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16.08.2018 | Personalmanagement | Infografik | Onlineartikel

Warum Mitarbeiter gehen

Autor:
Andrea Amerland

Mitarbeiter kommen, Mitarbeiter gehen. Eine lapidare Aussage, die Unternehmen und ihre Personalabteilungen nicht weiterbringt. Denn jede Kündigung kostet Unternehmen viel Geld. Daher kann ein Blick auf die häufigsten Kündigungsgründe nicht schaden. Die hat nun eine Studie ermittelt.

Die Kündigung eines guten Mitarbeiters kostet bis zu 150 Prozent von dessen Jahresgehalt, hat das National Business Research Institute in Texas ermittelt. In die Rechnung flossen Kosten für die Stellenausschreibung, die Beauftragung eines Headhunters, der Aufwand für Bewerbungsgespräche und die Erstattung der Reisekosten mit ein.

Aber nicht nur der wirtschaftliche Schaden ist groß. Werden Stellen wieder besetzt, müssen neue Teammitglieder erst einmal Fuß fassen, bis sie reibungslos arbeiten können. Jede Kündigung zieht Einarbeitungsaufwände nach sich. Die Produktivität leidet und auch die Arbeitsatmosphäre verschlechtert sich, wenn ein guter Mitarbeiter geht.

Gerade die Arbeitsatmosphäre ist häufig ein Grund, warum Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, zeigt die Talents & Trends-Befragung, für die im Auftrag der Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt mehr als 1.000 Teilnehmer befragt wurden.

Arbeitsklima muss stimmen

Mit einer besonders hohen Fluktuation müssen demnach Firmen rechnen, die ihren Mitarbeitern für Überstunden keinen angemessenen Ausgleich bieten, etwa in Form von Entlohnung oder Freizeit. Zwei Drittel (67,7 Prozent) der Studienteilnehmer gaben an, unter solchen Bedingungen ihren Abschied einzureichen. Das kollegiale Umfeld ist der zweithäufigst genannte Kündigungsgrund (65 Prozent). Stimmt der Zusammenhalt im Team nicht und bestimmen Konflikte den Arbeitsalltag, schauen sich Arbeitnehmer nach Alternativen um. Auch andauernder Stress und Leistungsdruck schlagen Arbeitnehmer in die Flucht. Für 60 Prozent der Befragten ist das ein Kündigungsgrund.

Akademiker sind besonder schnell weg

Insbesondere hochqualifizierte Hochschulabsolventen kennen bei zu vielen Überstunden (74 Prozent) und einem schlechten Arbeitsklima (72 Prozent) kein Pardon. Akademikern ist zudem eine positive Feedback-Kultur wichtig. Im Vergleich zum Durchschnitt würden bei den Hochschulabsolventen rund acht Prozent kündigen, wenn es an konstruktiver Kritik oder Lob mangelt. Wenn es um selbstbestimmtes Arbeiten geht, entfernen sich Akademiker im Meinungsbild noch weiter vom Durchschnitt: Mehr als 13 Prozent über dem Mittel liegend, wünschen sie sich Eigenverantwortlichkeit für ihren Bereich und würden das Unternehmen verlassen, wenn ihnen Entscheidungsbefugnisse fehlen.

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