol-Funktionen und Alkoholen sowie die Verwendung von Click-Reaktionen und Staudinger-Reaktionen zur Konjugatbildung. Zudem werden die Anwendungen dieser Methoden in der analytischen Chemie und der Proteomanalytik diskutiert. Der Beitrag bietet eine umfassende Übersicht über die aktuellen Entwicklungen und Techniken in diesem Bereich und zeigt auf, wie diese Methoden in der Praxis eingesetzt werden können.
    8. 8. Ligationsmethoden zur chemischen Synthese bzw. Semisynthese von Proteinen

      Daniel Krois
      Dieses Kapitel beleuchtet die verschiedenen Methoden zur chemischen Synthese und Semisynthese von Proteinen, mit einem Fokus auf die native chemical ligation (NCL) und die Serin/Threonin-Ligationsmethode (STL). Es wird detailliert beschrieben, wie Proteine aus Fragmenten zusammengesetzt werden können, wobei die NCL die Verknüpfung über Thioester und Cystein ermöglicht. Die STL bietet eine Alternative ohne Schwefel oder Selen, indem sie die Verknüpfung zu Serin oder Threonin herstellt. Der Text geht auch auf die Einführung von Thioestern nach der Festphasensynthese ein und beschreibt die Verwendung von Inteinen zur Semisynthese von Proteinen. Praktische Anwendungsbeispiele, wie die Synthese von alpha-Synuclein und Glycoproteinen, verdeutlichen die Bedeutung dieser Methoden. Zudem werden die Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Synthese komplexer Proteine diskutiert, einschließlich der chemischen und enzymatischen Synthese von Glycoproteinen. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Techniken und Anwendungen in der chemischen Proteinsynthese.
  4. Ausgewählte Beispiele für die Anwendung organisch-chemischer Methoden in biologisch bedeutenden Fragestellungen

    1. Frontmatter

    2. 9. Synthese von Lipopeptiden und Proteinkonjugaten zur Funktion des N-Ras-Proteins

      Daniel Krois
      Das Kapitel beschäftigt sich mit der Synthese von Lipopeptiden und Proteinkonjugaten, um die Funktion des N-Ras-Proteins zu untersuchen. Es wird beschrieben, wie ein führender biologisch-organischer Chemiker durch neue Synthesestrategien Modellverbindungen herstellt und diese zielgerichtet testet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung der posttranslationalen Modifikationen des N-Ras-Proteins, insbesondere der Lipidmodifikationen, die für die Verankerung in der Zellmembran und die biologische Aktivität essenziell sind. Die Arbeiten von Herbert Waldmann, die auch zu seiner steilen Karriere beigetragen haben, werden detailliert dargestellt. Zudem wird die Entwicklung von Enzyminhibitoren, insbesondere der Farnesyltransferase, diskutiert, die als potenzielle therapeutische Ansätze gegen Krebs untersucht werden. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung der doppelten Lipidmodifizierung des N-Ras-Proteins für eine stabile Verankerung in der Zellmembran und die biologische Aktivität. Die Synthese von fluoreszenzmarkierten N-Ras-Proteinen und deren Anwendung in der Zellbiologie werden ebenfalls beschrieben. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die Synthese und Anwendung von Lipopeptiden und Proteinkonjugaten sowie deren Bedeutung für die Erforschung der Funktion des N-Ras-Proteins und die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze.
    3. 10. Entwicklung synthetischer Vakzine auf Peptidbasis

      Daniel Krois
      In diesem Kapitel wird die Entwicklung synthetischer Vakzine auf Peptidbasis detailliert untersucht, mit einem besonderen Fokus auf Malaria. Es werden die Grundlagen der Immunologie und die Rolle von Antikörpern erklärt, sowie die Herausforderungen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen variierende Erreger. Der Text diskutiert verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Immunogenität von Peptiden und die Bedeutung von Adjuvanzien. Es werden spezifische Beispiele wie das Circumsporozoit-Protein (CSP) und die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern behandelt. Zudem werden die aktuellen Fortschritte in der Impfstoffforschung, einschließlich der zugelassenen Impfstoffe gegen Malaria, sowie die zukünftigen Perspektiven und Herausforderungen in der Entwicklung synthetischer Vakzine beleuchtet. Der Text bietet einen umfassenden Überblick über die chemischen und immunologischen Aspekte der Impfstoffentwicklung und zeigt auf, wie synthetische Vakzine die Immunantwort verbessern können. Die Diskussion der verschiedenen Techniken und Methoden zur Bestimmung der Immunreaktivität von Antiseren und Antikörpern rundet das Kapitel ab und gibt einen Einblick in die aktuellen Forschungsergebnisse und Entwicklungen in diesem Bereich.
    4. 11. Anwendungen modifizierter Oligonucleotide

