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Über dieses Buch

Kompetenzzuwachs im Politikunterricht wird durch kompetenzorientierten Unterricht besser erreicht als durch herkömmlichen Unterricht. Zu diesem Ergebnis kommt die Interventionsstudie mit 1071 Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klasse. Die Studie zeigt die empirischen Zusammenhänge zwischen politischem Informationsverhalten, verschiedenen Selbstkonzepten und politischem Wissen. Zudem stellt sie heraus, dass die Wirkung des Politikunterrichts durch verschiedene motivationale Einflussfaktoren verbessert werden kann und zeigt eine Unabhängigkeit von Partizipationserfahrung und Wissen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Verschiedene internationale und nationale Schulleistungsstudien evaluieren Kenntnisse und Fähigkeiten, über die Schüler/-innen in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen verfügen sollten. Beispiele sind bei Drittklässler/-innen die VERA-Vergleichsarbeiten in Deutsch und/oder Mathematik und bei Viertklässler/-innen die IGLU-Studie zur Erforschung der Lesekompetenz, die KESS-Studie zur Untersuchung von Kompetenzen und Einstellungen von Schüler/-innen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch sowie Einstellungen zum schulischen Lernen oder die TIMSS-Studie zur Erfassung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundverständnisses (IQB, 2015; Bos, 2015; Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 2015a).
Barbara Landwehr

Theoretischer Hintergrund

Frontmatter

Chapter 2. Konzeptuelles politisches Wissen

Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt Wissen aus den unterschiedlichen Perspektiven dar und präsentiert die Hintergründe zum Wissenserwerb. Zunächst wird Wissen psychologisch definiert, der Wissenserwerbsprozess erläutert und beides verknüpft bevor Wissen theoriegeleitet erklärt wird. Im Anschluss werden die politikwissenschaftlichen und politikdidaktischen Aspekte referiert.
Barbara Landwehr

Chapter 3. Einstellungen

Zusammenfassung
Zum Verständnis der Kompetenzfacette der politischen Einstellung wird zuerst eine Begriffsklärung und eine Abgrenzung zu anderen verwandten Begriffen wie Werthaltungen und Überzeugungen in der Psychologie und Werten in der Politikwissenschaft vorgenommen. Zudem wird geklärt, was unter Verhalten zu verstehen ist, das häufig in Zusammenhang mit Einstellungen betrachtet wird. Im Anschluss wird versucht, theoriegeleitet zu klären, wie Einstellungen mit den anderen in der vorliegenden Studie untersuchten Konstrukten zusammenhängen. Hier gilt es, theoretische Ansätze der Kognitions- und Sozialpsychologie sowie der Politikwissenschaft zu prüfen.
Barbara Landwehr

Chapter 4. Politische Motivation

Zusammenfassung
Im didaktischen Kompetenzmodell von Detjen et al. (2012) sind bei der Kompetenzdimension der politischen Einstellung und Motivation zwei Motivationsfacetten relevant: Interesse und Selbstbewusstsein, das als Selbstkonzept oder Selbstwirksamkeit aufgefasst werden kann. Die pädagogische Psychologie untergliedert Motivation in Interesse, Selbstschema und Ziele (Murphy & Alexander, 2000, S. 8). Interessengesteuerte Aktivitäten und Selbstdefinitionen wie das Selbstkonzept basieren auf Wissensstrukturen, die im individuellen Gedächtnis verankert sind (Hannover, 1998, S. 105).
Barbara Landwehr

Chapter 5. Politische Partizipation

Zusammenfassung
Politische Partizipation umfasst die Bürgerbeteiligung in verschiedenen Gesellschaftsbereichen – nicht nur der politischen Sphäre (van Deth, 2009, S. 143). Engagement wird in gesellschaftliches und politisches Engagement unterteilt. Gesellschaftliches Engagement ist relativ allgemein gehalten und umfasst den „aktiven Einsatz bei der Mit- und Umgestaltung gesellschaftlicher Problemfelder“ (Preiser, 2004, S. 401).
Barbara Landwehr

Chapter 6. Zum Stand der Forschung

Zusammenfassung
In der Politikwissenschaft und der Politikdidaktik wie auch in der Lernpsychologie gibt es eine Reihe von Studien zu den in der vorliegenden Studie behandelten Konstrukten. Die Theorien, auf die die vorliegende Studie rekurriert, sind vielfach belegt worden. Die empirischen Ergebnisse sollen im Folgenden kritisch geprüft werden. Während im nächsten Unterkapitel lediglich Wissen betrachtet wird, werden in den nachfolgenden Unterkapiteln sowohl Studien zu dem jeweiligen Konstrukt als auch Studien, die die bisher erläuterten Konstrukte verknüpfen, referiert.
Barbara Landwehr

