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Über dieses Buch

In der Sparkassen-Finanzgruppe – mit 50 Mio. Kunden und über 300 Tsd. Beschäftigten eine der größten Bankengruppen der Welt – zeigen sich nach der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise Ende der 2000er-Jahre erhebliche Konzentrationseffekte. Die Zinsentwicklung, die zunehmenden regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie eine Veränderung des Kundenverhaltens stellen das Geschäftsmodell der Sparkassen vor erhebliche Herausforderungen. Am Beispiel der westfälisch-lippischen Sparkassen werden die Veränderungen im Leistungserstellungsprozess der Institute für die Dekade nach der Wirtschafts- und Finanzkrise nachvollzogen. Gleichzeitig wird die Vertriebsstruktur der Sparkassen analysiert und geprüft, inwiefern sich die verschiedenen Cluster von Instituten hinsichtlich Performance und Dynamik in ihrer Entwicklung unterscheiden. Diesbezüglich wird untersucht, ob die Anpassungsprozesse mit einer zunehmenden Konvergenz in der Entwicklung einhergehen. Die Analysen zahlen dabei stets auf die Kernfrage ein, welche Folgen sich aus der Entwicklung für die dezentral ausgerichteten Entscheidungsstrukturen der Sparkassen-Finanzgruppe ergeben.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einführung

Zusammenfassung
Die aus über 500 Unternehmen bestehende Sparkassen-Finanzgruppe zählt mit einem Geschäftsvolumen von etwa 2.800 Mrd. EUR, ca. 50 Mio. Kunden und über 300 Tsd. Mitarbeitern zu den größten Bankengruppen weltweit.
Robert Conrad

Kapitel 2. Organisationstheoretische Grundlagen

Zusammenfassung
Die Organisationstheorie bildet die Grundlage für die nachfolgende Beschreibung und Analyse der spezifischen Entscheidungsstrukturen in der Sparkassen-Finanzgruppe. Im Mittelpunkt des organisationstheoretischen Forschungsprogramms stehen Beschreibung und Erklärung von Entstehung, Funktionsweise und Entwicklung der Organisation.
Robert Conrad

Kapitel 3. Organisations- und Entscheidungsstrukturen in der Sparkassen-Finanzgruppe

Zusammenfassung
Die Sparkassen-Finanzgruppe als Verbund öffentlich-rechtlicher Kreditinstitute repräsentiert neben den Großbanken und der genossenschaftlichen Bankengruppe ein Element innerhalb der sog. Drei-Säulen-Struktur des deutschen Bankenwesens.
Robert Conrad

Kapitel 4. Wesentliche Entwicklungen im Betrachtungszeitraum

Zusammenfassung
Nachfolgend sollen die relevanten Entwicklungen für den Betrachtungszeitraum dieser Analyse von 2008 bis 2017 dargestellt werden. Er umfasst daher zum einen die übergeordnete, volkswirtschaftliche Entwicklung nach der Finanzkrise sowie zum anderen deren Folgen. Dies sind namentlich die Adjustierung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank in der Eurozone und die einhergehende Zinsentwicklung und darüber hinaus die regulatorischen und aufsichtsrechtlichen Veränderungen mit Auswirkungen auf die Organisation der Leistungserbringung von Instituten.
Robert Conrad

Kapitel 5. Leistungserstellung in den Westfälisch-Lippischen Sparkassen

Zusammenfassung
Der Leistungserstellungsprozess in den kommunalen Sparkassen bildet die Grundlage für das Geschäft in der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Analysen der Entwicklungen des Leistungserstellungsprozesses der westfälisch-lippischen Institute im Betrachtungszeitraum stellt die Voraussetzung dar, um Muster zu identifizieren, künftige Entwicklungen zu prognostizieren und Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Anders als in Konzernstrukturen sind die Sparkasse als Organisationen in kommunaler Trägerschaft nicht bloße Vertriebseinheiten, sondern rechtliche autonome Einheiten, die ihre Organisationsstruktur und ihren Leistungserstellungsprozess entsprechend der regulatorischen Anforderungen und des öffentlichen Auftrags ausgestalten.
Robert Conrad

Kapitel 6. Bildung von Analyseclustern zur Dynamik und Performance

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel wurden die Entwicklungen sowie Zusammenhänge zwischen den wesentlichen Einfluss- und Vergleichskennzahlen entlang der Leistungserstellung der westfälisch-lippischen Institute betrachtet. Da für den vorliegenden institutionenökonomischen Fokus jedoch weniger die Entwicklung einzelner Institute im Mittelpunkt steht, soll nachfolgend eine sinnvolle Aggregation vorgenommen werden. In Vorbereitung der anschließend durchzuführenden institutionenökonomischen Untersuchung sollen in diesem Kapitel dafür Analysecluster gebildet und diese charakterisiert werden.
Robert Conrad

Kapitel 7. Institutionenökonomische Analyse

Zusammenfassung
Mit der Erstellung von Analyseclustern wurde im letzten Kapitel die Voraussetzung für eine institutionenökonomische Analyse geschaffen. Hierbei soll im Wesentlichen geprüft werden, welchen Einfluss und Erklärungsgehalt die institutionelle vertriebliche Konstitution der Institute auf deren Entwicklung im Betrachtungszeitraum besitzt. Es wird dabei grundsätzlich von einem wechselseitigen Zusammenhang zwischen der institutionellen Konstitution sowie der gezeigten Dynamik und Performance der Institute ausgegangen.
Robert Conrad

Kapitel 8. Organisationstheoretische Erkenntnisse

Zusammenfassung
Ein Zwischenfazit der vorangegangenen Betrachtungen könnte lauten: Performer sind nicht gleich Performer. Diejenigen Institute, die ihre Outputs im Betrachtungszeitraum am deutlichsten verbessern konnten, verfolgen durchaus unterschiedliche Strategien hinsichtlich ihrer vertrieblichen Organisationsstruktur. Nachfolgend soll unter Bezugnahme auf die organisationstheoretischen Grundlagen zunächst betrachtet werden, welche Unterschiede an welchen Stellen des Leistungserstellungsprozesses clusterspezifisch die Entwicklungsanreize begründen.
Robert Conrad

Kapitel 9. Institutionenökonomische Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen

Zusammenfassung
Die vorangegangenen Analysen haben insgesamt deutliche Konzentrationseffekte sowohl auf Ebene der Sparkassen als auch der Verbundpartner im Betrachtungszeitraum gezeigt. Im Betrachtungszeitraum konnte das Volumen der erstellten Leistungen der Sparkassen (z. B. Kundenkredite (P2) deutlich gesteigert werden, bei gleichzeitig tendenziell rückläufigen Outputs (insbesondere Betriebsergebnisse (O2). Die Performer (Cluster A/B) zeigten bei dieser Entwicklung der Outputs relativ gesehen jedoch eine deutliche Verbesserung ihrer Positionierung innerhalb der westfälisch-lippischen Institute im Betrachtungszeitraum.
Robert Conrad

Kapitel 10. Fazit und Ausblick

Zusammenfassung
In der vorliegenden Analyse konnte gezeigt werden, dass sich das Geschäftsmodell der Sparkassen im Betrachtungszeitraum durch eine hohe Stabilität auszeichnet, was mit Blick auf die enormen Herausforderungen in Folge der Finanzkrise (insbesondere Zinsentwicklung sowie wachsende regulatorische und aufsichtsrechtliche Anforderungen) durchaus bemerkenswert ist und für deren hohe Leistungsfähigkeit spricht.
Robert Conrad

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