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Über dieses Buch

Durch staatliche Förderung (EEG) und stetige Verbesserungen im Wirkungsgrad von Solaranlagen wird diese Form der Energiegewinnung immer attraktiver. Neben der Förderung gilt es, die steuerrechtlichen Vorteile optimal zu nutzen. Das Werk gibt dazu einen praxisnahen Leitfaden.

Die 3. Auflage berücksichtigt die zahlreichen Änderungen, die bei der Förderung einer Photovoltaikanlage durch das EEG eingetreten sind. Daraus ergeben sich auch umfangreiche Auswirkungen auf die Besteuerung einer Photovoltaikanlage. Zudem hat die Rechtsprechung bisher noch offene Punkte geklärt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Von der Sonne zum Strom

Zusammenfassung
Mit diesem einleitenden Kapital erlangen Sie das erforderliche Basiswissen zur Stromerzeugung durch eine Photovoltaikanlage. Die möglichst einfach dargestellten physikalischen Vorgänge, die technische Umsetzung, dabei zu beachtende Grundlagen, sowie auch ein Blick auf die ökologischen Vor- und Nachteile der Photovoltaik bilden die Basis für eine Entscheidung pro oder contra dieser Form der Stromerzeugung. Die dargestellte technologische Entwicklung der Photovoltaik ist schon beeindruckend. Sie sind nach der Lektüre vertraut mit den Grundbegriffen der Photovoltaik und Sie wissen auch, wie sich die häufigsten Fehler beim Planen und Erstellen einer Photovoltaikanlage vermeiden lassen bzw. auf welche Punkte zu achten ist, damit keine unnötigen Mängel bei der Anlage auftreten.
Dieses Buch befasst sich in erster Linie mit der steuerrechtlichen Seite einer Photovoltaikanlage. Diesem weit überwiegenden steuerlichen Teil werden dennoch allgemeine Fakten und Grundwissen zur Stromerzeugung mittels einer Photovoltaikanlage vorangestellt. Dies rundet das Themengebiet nicht nur insgesamt ab, sondern dient auch dem besseren Verständnis.
Es wird zunächst der Begriff „Photovoltaik“ erläutert und sodann die ökologischen Vor- und Nachteile dargestellt. Daran anschließend folgt eine Übersicht über die wesentlichen physikalischen Grundlagen zur Stromerzeugung. Da häufig bereits beim Planen und Erstellen einer Photovoltaikanlage erhebliche Fehler gemacht werden bzw. Mängel auftreten können, werden hierzu die wichtigsten Punkte angeführt.
Eng mit den grundsätzlichen ökologischen und energiepolitischen Überlegungen verbunden ist die Förderung der Photovoltaik durch den Gesetzgeber. Eine Förderung erfolgt primär durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die darin festgelegte Einspeisevergütung sowie vergleichbare zusätzliche Vergütungen für den erzeugten Strom. Diese und andere Fördermaßnahmen verbessern die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Photovoltaik ganz erheblich und begünstigen eine frühzeitigere Gewinnerzielung mit der Photovoltaikanlage.
Jürgen K. Wittlinger

2. Förderung des Solarstroms

Zusammenfassung
Der wesentliche Baustein für die Förderung der Photovoltaik ist die für die Dauer von 20 Jahren garantiert gezahlte Einspeisevergütung für den erzeugten Solarstrom. Die gesetzliche Grundlage dafür bildet das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), zu welchem die wichtigsten Regeln dargelegt worden sind. Damit haben Sie nun nicht nur Kenntnis zur Höhe der jeweiligen Einspeisevergütung, sondern kennen auch die Ausnahme- und Sonderfällen mit ihren abweichenden finanziellen Folgen. Weitere Säulen der Förderung des Solarstroms finden sich bei einer ggf. erforderlichen Finanzierung der Photovoltaikanlage. An erster Stelle zu nennen sind die zinsgünstigen Darlehen der KfW. Daneben finden sich aber oftmals auch noch andere Fördertöpfe, die angezapft werden können, welche die Investition in die Photovoltaik erleichtern oder diese erst ermöglichen.
Besonders seit der Industrialisierung hat der weltweite Hunger nach Energie stetig zugenommen. Anfangs wurde hierzu vor allem auf fossile Energieträger zurückgegriffen – angefangen bei Torf, über Kohle bis hin zu Erdöl und Erdgas. In den letzten Jahrzehnten kam die Kernenergie als nukleare Energiequelle hinzu.
Allen gemeinsam war jeweils die zunehmende Wirtschaftlichkeit der Nutzung. Jeder Teilschritt und Übergang zu einer anderen – fortschrittlichen – Energiequelle war anfangs noch nicht wirtschaftlich und wurde deshalb gezielt gefördert. Dies erfolgte regelmäßig durch staatliche Subventionierung, in Form einer allgemeinen Förderung der Forschung und Verbesserung der Energiegewinnung bis hin zu einer gezielten Subventionierung der gewonnenen Energie durch Fördergelder oder Steuervorteile (vgl. Wirth 2019).
Auch die regenerativen Energiequellen sind zu Beginn ihrer verstärkten Nutzung noch nicht konkurrenzfähig gegenüber den bisher geförderten, ausgebauten und schließlich wirtschaftlich gewordenen früheren Hauptenergieträgern. Um den angestrebten beschleunigten Umstieg zu ermöglichen, führt wiederum kein Weg vorbei an einer Förderung dieser auch als erneuerbare Energien bezeichneten Quellen.
Das gilt auch bzw. insbesondere für die Photovoltaik. Zwar ist der „Rohstoff“ dieser Energiequelle – die Sonneneinstrahlung – kostenlos und frei verfügbar, jedoch sind die technischen Voraussetzungen für die Stromgewinnung ganz erheblich und kostenträchtig.
Sicherlich würde ein Wandel und Wechsel mit der Zeit auch ohne zusätzliche Förderung einsetzen, doch angesichts des sich bereits abzeichnenden Klimawandels und den zunehmenden ökologischen Problemen der fossilen und nuklearen Energieträger sollen Alternativen beschleunigt zum Einsatz gelangen. Diese Beschleunigung der Verbreitung der erneuerbaren Energien führt zugleich auch zu einer stetigen Verbesserung und Verbilligung der eingesetzten Komponenten. Damit wird eine zeitlich vorgezogene größere Wirtschaftlichkeit erreicht.
Jürgen K. Wittlinger

