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14.09.2017 | Ottomotor | Nachricht | Onlineartikel

Formel-1-Motor von Mercedes mit über 50 Prozent Wirkungsgrad

Autor:
Martin Westerhoff

Der 1,6-l-V6-Turbomotor des Mercedes-AMG F1-Teams hat bei Prüfstandläufen einen thermischen Wirkungsgrad von 50 Prozent durchbrochen. Die Formel-1-Antriebe haben nun mehr Leistung als die 3,0-l-V10-Saugmotoren aus dem Jahr 2005.

Seit dem Umstieg der Formel 1 von 2,4-l-V8-Saug- auf 1,6-l-V6-Turbomotoren zur Saison 2014 konnten die Motorenhersteller den Wirkungsgrad deutlich steigern. Mercedes hat nun bekanntgegeben, dass bei Prüfstandsläufen des Antriebs des Mercedes-Benz F1 W08 EQ Power+ genannten Rennwagens ein Wirkungsgrad von mehr 50 Prozent erreicht wurde.

Das Daimler-Tochterunternehmens Mercedes-AMG High-Performance-Powertrains im britischen Brixworth, das die Formel-1-Antriebe entwickelt, beziffert den Wirkungsgrad des ersten Antriebs nach dem grundlegend neuen technischen Reglement aus dem Jahr 2014 auf 44 Prozent. Zuletzt hatte Ferrari auf dem Wiener Motorensymposium 2016 den Einsatz von Magerbrennverfahren in der Formel 1 bestätigt und einen thermischen Wirkungsgrad von Formel-1-Motoren von bis zu 45 Prozent genannt.

Gesteigerte Gesamteffizienz

Damit vor allem die Gesamteffizienz hätte weiter gesteigert werden können, nennt das Unternehmen neben der Brennverfahrensentwicklung und der Reibungsminimierung Fortschritte in der elektrischen Energieumwandlung als Schlüssel. Neben der Rekuperation von Bremsenergie kommt ein elektrisch unterstützter Turbolader zum Einsatz, über den Abgasenergie zurückgewonnen werden kann. 

Die erzielbare Nennleistung des Antriebsstrangs konnte dadurch im Vergleich zu 2014 um 80 kW gesteigert werden. Offizielle Angaben zur Gesamtantriebsleitung existieren nicht; Experten schätzen aber, dass die derzeitigen Formel-1-Antriebe über mehr als 735 kW verfügen. Damit erzielen sie mehr Leistung als die 3,0-l-V10-Saugmotoren, die letztmalig in der Saison 2005 eingesetzt werden durften.

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