Datengrundlage der Studie

Frontmatter

Chapter 7. Politikdidaktischer Hintergrund der Intervention

Zusammenfassung
In der vorliegenden Interventionsstudie soll geprüft werden, ob die Art der Wissensvermittlung mit den verschiedenen Verständnissen zum Wissensaufbau einen Einfluss auf den Wissenserwerb der Schüler/-innen hat. Zur Untersuchung muss ein passendes Thema gefunden werden.
Barbara Landwehr

Chapter 8. Fragestellungen der vorliegenden Studie

Zusammenfassung
Das Hauptziel der vorliegenden Studie ist die Untersuchung des politischen Wissens von Schüler/-innen. Der Lernerfolg steht im Vordergrund. Politisches Wissen wird aus verschiedenen Richtungen detailliert untersucht. Die im ersten Kapitel erarbeiteten Ziele werden hier kurz wieder aufgegriffen und in Fragestellungen übersetzt.
Barbara Landwehr

Chapter 9. Design der Studie

Zusammenfassung
Dieses Kapitel befasst sich mit den Details der durchgeführten Studie. Die Datenbasis wird näher erläutert ebenso wie Aspekte der Testkonstruktion. Potentielle Probleme mit fehlenden Werten werden angesprochen. Zusätzlich wird die erhobene Stichprobe nach Kennzahlen detailliert aufgeschlüsselt.
Barbara Landwehr

Chapter 10. Instrumente der Studie

Zusammenfassung
Zur empirischen Erfassung der im Kompetenzmodell von Detjen et al. (2012) benannten Kompetenzfacetten Fachwissen, Einstellung und Motivation sowie der hier interessierenden Partizipationsvariablen, die der Handlungsfähigkeit ähnlich sind, müssen die Konstrukte in messbare Fragebatterien konvertiert werden. Das Format des Fragebogens wird als Testinstrument verwendet. Der Test ist „ein spezielles psychologisches Experiment mit dem Ziel, vergleichende Aussagen über die [teilnehmenden] Personen abzuleiten“ (Rost, 1996, S. 19). Ein standardisiertes Testverfahren ist zur Erlangung interindividueller Vergleichbarkeit vonnöten (Hormuth & Otto, 1996, S. 268). Dies wird über geschlossene Items im gesamten Fragebogen erreicht.
Barbara Landwehr

Statistische Analysen

Frontmatter

Chapter 11. Deskriptive Darstellung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Die Überprüfung der Gütekriterien für den Fragebogen allgemein und für die Wissens- und Motivations- sowie Partizipationsitems hat gezeigt, dass die genutzten Instrumente die Kriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität erfüllen. In diesem Kapitel sollen die untersuchten Konstrukte selbst näher auf ihre Passung an die empirischen Daten überprüft werden.
Barbara Landwehr

Chapter 12. Empirische Überprüfung der Strukturannahmen

Zusammenfassung
In diesem Abschnitt werden zuerst die Wissensitems detaillierter untersucht und der Wissenszuwachs nach Gruppenzugehörigkeit aufgeschlüsselt. Im Anschluss findet eine Zusammenführung des Wissenskonstrukts mit den unterschiedlichen Einstellungs-Konstrukten in latenten Strukturgleichungsmodellen statt. Zusätzlich wird berücksichtigt, dass die befragten Individuen nicht komplett unabhängig voneinander sind, sondern in Schulklassen zusammen unterrichtet werden und somit demselben Lehrereinfluss bzw. Klassenverband als Stimulus ausgesetzt sind.
Barbara Landwehr

Chapter 13. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
Die vorgestellte Studie hatte zum Ziel, den Wissenszuwachs von Schüler/-innen vor dem Hintergrund verschiedener Unterrichtskonzeptionen zu untersuchen und die Verknüpfung von Motivations-, Wissens- und Partizipations-Konstrukten zu analysieren. Es wird deutlich, dass die theoriegeleitete Vorgehensweise zur Verknüpfung der einzelnen Konstrukte fruchtbar ist und zu detaillierteren Aussagen kommt als Korrelationsstudien. Es wurden sowohl die Kompetenzdimension Fachwissen (Weißeno et al., 2010) über die Unterrichtseinheit zum Thema EU näher untersucht als auch das Zusammenwirken der Konstrukte nach Detjen et al. (2012).
Barbara Landwehr

Backmatter

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