3. Wirtschaftlichkeit

Zusammenfassung
Die Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage sollte gewissenhaft vorgenommen werden. Die von den Herstellern bzw. Installateuren präsentierten Berechnungen sind mit Vorsicht zu genießen, sind darin doch meist zu optimale Grundannahmen eingeflossen. Mit dem erlangten Know-how sind Sie in der Lage, geschönte Berechnungen von realistischen Kalkulationen zu unterscheiden. Anhand eines Musterfalls wird gezeigt, dass allein mit einer Einspeisung des erzeugten Solarstroms kaum mehr ein Gesamtgewinn über die gewöhnliche Betriebsdauer einer Photovoltaikanlage erzielt werden kann. Daher sollte es Ziel jedes Investors sein, einen möglichst hohen Anteil für den selbst verbrauchten Strom zu erreichen. Bereits ab einem 10-prozentigen Anteil wird eine Wirtschaftlichkeit der Anlage erreicht.
Wie im vorhergehenden Kapitel ausgeführt, wird die Förderung einer Photovoltaikanlage aus den einzelnen Fördertöpfen stetig geringer. Und auch die ganz wesentliche Förderung der Photovoltaik durch die Einspeisevergütung nach dem EEG ist nachhaltig rückläufig. Damit sinken die Einnahmen für den produzierten Strom und es stellt sich durchaus die Frage, ob eine Investition in eine Photovoltaikanlage aktuell noch lohnenswert ist?!
Dazu das Ergebnis gleich vorab: Ja, es lohnt sich in aller Regel weiterhin, über die Installation einer Photovoltaikanlage nicht nur nachzudenken, sondern diese auch vorzunehmen.
Denn zum einen klettern die Strompreise mit jährlicher Regelmäßigkeit, und in letzter Zeit in stark zunehmendem Maße. Zum anderen sind nicht nur die Erlöse für den produzierten Strom am Sinken, sondern auch die Investitionskosten für eine Photovoltaikanlage gehen stetig zurück. Vor allem der starke Preisverfall bei den Solarmodulen reduziert die Herstellungskosten für eine Anlage ganz erheblich und kann damit die geringeren Erträge kompensieren.
So verwundert es nicht, dass zwischenzeitlich eine Photovoltaikanlage durchaus als eine lukrative Kapitalanlage gilt. Dies vor allem in Zeiten von extrem niedrigen Zinsen für Kapitalanlagen, die nur durch ein mehr an Risiko bei der Anlageform zu steigern sind. Doch auch die Euro-Unsicherheit und die Sorge vor einer künftig wieder steigenden Geldentwertung macht eine Photovoltaikanlage als eine Gewinn bringende, wenn auch etwas andere Sachanlage interessant.
Denn bereits nach 8–12 Jahren kann eine Amortisation der Investition eintreten. Selbst bei einer (teilweisen) Finanzierung mit Fremdmitteln (Darlehen) wird die wirtschaftliche Kostenneutralität deutlich vor dem Ablauf der Lebensdauer einer Photovoltaikanlage erreicht.
Welche Kriterien für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage im Einzelnen maßgebend sind, wird nachfolgend dargestellt und darüber hinaus auch in einer beispielhaften Musterrechnung erläutert.
Jürgen K. Wittlinger

