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Über dieses Buch

Die Personalauswahl – wichtigste Aufgabe des Personalwesens und seit Jahrzehnten Gegenstand angewandter psychologischer Forschung: In keinem Bereich des Personalwesens wissen wir so gut, wie man vorgehend sollte, doch inwieweit werden diese Forschungsergebnisse in der Praxis tatsächlich umgesetzt? – Personaldiagnostiker und Wirtschaftspsychologie-Professor Uwe P. Kanning nimmt erstmals eine umfassende Analyse der Personalauswahlpraxis in Deutschland vor und kommt zu einem erschütternden Ergebnis: Die Kluft zwischen Forschung und Realität könnte kaum größer sein! Mit seinem Buch will er Einblicke in die Praxis geben, Entscheidungsträger aufrütteln und einen Beitrag zur Professionalisierung der Personalauswahl in Deutschland leisten. Das Buch hinterfragt kritisch und „bissig“ zentrale Prozesse der Personalauswahl: Wie zielführend sind die Strategien der Ratgeberliteratur? Wie erleben Personalverantwortliche in Unternehmen die heutige Bewerbergeneration? Werden bei der Personalauswahl methodische Mindeststandards eingehalten? Wie professionell arbeiten Personaler wirklich? – Ein Buch für Personalverantwortliche, Führungskräfte, Bewerber sowie Studierende der Psychologie und BWL.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Die Bewerber

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1. Bewerbungsratgeber – Wie man ein erfolgreicher Bewerber werden soll

Unzählige Ratgeber versorgen Interessierte mit Tipps rund um das Thema Bewerbung, angefangen bei der Auswahl eines potenziellen Arbeitgebers, über das Verfassen von Bewerbungsunterlagen oder das Auftreten im Einstellungsinterview bis hin zur Manipulation von Testverfahren oder der vorteilhaften Selbstdarstellung im Assessment Center. Kapitel 1 nimmt eine Analyse der Empfehlungen dieser Ratgeberliteratur vor und reflektiert dabei kritisch, inwieweit die Empfehlungen tatsächlich dazu beitragen können, einen passenden Arbeitsplatz zu finden, oder aber vielleicht manches Probleme erst selbst entstehen lassen.
Uwe P. Kanning

2. Bewerberstrategien – Ist der Ehrliche der Dumme?

Viele Bewerber glauben, dass im Bewerbungsprozess vor allem darauf ankommt, der Gegenseite etwas vorzuspielen. Kapitel 2 gibt zunächst einen kurzen Überblick über die Forschung zum Thema Selbstdarstellung und geht der Frage nach, inwieweit sich verschiedene Auswahlmethoden entsprechend beeinflussen lassen. Im Zentrum der Analyse stehen die Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 600 Menschen, die sich in den letzten fünf Jahren beworben haben. Die Befragten berichten davon, welche Strategien sie ergreifen, um einen möglichst positiven Eindruck beim Arbeitgeber zu hinterlassen.
Uwe P. Kanning

3. Bewerberverhalten – Was Arbeitgeber gar nicht mögen

Nicht alle Bewerber verstehen es, im Bewerbungsprozess einen halbwegs guten Eindruck zu hinterlassen. In Kapitel 3 wird von besonders ungünstigen Auftritten berichtet. Dabei wird insbesondere auf die Ergebnisse einer Befragung von 70 Personalverantwortlichen zurückgegriffen, die von ihren skurrilsten Erlebnissen berichten. Manche Phänomene entstehen wohl, weil die Betroffenen keine Ratgeberliteratur gelesen haben, andere wiederum sind wahrscheinlich eher die Folge der Ratgeberlektüre.
Uwe P. Kanning

Die Arbeitgeber

Frontmatter

4. Personalauswahlpraxis – Wie man gute Mitarbeiter finden will

Im Prozess der Personalauswahl liegt das Heft des Handelns vor allem auf Seiten der Arbeitgeber. Sie sind es, die entscheiden müssen, welche Kompetenzen der Bewerber mit welchen diagnostischen Methoden zu untersuchen sind. Sie tragen die Verantwortung dafür, diese Methoden vernünftig einzusetzen und auszuwerten, damit am Ende des Prozesses die richtigen Kandidaten eingestellt werden können. Kapitel 4 richtet den Blick auf die Praxis der Personalauswahl. Als Quelle dienen einerseits Bücher der Ratgeberliteratur für Personalverantwortliche, andererseits Studien, die sich mit der Frage beschäftigen, wie Unternehmen bei der Personalauswahl vorgehen. Beide Quellen offenbaren, dass die umfangreichen Erkenntnisse der Forschung in der Praxis kaum eine Rolle spielen. Sehr viele Auswahlverfahren bleiben daher weit hinter den Möglichkeiten zurück, die ein professionelles Vorgehen bieten würde. In der Konsequenz werden häufig die falschen oder doch zumindest suboptimale Auswahlentscheidungen getroffen.
Uwe P. Kanning

5. Personalauswahl aus Sicht der Bewerbungsratgeber

Die Ratgeberliteratur für Bewerber zeichnet ein lebendiges Bild davon, wie ihrer Meinung nach Personalverantwortliche bei der Personalauswahl vorgehen. In Kapitel 5 geht es darum, dieses Bild mit den Prinzipien professioneller Personalauswahl zu vergleichen. Dabei ergibt sich ein wenig schmeichelhafter Eindruck. Sollte die Ratgeberliteratur Recht behalten, so folgt die Praxis der Personalauswahl nicht dem Verstand und kritisch reflektierten Methoden, sondern tradierten Riten und einfachsten Deutungsmustern. Das Bauchgefühl ist dabei das wichtigste Kriterium. Am Ende kommt daher nicht der beste Bewerber zum Zug, sondern derjenige, der den Entscheidungsträgern das beste Gefühl vermittelt.
Uwe P. Kanning

6. Personalauswahl aus Sicht der Bewerber

Neben Studien und Ratgeberliteratur werfen auch die Bewerber einen Blick auf die Praxis der Personalauswahl. Ihre Perspektive wird in Kapitel 6 vorgestellt. Die Darstellung basiert im Wesentlichen auf einer Befragung von mehr als 600 Menschen zu deren Erfahrungen als Bewerber. Dabei geht es zum einen um die Frage, welches Vorgehen sie bei der Personalauswahl als sinnvoll erachten, und zum anderen um das, was sie tatsächlich erlebt haben. Die Befunde zeichnen erneut ein wenig schmeichelhaftes Bild der Praxis. Nicht wenige Auswahlverfahren zeichnen sich weniger durch diagnostische Reife als vielmehr durch Kreativität und Willkür aus.
Uwe P. Kanning

Backmatter

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