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Über dieses Buch

Lea Börger geht der Frage nach, wie verbreitet pharmakologische Neuroenhancements unter Studierenden sind und welchen Einfluss sie haben. Die Autorin führt eine Online-Befragung von 1.737 Studierenden der drei Hochschulen in der Region Braunschweig durch. Ein eigens konstruierter Fragebogen ermittelt die Verwendung von verschreibungspflichtigen Medikamenten, illegalen Drogen und freiverkäuflichen Präparaten, aufgeschlüsselt nach den Motiven kognitiver Leistungssteigerung und Stimmungsverbesserung bzw. Abbau von Angst und Nervosität. Es zeigt sich, dass die Prävalenzen gering sind, jedoch gegenüber anderen Untersuchungen an deutschen Universitäten erhöht sind. Daher sollten Trends beobachtet werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Mit dem Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft haben sich die Anforderungen an die erwerbstätige Bevölkerung stark verändert. Stand früher die körperliche Beanspruchung im Mittelpunkt der Arbeitswelt, sind es heute vor allem soziale und kognitive Fähigkeiten, die gefordert werden (Glaeske et al., 2011). Das Streben der modernen Gesellschaft nach Leistung und Erfolg, nach dem Motto „schlauer – schneller – effektiver“ (Deutsche Angestellten Krankenkasse [DAK], 2009, S. 105) breitet sich in allen Bereichen der Gesellschaft aus (Glaeske et al., 2011). Das führt dazu, dass die Belastungen der Arbeitswelt auch schon im Ausbildungskontext spürbar sind.
Lea Börger

Chapter 2. Theoretischer Hintergrund

Zusammenfassung
Eine differenzierte Betrachtung der Begriffe rund um die Thematik des Enhancements ist vonnöten, da aktuell keine einheitliche Definition vorliegt und Studien sich vor allem darin unterscheiden, welche Substanzen mit in die Untersuchung aufgenommen werden (Merchlewicz & Koeppe, 2013). Als Oberbegriffe gilt sowohl der Term Cognitive Enhancement als auch der Begriff Neuroenhancement (Partridge, Bell, Lucke, Yeates & Hall, 2011). Cognitive Enhancement beschreibt die gezielte Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit, ungeachtet der Methode der Beeinflussung (Lieb, 2010).
Lea Börger

Chapter 3. Fragestellung

Zusammenfassung
Aufgrund der in Kapitel 2 beschriebenen methodischen Unterschiede des aktuellen Forschungstandes wurde für diese Untersuchung eigens ein Fragebogen entwickelt, welcher durch die separate Erfassung der drei NE-Bereiche verschreibungspflichtige Medikamente, illegale Drogen und Softenhancer eine sehr differenzierte Analyse ermöglicht. Die vorliegende Studie hat darüber hinaus eine Erweiterung der Ergebnisse durch eine getrennte Analyse der zwei NE-Motive, nämlich zum einen der kognitiven Leistungssteigerung sowie zum anderen der Verbesserung der Stimmung und/oder des Abbaus von Angst und Nervosität1 zum Ziel. Diese getrennte Betrachtung wurde bisher nur von Maier und Schaub (2014) sowie in der DAK-Studie (2015) in Populationen erwerbstätiger Personen der Allgemeinbevölkerung in Deutschland und der Schweiz realisiert.
Lea Börger

Chapter 4. Methode

Zusammenfassung
Die Studie wurde von der Ethikkommission der Fakultät für Lebenswissenschaften geprüft und als ethisch unbedenklich eingestuft, die Kennnummer lautet: M-2015-03.
Lea Börger

Chapter 5. Ergebnisse

Zusammenfassung
Die deskriptiven Ergebnisse können Tabelle 2 und 3 entnommen werden. Hervorzuheben ist, dass rund zwei Drittel (63.9% bzw. 67.8%) der Studierenden von der Möglichkeit zur Leistungssteigerung sowie Verbesserung des psychischen Wohlbefindens durch die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten wissen. Dennoch nutzen nur wenige (4.8%) diese zur Leistungssteigerung sowie (4.0%) zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens. Studierende, die Medikamente nutzen, nehmen diese selten in hoher Frequenz ein. Lediglich 0.9% bzw. 0.8% aller Studierenden haben in den letzten 30 Tagen PNE zur Leistungsverbesserung bzw. zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens angewendet.
Lea Börger

Chapter 6. Diskussion

Zusammenfassung
Ziel der Studie war es Hinweise über die Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten hinsichtlich der Ziele der Leistungssteigerung und der Verbesserung des psychischen Wohlbefindens unter Studierenden in Braunschweig zu erlangen. Zusätzlich sollten Einflussfaktoren ermittelt werden.
Lea Börger

Backmatter

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