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Über dieses Buch

Rita Lauter untersucht, wie gut es Fernsehnachrichten gelingt, jungen Zuschauern komplexe Themen zu vermitteln. Dafür wurde in Kooperation mit der WDR-Medienforschung in einer Rezeptionsstudie die Verständlichkeit von Beiträgen über komplexe Themen an 400 Probanden getestet. Dabei zeigte sich, dass unter anderem Visualisierung, Fokus und zu einem gewissen Grad auch Infotainment Schwierigkeiten auf Rezipientenseite ausgleichen können. Die Autorin leitet daraus praktische Empfehlungen für den Redaktionsalltag ab. Zusätzlich gewährt das Buch exklusive Einblicke in die Arbeit der drei erfolgreichsten deutschen TV-Nachrichtenredaktionen Tagesschau, heute und RTL-aktuell.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einführung

Um dieser Idee gerecht zu werden, sind „demokratische Gesellschaften auf informierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen“ (Bonfadelli/Marr 2008: 138). Häufig sind die Entscheidungen der Volksvertreter und ihre Folgen für den Einzelnen jedoch nicht direkt erfahr- oder nachvollziehbar (Wirth 1997: 23). Deshalb muss Politik verständlich gemacht, erklärt, eingeordnet, kontrolliert und kritisiert werden (Kübler 2003: 23).
Rita Lauter

Chapter 2. Theoretischer Rahmen

Diese Arbeit befasst sich mit Medienwirkungsprozessen, genauer mit der Informationsverarbeitung von Medieninhalten.
Rita Lauter

Chapter 3. Forschungsstand: Lernen aus Medien

Aufgrund der großen Bedeutung, die den Massenmedien, insbesondere Fernsehnachrichten, für eine gelingende Demokratie zugeschrieben wird, ist deren Informationsvermittlung eine der am häufigsten untersuchten Fragestellungen der Medienforschung (vgl. Meckel/Kamps 1998: 16, Merten 1998: 85). Betrachtete sie bis in die 1950er Jahre aus einer Stimulus-Response-Vorstellung heraus zunächst vornehmlich die Wir-kung von Stimulusmerkmalen (z.B. die lernpsychologische Verständlich-keitsforschung), rückten mit der „kognitiven Wende“ in den 1970er und 80er Jahren die Eigenschaften der Rezipienten (uses-and-gratifications-Ansatz und Wissenskluft-Forschung) ins Blickfeld (Vogel/Suckfüll et al. 2007: 336, Schenk 2007).
Rita Lauter

Chapter 4. Die Studie

Wie eingangs beschrieben, ist den Redaktionen die Notwendigkeit, komplexe Themen besser zu erklären, bewusst (Blöbaum/Bonk et al. 2010). Dabei unterliegen die Redaktionen allerdings ökonomischen, zeitlichen und technischen Zwängen.
Rita Lauter

Chapter 5. Die Ergebnisse

In den folgenden Abschnitten werden zunächst Daten zu Einschaltquoten, zum Publikum und zur Redaktionsorganisation der drei erfolgreichsten deutschen Fernsehnachrichtensendungen zusammengefasst. Daran schließen sich das redaktionelle Selbstverständnis und der Nachrichtenbegriff an, danach wird die Bedeutung der Konkurrenz in der täglichen Arbeit beleuchtet, und schließlich geht es um die konkreten Produktionsbedingungen, das Nachrichtenstudio und um Formen der Qualitätskontrolle bei erklärenden Beiträgen – also konkret um Forschungsfrage 1 (Produktionsbedingungen beim Erklären).
Rita Lauter

Chapter 6. Zusammenfassung und Diskussion

In dieser Arbeit sollte geklärt werden,
1.
unter welchen Produktionsbedingungen Fernsehnachrichtenredaktionen Beiträge zu komplexen Themen erstellen,
 
2.
welche Gestaltungsmittel sie dabei einsetzen und
 
3.
wie die so entstandenen und gestalteten Beiträge bei jungen Zuschauern ankommen. Konkret: Wie beeinflussen Textgestaltung, Visualisierung und Infotainment sowie die Umsetzung von Vermittlungszielen in TV-Nachrichtenbeiträgen zu komplexen Themen die Verstehensleistung jüngerer Zuschauer?
 
Rita Lauter

Backmatter

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