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27.01.2020 | Personalmanagement | Infografik | Onlineartikel

Frauenanteil in deutschen Vorständen steigt nur langsam

Autor:
Andrea Amerland
1:30 Min. Lesedauer

Zwar müssen Frauen in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft nicht mehr mit der Lupe gesucht werden, aber sie bleiben klar in der Minderheit. Doch immerhin hat ihr Anteil in deutschen Vorständen 2019 leicht zugenommen.

SAP-Chefin Jennifer Morgan als erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Frauenanteil im deutschen Top-Management nur sehr langsam erhöht. Das zeigt eine Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY der 160 Konzerne der Börsenindizes Dax, M-Dax und S-Dax zum Stichtag 1. Januar 2020.

Demnach sind im vergangenen Jahr nur insgesamt sechs Frauen in die Vorstände börsennotierter deutscher Konzerne aufgerückt. Damit hat sich ihre Zahl auf insgesamt 64 erhöht. Dennoch dominieren Männer die Führungsetagen der deutschen Wirtschaft. Den 64 Frauen stehen nämlich auf Vorstandsebene 633 Männer gegenüber. Die rein von Männern geführten Unternehmen bleiben somit klar in der Mehrheit. In 66 Prozent der Firmenvorstände ist dementsprechend keine einzige Frau zu finden. Von Geschlechtergerechtigkeit kann also nicht die Rede sein.

Frauenanteil im Vorstand schwankt je nach Börsenindize

Je nach Unternehmensgröße und Börsenindize gibt es bei dem Frauenanteil deutlich Unterschiede. So haben mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Dax-Konzerne mindestens eine Frau im Vorstand. Im M-Dax (28 Prozent) und im S-Dax (20 Prozent) sind nur rund ein Fünftel.

Besonders positiv entwickelt sich laut EY-Analyse der Frauenanteil in Führungspositionen in der Telekommunikationsbranche. Dort hat ihre Quote bereits 16 Prozent erreicht. Aber auch die Automobilbranche sowie Transport- und Logistikunternehmen schneiden an zweiter und dritter Stelle mit jeweils etwa 14 Prozent vergleichsweise gut ab. Schlusslicht bei den börsennotierten Unternehmen sind hingegen die Energieversorger und Medienhäuser. Bei ihnen ist bislang keine einzige Frau in die Vorstandsebene aufgerückt.

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