Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Inhalt des Buchs sind die Referate und Diskussionen der 13. August Lösch-Tage, die 1996 in Heidenheim an der Brenz stattfanden. Das Thema wird in drei Schwerpunkten "Soziale Transformation", "Regionalpolitische Herausforderungen" und "Siedlungsentwicklung" behandelt. Den Abschluß bildet das Referat "Herausforderungen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion an die neuen Länder" von Reimut Jochimsen, Präsident der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen. Diskutiert werden zum einen die wirtschaftlichen und sozialen Probleme, die durch und durch und nach der Wiedervereinigung entstanden sind. Zum anderen werden die (regional-)politischen Möglichkeiten abgewogen, die zur Lenkung und Absicherung des Transformationsprozesses vorgeschlagen werden. Schließlich werden insbesondere die Gefahren für die Stadtentwicklung in den Neuen Bundesländern behandelt. Neben der Problemanalyse wird dabei nach Lösungen gesucht, wie die Wiedervereinigung erfolgreich fortgeführt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Eröffnung und Begrüßung

Frontmatter

1. Eröffnung und Begrüßung

Ohne Zusammenfassung
Helmut Himmelsbach

2. Brandenburg — eine Region definiert ihren Platz im zusammenwachsenden Deutschland und Europa

Zusammenfassung
Ein herzliches Dankeschön für die Einladung nach Heidenheim. Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, anläßlich der August-Lösch-Tage 1996 sprechen zu können. Ich tue das auch deshalb gern, weil wir zwischen Deutschland-Ost und Deutschland-West immer noch viel zu sehr übereinander als miteinander reden. Für beide Seiten gilt: Unkenntnis ist die Mutter der Vorurteile.
Manfred Stolpe

3. Zusammenfassung der Diskussion mit Ministerpräsident Stolpe

Ohne Zusammenfassung
Franz-Josef Bade

Soziale Transformation: Gewinner und Verlierer

Frontmatter

4. Soziale Transformation: Gewinner und Verlierer

Ohne Zusammenfassung
Wolfgang Dümcke

5. Annäherung an eine schwierige Fragestellung: Gewinner oder Verlierer im ostdeutschen Transformationsprozeß?

Zusammenfassung
Überrascht hatten Soziologen für Erhebungen 1991/92 im Osten unseres Landes festgestellt, daß Indikatoren hier „nicht richtig“, „nicht normal“ messen: Während im Westen die etablierte Wohlfahrtsforschung seit Jahren konstante Zusammenhänge aufzuzeigen wußte — zwischen objektiven Indikatoren, zum Beispiel Einkommen, Wohnbedingungen, und subjektiven Indikatoren, also etwa Zufriedenheiten, — traten im Osten gerade diesbezüglich Inkongruenzen und Turbulenzen auf. Einmal, im Umfeld von Währungsunion und Vereinigung 1990, war „die Stimmung offensichtlich besser als die Lage“ — hohe allgemeine Zufriedenheiten, Zustimmungen und optimistische Prognosen trotz erheblicher persönlicher Beschwernisse. Soziologen (so Helmut Klages) versuchten, das mit einem „doppelten Zukunftshorizont“ zu erklären: Man nimmt in Erwartung alsbaldiger Verbesserungen momentane Stagnation oder Abstriche hin. Euphorie, Erwartungen, Versprechungen tragen einige Zeit. Dann, zum Beginn des Jahres 1991, war zwar nicht nur „die“ Mark gekommen, sondern hatte ein sichtbarer materieller Schub stattgefunden (Auto und Videorecorder wurden zu Merkzeichen für ostdeutschen Aufschwung), der Stimmungseinbruch in Ostdeutschland aber war rapide. Nur noch 7% Optimisten konnten ausgemacht werden, während mehr als 84% pessimistisch in die Zukunft blickten. Die gute Lage schien den Horizont zu trüben. Diese Verschiebungen in der Zeit und Inkongruenzen zwischen „Objektivem“ und „Subjektivem“ wurden zudem noch durch nicht selten widersprüchliche und einander widersprechende Erhebungen zu Einstellungen, Meinungen und Befindlichkeiten verkompliziert. Was läßt sich schon überzeugend festhalten?
Michael Thomas

6. Soziale Transformation: Gewinner und Verlierer

Zusammenfassung der Diskussion Themenkreis I
Ohne Zusammenfassung
Franz-Josef Bade

Standort Ostdeutschland: Regionalpolitische Herausforderungen

Frontmatter

7. Standort Ostdeutschland — Regionalpolitische Herausforderung

Zusammenfassung
Ich möchte heute nicht viel über den Standort Ostdeutschland sprechen. Denn dann müßte ich vor allem über den Einfluß von
  • Lohn- und Tarifpolitik,
  • Geldpolitik und Wechselkursentwicklung,
  • Steuer- und Sozialpolitik und
  • Haushalts- und Konjunkturpolitik
reden. Ihren Einfluß auf die Wettbewerbs- und Absatzchancen ostdeutscher Betriebe auf nationalen und internationalen Märkten schätze ich um ein Vielfaches höher ein als den Einfluß der Regionalpolitik.
Friedemann Tetsch

