Banken gaben 2023 deutlich mehr für Personal aus
- 24.06.2024
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Banken, allen voran Sparkassen sowie genossenschaftliche Institute, gaben zuletzt mehr für ihre Mitarbeiter aus. Jüngste Gehaltserhöhungen, aber auch ein Personalaufbau haben die Kosten 2023 in diesem Bereich steigen lassen.
Nach Jahren der Personalreduzierung gab es 2023 wieder mehr Menschen, die bei Banken und Sparkassen beschäftigt waren.
Kunakorn Rassadornyindee / Getty Images / iStock
Deutsche Banken haben für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2023 7,4 Prozent mehr ausgegeben als im Vorjahr. Laut aktueller Zahlen des Beratungshauses Barkow Consulting ist das der größte Anstieg seit der Jahrtausendwende. Insgesamt wendeten die Institute rund 52 Milliarden Euro für Personal auf.
Dabei vermeldeten die Sparkassen 2023 ein Plus von 600 Millionen Euro auf rund 12,5 Milliarden Euro. Das ist laut der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DGSV) Mitte März veröffentlichten Bilanzzahlen der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre.
Mehr Mitarbeiter und Gehalt lassen Kosten steigen
Barkow zufolge liegt ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Personalkosten unter anderem an der im vergangenen Jahr gestiegenen Mitarbeiterzahlen in den Sparkassen und genossenschaftlichen Banken. So haben laut aktueller Kennzahlen die im Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zusammengeschlossenen Häuser seit 2019 erstmals wieder mehr Menschen eingestellt. Nach 134.550 im Jahr 2022 beschäftigten die Genossenschaftsbanken 2023 135.400 Personen.
Aber auch Gehaltserhöhungen spielen laut Barkow eine Rolle. So verkündete beispielsweise die Deusche Bank für ihr Postbank-Tochter Anfang Mai ein Plus von insgesamt 11,5 Prozent für 8.700 Beschäftigte.
Demografisch bedingte Personallücke wächst
"Ob dies eine Trendwende darstellt oder auf die guten wirtschaftlichen Ergebnisse der deutschen Banken und einen entsprechend geringeren Kostendruck zurückzuführen ist, bleibt abzuwarten", heißt es bei Barkow. Allerdings wird das altersbedingte Ausscheiden vieler Beschäftigter in der Branche den Institute zukünftig eine Lücke in die Personaldecke reißen.
Um das so entstehende Loch zumindest teilweise wieder mit neuen Mitarbeitern zu füllen, setzen etwa die Sparkassen nach eigenen Angaben verstärkt auf Recruiting über Social Media und suchen zugleich nach Wegen, wie Prozesse weiter standardisiert und digitalisiert werden können.