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Über dieses Buch

Sandra Küchler widmet sich der Frage, welche Techniken und Praktiken die von ihr befragten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter einsetzen, um selbst zu partizipieren. Aus dem empirischen Material hat sie ein Instrumentarium entwickelt, dass das „Minoritär Werden“, den „Bruch“, den „Verrat“ und die „Schöpfung“ eines partizipativen Prozesses beschreibt, aus dem heraus Neues entsteht. „Fluchtlinien“ gehen von sensomotorischen Wahrnehmungen und Empfindungen aus und münden in Auseinandersetzung mit der sie umgebenden Welt und in Abgrenzung zu bestehenden Ordnungen. Was genau in den wenigen Momenten passiert, in denen Partizipation als „gemeinsame Aufgabenbewältigung“ gelingt und wie diese befördert werden können, wird in diesem Buch analysiert und handlungsorientierend interpretiert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung und zentrale Fragestellung

Bei Diskussionen darüber, was besonderes Können in der Sozialen Arbeit auszeichnet, scheiden sich die Geister. Viele berufen sich dabei auf Methodenkompetenzen (Langhanky 2017, S. 193). Seit dem Beginn der Wirksamkeitsdebatten und der Einführung neuer Qualitätsstandards, die oft mit einer Profilierung der eigenen Profession einhergehen und ein vermeintliches Technologiedefizit auszugleichen versuchen, scheint die Suche nach einem Kanon von Methoden zuzunehmen.

Sandra Küchler

Kapitel 2. Methodischer Rahmen: Von Geertz zu Deleuze

Grundannahme dieser Forschung in Anlehnung an den Konstruktivismus ist, dass es keine Wirklichkeit im Sinne einer abgeschlossenen, endgültigen Wahrheit gibt. Diese Annahme prägt den theoretischen Blickwinkel auf das Forschungsfeld, die Wahl der Forschungsmethode sowie das konkrete Vorgehen. Auch das Thema „Partizipation“ ist nicht nur Titel, sondern ebenfalls Methode bzw.

Sandra Küchler

Kapitel 3. Lokale und zeitliche Situierung des Forschungsfeldes

Nicht nur im Anschluß an die von Reckwitz skizzierten Kulturtheorieen ist die lokale und zeitliche Situierung des Forschungsfeldes von Bedeutung, sondern durch sie wird auch die geschichtliche Gewordenheit bestimmter Diskurse zu einem spezifischen geschichtlichen Zeitpunkt und Ort verdeutlicht.

Sandra Küchler

Kapitel 4. Zusammenfassung der Interviews in Thesen

Im Sinne der Rekonstruktion von Forschungspraxis im Gegensatz zu hypothesenprüfenden Verfahren, wie Ralf Bohnsack (2014, S. 12) die grundlegenden Verfahren der Sozialforschung unterscheidet, werden die gemeinsamen Themen der vorgestellten Interviews rekonstruiert und zusammengefasst. Dabei bilde ich Thesen aus den thematischen Wiederholungen in den Interviews sowie aus emotional besonders hervortretenden Aussagen.

Sandra Küchler

Kapitel 5. Acht Schaubilder Partizipativer Praktiken

Die Analyse des ersten Workshops zu den Praktiken der Partizipation verdeutlicht, dass hier keine Partizipation im Sinne einer gemeinsamen Wirklichkeitskonstruktion entstanden ist bzw. generiert werden konnte. In der Rekonstruktion des Workshops wird vielmehr deutlich, dass mit der Setzung von Thesen Repräsentanten erschaffen wurden, die einen gleichberechtigten Dialog massiv erschwerten.

Sandra Küchler

Kapitel 6. Tabellarische Beschreibung schöpferischer Prozesse

„Aber das Ereignis selbst koppelt sich von den Kausalitäten ab oder bricht mit ihnen: Es ist eine Abzweigung, eine Abweichung in Bezug auf die Gesetze, ein instabiler Zustand, der ein neues Feld von Möglichkeiten eröffnet“ (Deleuze 2005, S. 220).

Sandra Küchler

Kapitel 7. Weitere Anschlüsse

Diese Arbeit versteht sich als Beitrag zu einer kritischen Perspektive auf Partizipation. Kritisch, weil sie dabei nicht von herrschenden Normen aus (weiter-)regiert, sondern bei den Gegebenheiten der Mitarbeiter_innen und ihren alltäglichen Partizipativen Praktiken und den diesen inhärenten Widersprüchen ansetzt. Hinzu kommt, dass in ihr selbst der Anspruch verfolgt wird, partizipativ zu forschen.

Sandra Küchler

Backmatter

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