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04.12.2018 | Personalmanagement | Infografik | Onlineartikel

Woran Einstellungen scheitern

Autor:
Andrea Amerland
1:30 Min. Lesedauer

Fachkräftemangel in allen Branchen. Aber es fehlt nicht an Arbeitgeberattraktivität, Bewerbern oder Recruitingideen. Wie eine Studie zeigt, katapultieren sich die Personalabteilungen während des Bewerbungsprozesses selbst ins Aus.


Ein Stapel Bewerbungen und ein Kandidat ist qualifizierter als der andere, so dass die Auswahl schwer fällt? Diese Zeiten sind zumindest in einigen Branchen und Berufszweigen vorbei. Heute sehen sich Personaler mit weniger Bewerbungen und auch mit weniger qualifizierten konfrontiert. Knapp zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland haben Probleme, neue Mitarbeiter zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des HR-Software-Anbieters Personio und von Bitkom Research, für die rund 300 Personalentscheider, wie etwa HR Manager und Geschäftsführer, in deutschen Unternehmen befragt wurden.

Demnach scheitern Einstellungen am aller häufigsten daran, dass die Bewerber gar nicht zu den in der Stellenanzeige formulierten Kriterien passen oder die Gehaltsvorstellungen einfach zu hoch sind (beide 97 Prozent).

Faktor Zeit wird in Bewerbungsprozessen immer wichtiger

Doch fast ebenso oft spielt der Faktor Zeit Unternehmen in die Karten. Denn ein Viertel der befragten Unternehmen bekommen häufig oder sehr häufig noch während der Selektion Absagen von Bewerbern. In 94 Prozent der Fälle haben diese sich noch während des laufenden Auswahlprozesses für eine Stelle bei einem anderen Unternehmen entschieden.

Lehnen hingen Unternehmen Bewerber ab, liegt das nicht selten an fehlender Sympathie (75 Prozent), mangelnden Soft Skills (70 Prozent) oder zu wenig Berufserfahrung. In den allermeisten Fällen reichen Fähigkeiten und Qualifikationen der Bewerber nicht aus.

Interessanteste Erkenntnis der Studie ist allerdings, dass Bewerber im laufenden Verfahren von sich aus absagen, weil sie eine andere Stelle gefunden haben. Für die Personalabteilungen heißt dies, dass sie schneller und agiler werden müssen, um die besten Talente für ihr Unternehmen gewinnen zu können.

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Wie Organisationen und Bewerbende sich gegenseitig auswählen und beeinflussen
Quelle:
Handbuch Karriere und Laufbahnmanagement

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