8. Standort Ostdeutschland: Mangelnde Tragfähigkeit des Wachstumsprozesses

Zusammenfassung
Mit der wirtschaftlichen Vereinigung Deutschlands ist ein raumökonomisches Entwicklungsproblem entstanden. Angesichts der Größe des strukturschwachen ostdeutschen Raumes und des Ausmaßes der Disparitäten zwischen den alten und den neuen Ländern stellen die neuen Bundesländer die regionalpolitische Herausforderung in der Bundesrepublik Deutschland dar. Zu dem Süd-Nord-Gefälle in den alten Ländern ist ein West-Ost-Gefälle im vereinten Deutschland hinzugetreten. Die ökonomische Revitalisierung Ostdeutschlands ist durch Probleme gekennzeichnet, die in Quantität und Qualität über die Anpassungsprobleme altindustrieller Verdichtungsräume wie z.B. dem Ruhrgebiet oder strukturschwacher ländlicher Regionen in Westdeutschland hinausgehen.
Robert Skopp

9. Standort Ostdeutschland: Regionalpolitische Herausforderungen

Zusammenfassung der Diskussion Themenkreis II
Ohne Zusammenfassung
Franz-Josef Bade

Siedlungsentwicklung: Erosion der Stadt

Frontmatter

10. Stadtentwicklung in den neuen Bundesländern: Das Beispiel Leipzig

Zusammenfassung
Städte und Stadtregionen sind die Kristallisationspunkte gesamtgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen. Das ist immer so gewesen, seit es die Stadt als besondere Siedlungsform gibt, und das ist bei den gegenwärtigen gigantischen Strukturwandlungen in Ostdeutschland ganz besonders deutlich spürbar. Fährt man in diesen Tagen durch die neuen Bundesländer, bestätigt sich eindrucksvoll die allgemein gültige Erkenntnis, daß die Städte, insbesondere die Großstädte, die kulturellen, technologischen und wirtschaftlichen Vorreiter der Gesamtentwicklung sind. Nirgendwo wird mehr neu- oder umgebaut als hier, in nur wenigen Monaten sind da oder dort ganze Wohnquartiere wie Pilze aus der Erde geschossen, haben ganze Straßenzüge ein neues, überraschend schönes Ansehen bekommen, erstrahlen historisch oder architektonisch bedeutsame Gebäude in neuem Glanz und markieren die hellen Gebäude auf den von Fabrikschornsteinen freien ausgedehnten Gewerbegebieten unübersehbar erste Tupfer in den vom Bundeskanzler angekündigten blühenden Landschaften.
Heinz Niemann

11. Siedlungsentwicklung: Erosion der Stadt

Zusammenfassung der Diskussion Themenkreis III
Ohne Zusammenfassung
Franz-Josef Bade

Verleihung des August-Lösch-Preises der Regionalwissenschaft

Frontmatter

12. Ansprache zur Verleihung des August-Lösch-Preises

Ohne Zusammenfassung
Helmut Himmelsbach

13. Herausforderungen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion an die neuen Länder

Zusammenfassung
Bereits zum dreizehnten Mal seit 1971 ehrt die Stadt Heidenheim heute — diesmal drei — herausragende Arbeiten auf dem Feld der Regionalwissenschaft. Sie unternimmt erneut einen Akt innovativer Stadtpolitik, für die Heidenheim seit langem vorbildliche Pflanz- und Wirkstätte ist. Sie erinnert zugleich an den großen Sohn der Stadt, den Raumtheoretiker August Lösch. Fast möchte ich sagen: nie war er so wertvoll wie heute — der Preis für Regionalwissenschaftler — in einer Zeit, in der der Wettbewerb der Regionen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Mein erster Gedanke, als ich das Motto der diesjährigen August-Lösch-Tage „Ost und West in Deutschland — Träume, Wirklichkeit, Perspektiven“ gelesen hatte, war: warum haben die Organisatoren die Träume vor die Wirklichkeit gesetzt? Ich nehme an, daß sich die Träume auf erste Euphorien nach dem Jahrhundertereignis der deutschen Einigung beziehen, die wenig später auf den Boden der Wirklichkeit zurückgeholt werden mußten. Ursprünglich geschürte Hoffnungen auf einen schmerzhaften, aber kurzen Umstellungsprozeß1 der neuen Länder waren falsch. Heute wissen alle, daß die Aufgabe der fast vollständigen Erneuerung der Wirtschaftsstrukturen einschließlich der notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen einen Zeithorizont ins Auge fassen muß, der sich eher in Dekaden als in Jahren bemißt.
Reimut Jochimsen

14. Laudationes Heidenheim 1996

Zusammenfassung
„Das preisgekrönte Werk steht ganz in der Tradition großer regionalwissenschaftlicher Forschung und standorttheoretischer Bemühungen und deren Anwendung. Es ist daher — wie das Werk August Löschs — charakterisiert durch ein Engagement für empirische Analysen als Grundlage praktischer Wirtschafts- und Regionalpolitik zur Verbesserung der Lebensbedingungen in unserer Welt. In diesem Rahmen möchte ich zu der Arbeit einige Bemerkungen machen.“
Rolf H. Funck

15. Danksagung der Preisträger

Ohne Zusammenfassung
Busso Grabow

Backmatter

Weitere Informationen