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09.06.2021 | Permission Marketing | Infografik | Onlineartikel

Cookie-Personalisierung zunehmend erschwert

Autor:
Johanna Leitherer
1:30 Min. Lesedauer

Kunden fühlen sich von Cookie-Hinweisen oftmals derart gestört, dass Online-Marketingmaßnahmen wie Personalisierung nicht mehr möglich sind. Mehr Selbstbestimmung könnte die Lösung sein.

Mit Klick auf eine Website tauchen sie oft als flächendeckender Banner auf: Hinweise und Einverständnisformulare für die Nutzung von Cookies, also kleinen Textdateien, die der Webbrowser auf dem Computer des Users speichert und sein Surfverhalten aufzeichnen. Mit 64,3 Prozent fühlt sich die Mehrheit der Internetnutzer von diesen Cookie-Hinweisen gestört, da diese das Online-Shopping kurzzeitig ausbremsen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Softwareanbieters Vviinn hervorgeht. Mehr als ein Viertel der Befragten lehnt die Speicherung von Cookies demnach ab. Rund 30 Prozent lassen sich nicht mehr von Cookie-Personalisierung erreichen.

Da die Textdateien unter anderem dazu eingesetzt werden, um Kunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis etwa in Form von Produktempfehlungen zu bieten, halten viele Marken Cookies für alternativlos. Doch für Philipp Derksen, Chief Product Owner von Vviinn, sprechen die Studienergebnisse eine klare Sprache: "Ziel muss es sein, den Kunden ein Online-Shopping-Erlebnis ohne Cookie-Hinweise zu bieten". Das ist mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) möglich. Bieten Online-Shops beispielsweise Visual Search an, also visuelle Suchmöglichkeiten, lassen sich passende Produkte anhand von Fotos oder Screenshots der User vorschlagen. 

Kunden wollen selbst entscheiden

Auch selbstbestimmte Werbung erweist sich als wirkungsvolle Alternative zu Cookies. Das zeigt die Studie "Campaign Zero – Null Cookies" des Markt- und Mediaforschungsinstituts (M)Science und des Werbeanbieters Welect. Das Ergebnis: Kunden, die Werbespots nach eigenem Interesse selbst auswählen können, ziehen in Betracht, sich danach 

  • über ein dort gezeigtes Produkt zu informieren (30 Prozent),
  • die Website der Marke zu besuchen (29 Prozent),
  • einen Produktkauf zu erwägen (40 Prozent) oder
  • es sogar direkt zu kaufen (28 Prozent).

Darüber hinaus werden auf diese Weise beworbene Marken besser im Gedächtnis behalten und auch das Image der Werbetreibenden gewinnt durch selbstbestimmte Werbung. Selbst Personen, die grundsätzlich keine Offenheit für Online-Werbung zeigen und zu Ad-Blockern greifen, lassen sich laut der Studie mit solchen Cookie-Alternativen erreichen.  

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