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04.10.2018 | Pflanzliche Baustoffe | Im Fokus | Onlineartikel

Biobasierte Materialien fürs Bauen

Autor:
Christoph Berger

Die an der Universität Stuttgart eingerichtete Forschergruppe BioMat beschäftigt sich mit biobasierten Materialen am Bau. In einem nun eröffneten Forschungspavillon werden die erarbeiteten Visionen sichtbar.

Seit zwei Jahren beschäftigt sich die Gruppe BioMat am Institut für Tragkonstruktionen und Konstruktives Entwerfen (ITKE) der Universität Stuttgart mit biobasierten Materialien – erfahrene Architekten arbeiten unter anderem mit Architekturstudierenden, anderen Instituten der Universität Stuttgart oder auch der Technischen Universität Eindhoven dafür zusammen. Zum Beispiel geht es um den Einsatz von Materialien auf Basis von Naturfasern und Biopolymeren.

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Polymerwerkstoffe

Polymere Werkstoffe sind leicht und weisen eine niedrige elektrische Leitfähigkeit und sehr gute Korrosionsbeständigkeit auf. Sie lassen sich bei niedrigen Temperaturen verarbeiten. Außerdem sind sie flexibel (Gummi) und weisen relativ hohe …


"Biogene Werkstoffe allgemein, Biokunststoffe im Speziellen und vor allem Naturfaser-verstärkte Werkstoffe sind hinsichtlich ihrer Ökobilanz besonders interessant, wenn es um die Nutzungsphase geht, da diese Werkstoffe ein großes Leichtbaupotential besitzen", heißt es im Kapitel "Werkstoffliche Aspekte" des Springer-Fachbuchs "Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe". Um Biopolymere im Speziellen geht es auch im Kapitel "Biopolymer" des Springer-Fachbuchs "Tropical Natural Fibre Composites". Und im Kapitel "Polymerwerkstoffe" des Springer-Fachbuchs "Werkstoffe" heißt es zu Biopolymeren: "Es wird zwischen tierischem und pflanzlichem Ursprung unterschieden." Natürliche Polymere tierischen Ursprungs sind beispielsweise Wolle oder Seide, Biopolymere pflanzlichen Ursprungs die Polysaccharide Stärke oder Zellulose oder auch die netzwerkbildenden Polymere Japanlack, Schellack, Kautschuk, Latex oder Lignin.

Wiederverwendung der Elemente

Der am 15. August 2018 von BioMat eröffnete Forschungspavillon besteht aus einer doppelt gekrümmten Segmentschale. Diese wurde aus leichten, ihrerseits einfach gekrümmten Holz- und Biokomposit-Elementen hergestellt. Getragen wird die Konstruktion von drei sich kreuzenden Holzbalken.

Alle Elemente können nach Abschluss der Präsentation getrennt und wiederverwendet werden, um verschiedene weitere Designs und Konstellationen zu bilden. Die ganzheitliche Geometrie ähnelt einem 3-D-Gewebe, bei dem die gebogenen Elemente mit Knoten in alle Richtungen im Raum verbunden sind. Dies ermöglicht es, neue ästhetische architektonische Merkmale der Zukunft auszudrücken, die durch den Einsatz von digitalen Fertigungstechnologien und Datenflussmanagement ermöglicht wurden, wie es vonseiten der Wissenschaftler heißt.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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Quelle:
Stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe

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Biopolymer

Quelle:
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