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24.02.2017 | Personalentwicklung | Im Fokus | Onlineartikel

Was Generation X, Y und Z vom Job erwarten

Autor:
Annette Speck

Natürlich stehen 20-Jährige dem Arbeitsleben anders gegenüber als Mitvierziger. Doch diverse Erwartungen und Ängste hegen die Generationen X,Y und Z gleichermaßen, so eine internationale Umfrage.

Weltweit und quer durch alle Generationen legen Arbeitnehmer bei der Unternehmenskultur insbesondere auf zwei Aspekte großen Wert: Die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln sowie die Förderung von Eigeninitiative. In diesen Punkten sind sich die 15- bis 20-Jährigen (Generation Z) als künftige/jüngste Arbeitnehmer einig mit den 21- bis 33-jährigen Young Professionals (Generation Y/Millennials) und den berufserfahrenen 34- bis 52-Jährigen (Generation X). Diese Erkenntnis liefert eine Umfrage, die das Beratungsunternehmen Universum gemeinsam mit weiteren Instituten unter mehr als 18.000 Schülern, Studierenden und Berufstätigen in 19 Ländern durchgeführt hat.

Arbeitsplatzsicherheit treibt alle um

Wie die Studie außerdem zeigt, sind sich die Generationen in ihren größten beruflichen Ängsten sehr ähnlich. So treibt die Angst, keinen zur eigenen Persönlichkeit passenden Job zu finden, nicht nur jeden zweiten Schüler, Studierenden und Berufsanfänger um. Sogar 42 Prozent der längst im Berufsleben stehenden Generation X plagen sich mit dieser Sorge. Rund die Hälfte der Befragten in allen Generationen fürchten zudem einen Karrierestillstand. Die Arbeitsplatzssicherheit gehört ebenfalls generationsübergreifend zu den größten Ängsten.

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Frauen betrachten ihr Arbeitsleben sorgenvoller

Die Befragung belegt aber auch länder-, alters- und geschlechtsspezifische Unterschiede. Demnach beurteilen deutsche Berufstätige der Generation Y gegenüber ihrer Studentenzeit ihre Zukunft jetzt viel zuversichtlicher als Gleichaltrige in anderen Ländern. Bei der deutschen Generation X verhält es sich hingegen genau anders herum. Gründe hierfür könnten einerseits die aktuell gute wirtschaftliche Situation hierzulande sein und andererseits der Mauerfall, der viele ältere Berufstätige in Deutschland erheblich tangiert hat. Deutlich unterscheiden sich auch die Haltungen in punkto Integrität eines Unternehmens. Die Generation X liegt hierauf deutlich mehr Wert als die Generation Z, und Frauen ist dies wichtiger als Männern.

Ein weiteres Ergebnis: Frauen sind im Hinblick auf ihr Arbeitsleben ängstlicher als Männer. Wundern dürfte das niemanden. Schließlich sind viele Schlachten für Arbeitnehmerinnen jeden Alters längst nicht ausgefochten. Etwa gegen Männerdominanz, Gender Pay Gap, gläserne Decken und sexuelle Belästigungen. Oder auch für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie stärkere Berücksichtigung von Familien-/Pflegezeiten bei der Rente.

To-do-Liste für Unternehmen

In dem eBook "Brave new workplace" stellt Universum die Umfrageergebnisse detailliert vor und leitet daraus folgende Empfehlungen für Arbeitgeber ab:

  • Sinn und Zweck der Arbeit für die Mitarbeiter klar herausstellen.
  • Dem Job-Fit strategische Priorität einräumen.
  • Große Organisationen müssen sich für die Mitarbeiter klein und agil anfühlen.
  • Ängste/Stress von Mitarbeitern erkennen und Lösungen hierfür entwickeln.
  • Personalfluktuation als Chance begreifen.
  • Überprüfen, wie sich Training/Fortbildung praxisrelevanter gestalten lässt.
  • Wege entwickeln, um generationenübergreifend ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.

Älteren ist Entlohnung wichtiger

Zu diesen Aussagen passt auch die qualitative Studie von Helene Einramhof-Florian über "Die Arbeitszufriedenheit der Generation Y". Im "Schlussteil" kommt sie zu dem Ergebnis, "dass der Arbeitsinhalt die wichtigste und die Arbeitsplatz(aus)gestaltungsbedingungen die zweitwichtigste Rolle im Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit darstellen" (Seite 104). Danach folgen die Arbeitsplatzsicherheit, eine entsprechende Entlohnung, Anerkennung und Wertschä̈tzung sowie eine hinreichende Jobautonomie. Allerdings stellt die Springer-Autorin fest, dass den älteren Jahrgängen (1980–1985) innerhalb der Generation Y die Entlohnung und der Faktor Kommunikation wichtiger sind als den ab 1986 geborenen Jahrgängen (Seite 105).

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