      Daniel Krois
      In diesem Fachbeitrag werden die Anwendungen modifizierter Oligonucleotide in der Forschung detailliert beschrieben. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verwendung von modifizierten Nucleobasen, um die Rolle von Wasserstoffbrückenbindungen in der DNA-Struktur und -Stabilität zu untersuchen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Detektion spezifischer RNA- oder DNA-Sequenzen mittels fluoreszierender Methoden wie molecular beacons und QUAL probes. Zudem wird die Rolle von modifizierten Oligonucleotiden bei der Aufklärung von Radikalreaktionen in der DNA behandelt. Der Beitrag zeigt, wie diese Techniken zur besseren Verständnis von DNA-Prozessen und zur Entwicklung neuer analytischer Methoden beitragen können. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Wasserstoffbrückenbindungen für die Stabilität der DNA-Doppelhelix und die Selektivität der Polymerase-Reaktion. Die beschriebenen Methoden bieten vielversprechende Ansätze für die Detektion und Analyse von Nucleinsäuren, was sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die medizinische Diagnostik von großer Bedeutung ist.
    5. 12. Methoden zur Modifizierung von Proteinen – Einführung nichtnatürlicher Aminosäuren

      Daniel Krois
      In diesem Kapitel werden die Methoden zur gezielten Einführung nichtnatürlicher Aminosäuren in Proteine detailliert beschrieben. Es wird die historische Entwicklung dieser Techniken von den frühen Ansätzen in den 90er-Jahren bis zu den heutigen, hochspezialisierten Methoden beleuchtet. Ein Schwerpunkt liegt auf der Verwendung des amber-Stopp-Codons UAG zur gezielten Einführung nichtnatürlicher Aminosäuren an bestimmten Stellen in einem Protein. Es werden sowohl in vitro als auch in vivo Methoden diskutiert, wobei die in vivo Methode durch die Entwicklung orthogonaler Paare von Aminoacyl-tRNA-Synthetase und tRNA für verschiedene nichtnatürliche Aminosäuren besonders hervorgehoben wird. Praktische Anwendungsbeispiele, wie die Modifizierung von Ras-Proteinen und die Untersuchung von Protein-DNA-Wechselwirkungen, verdeutlichen die Vielseitigkeit und den Nutzen dieser Techniken. Das Kapitel schließt mit einem Überblick über die neuesten Entwicklungen und die Zukunftsperspektiven dieser Methode ab.
    6. 13. Optimierung von Struktur-Aktivitäts-Beziehungen (SAR): Entwicklung von Inhibitoren und Agonisten

      Daniel Krois
      In diesem Fachbeitrag wird die Entwicklung von Inhibitoren und Agonisten anhand zweier Beispiele detailliert beschrieben. Zunächst wird die Entwicklung des ersten Renininhibitors Aliskiren verfolgt, der zur Behandlung von hohem Blutdruck eingesetzt wird. Dabei wird die Optimierung der Struktur-Aktivitäts-Beziehungen (SAR) und die Synthese des Inhibitors ausführlich erläutert. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Wirkungsweise von Süßstoffen auf den entsprechenden Rezeptor. Es wird die Vielfalt der Strukturen süßer Geschmacksstoffe und die Herausforderungen bei der Entwicklung von Süßstoffen diskutiert. Der Beitrag beleuchtet auch die Identifizierung der Rezeptoren für süßen und bitteren Geschmack sowie die komplexen Wechselwirkungen zwischen Rezeptoren und Liganden. Abschließend wird die potenzielle Rolle von Süßstoffen im Kampf gegen Übergewicht und Diabetes Typ II betrachtet. Der Fachtext bietet einen tiefen Einblick in die biochemischen und pharmazeutischen Aspekte der Entwicklung von Inhibitoren und Agonisten und zeigt auf, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in praktische Anwendungen umgesetzt werden können.
    7. 14. Fluoreszierende Verbindungen

      Daniel Krois
      Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von fluoreszierenden Verbindungen, auch Fluorophore genannt, in der Biologie und Medizin. Es werden die wichtigsten Fluorophore und ihre Eigenschaften detailliert beschrieben, einschließlich ihrer Absorptions- und Emissionseigenschaften, sowie ihrer Quantenausbeute. Der Text diskutiert die Rolle der organischen Chemie bei der Verbesserung der Eigenschaften von Fluorophoren und deren Anwendung in der Bildgebung und Quantifizierung von Biomolekülen. Zudem werden spezifische Anwendungen wie der Nachweis von Ionen und die Untersuchung von Enzymaktivitäten in vivo vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung von natürlichen fluoreszierenden Proteinen und ihrer Bildung. Abschließend werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Fluorophore und ihre Anwendungen in der Forschung und Medizin zusammengefasst.
    8. 15. Lösungen

      Daniel Krois
      Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die chemische und enzymatische Synthese von Peptiden und Proteinen. Es werden verschiedene Methoden zur Schutzgruppenstrategie und Kupplungsreaktionen detailliert beschrieben, einschließlich der Verwendung von Aktivestern und Kupplungsreagenzien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse und Modifikation von Peptiden und Proteinen, wobei moderne Techniken wie HPLC, MS und NMR-Methoden vorgestellt werden. Zudem wird auf die Herstellung von Glycoproteinen und die Einführung von nicht-natürlichen Aminosäuren eingegangen. Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über die Anwendungen dieser Methoden in der Biotechnologie und Pharmazie, sowie den Herausforderungen und Zukunftsperspektiven in diesem Bereich.
  5. Backmatter

Titel
Organisch-chemische Methoden
Verfasst von
Daniel Krois
Copyright-Jahr
2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-72214-5
Print ISBN
978-3-662-72213-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-72214-5

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