4. Steuerrecht

Zusammenfassung
Dieses umfangreichste Kapitel bringt das im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage benötigte Basiswissen quer durch das Steuerrecht. Das deutsche Steuerrecht wird in einfachen Worten erklärt, es werden keine steuerlichen Vorkenntnisse benötigt. Dennoch geht es aber auch ins Detail, dort wo es für eine möglichst optimale Besteuerung erforderlich ist. Denn eine geringe Steuerlast erhöht die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage noch zusätzlich. Begonnen wird natürlich mit der Umsatzsteuer, die neben den Begriffen Unternehmer und Unternehmen auch gestalterische Punkte wie die Zuordnung zum Unternehmensvermögen, Optionsmöglichkeiten und vor allem den vorteilhaften Vorsteuerabzug mit sich bringt. Daran anschließend erläutert der Bereich der Einkommensteuer alle wichtigen Positionen, die für die ertragsteuerliche Gewinnermittlung aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage und den daraus erzielten gewerblichen Einkünften benötigt werden. Doch auch ein Blick auf die Gewerbesteuer und Lohnsteuer ist mit enthalten. Ziel ist es, dass Sie allen zusätzlichen steuerlichen Aufgaben nachkommen können, die auf einen Betreiber einer Photovoltaikanlage zukommen.
Jürgen K. Wittlinger

5. Strategien

Zusammenfassung
Das Kapitel „Strategien“ erläutert einen bunten Strauß an Themen und Fragen, welche weder die Technik, die finanzielle Förderung noch die Besteuerung einer Photovoltaikanlage selbst bzw. unmittelbar betreffen. Jedoch können auch diese „Randbereiche“ den Betrieb einer PV-Anlage tangieren, ja mitunter auch ganz erheblich beeinflussen. Deshalb ist es auch wichtig über so Dinge wie z. B. eine Investitionszulage oder die Vorteile einer haushaltsnahen Steuerermäßigung Bescheid zu wissen. Dies gilt auch für Alternativen zu einer eigenen Photovoltaikanlage, wie z. B. eine Gemeinschaftsanlage oder die Anmietung eines fremden Dachs für den Betrieb einer PV-Anlage. Einige mögliche Probleme rechtlicher Art, z. B. Einspeisevertrag, Gewährleistung, etc. oder zur Problemstellungen tatsächlicher Art, wie z. B. Diebstahl, runden dieses Kapitel ab.
Auf den vorhergehenden Seiten haben Sie praktisch zu allen in Frage kommenden technischen, wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Möglichkeiten im Zusammenhang mit einer Photovoltaikanlage die erforderlichen Informationen und auch einige gestalterische Hinweise erhalten.
Zur Abrundung des Buchs werden nachfolgend noch einige weitere Tipps und Hinweise gegeben, die in den bisherigen Kapiteln noch nicht enthalten sind.
Diese betreffen einerseits den finanziellen Aspekt einer Photovoltaikanlage und hierbei insbesondere die Möglichkeit, weitere wirtschaftliche Vorteile zu erlangen. Diese Möglichkeit haben aber nicht alle Betreiber einer Photovoltaikanlage. Zugleich wird auch auf die Grenzen der steuerlichen Abzugsmöglichkeiten hingewiesen.
Andererseits wird die Frage erörtert, was getan werden kann, wenn kein eigenes bzw. kein geeignetes Dach für eine Photovoltaikanlage vorhanden ist. Auch hier lassen sich meist eine Teilhabe und ein persönliches Engagement an der Erzeugung von Strom aus der Sonnenkraft erreichen.
Schließlich wird auf einige weitere Problembereiche tatsächlicher sowie rechtlicher Art eingegangen, die im Zusammenhang mit einer Photovoltaikanlage auftreten können. Dazu werden vor allem Tipps zum Umgang mit eventuellen Schwierigkeiten gegeben.
Jürgen K. Wittlinger

6. Anlagen

Zusammenfassung
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist die Höhe der Einspeisevergütung als die wesentliche Förderung einer Photovoltaikanlage geregelt. Hierzu gab es seit 2004 eine Vielzahl von Änderungen. Kern der Änderungen ist ein stetiges Sinken der Vergütungssätze, zuletzt im monatlichen Takt. Zeitweilig gab es auch besondere Vergütungen für den selbst verbrauchten Strom. Da für die Höhe der Vergütung jeweils der Zeitpunkt der erstmaligen Inbetriebnahme der Anlage maßgebend ist, sind die früheren Einspeisebeträge für alle heute noch in Betrieb befindlichen Anlagen weiter relevant. Sämtliche Werte sind deshalb nachfolgend dargestellt.
Eine Checkliste von der Planung bis zur Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage rundet den Abschnitt ab.
Jürgen K. Wittlinger

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